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Vorgehensweise: Registrieren einer Instanz von SQL Server (SQL Server-Hilfsprogramm)

Registrieren Sie eine Instanz von SQL Server  in einem vorhandenen SQL Server-Hilfsprogramm, um deren Leistung und Konfiguration als verwaltete Instanz von SQL Server zu überwachen. Der Steuerungspunkt für das Hilfsprogramm (UCP) erfasst alle 15 Minuten Konfigurations- und Leistungsinformationen von verwalteten SQL Server-Instanzen. Diese Informationen werden im Utility Management Data Warehouse (UMDW) auf dem UCP gespeichert. Der UMDW-Dateiname lautet sysutility_mdw. Leistungsdaten von SQL Server werden mit Richtlinien verglichen, um Engpässe bei der Ressourcennutzung sowie Konsolidierungsmöglichkeiten leichter zu identifizieren.

In dieser Version müssen der UCP und alle verwalteten Instanzen von SQL Server die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • SQL Server muss Version 10.50 oder höher entsprechen.

  • Der SQL Server-Instanztyp muss dem Database Engine (Datenbankmodul) entsprechen.

  • Das SQL Server-Hilfsprogramm muss innerhalb einer einzelnen Windows-Domäne oder zwischen Domänen ausgeführt werden, die sich gegenseitig vertrauen.

  • Die SQL Server-Dienstkonten auf dem UCP und alle verwalteten Instanzen von SQL Server müssen über die Leseberechtigung für Benutzer in Active Directory verfügen.

In dieser Version muss der UCP die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Die SQL Server-Edition muss der Data Center, Developer oder Evaluation Edition entsprechen.

  • Als Host für den UCP wird eine SQL Server-Instanz empfohlen, bei der Groß-/Kleinschreibung beachtet wird.

  • Berücksichtigen Sie die folgenden Empfehlungen für die Kapazitätsplanung auf dem UCP-Computer:

    • In einem typischen Szenario beträgt der von der UMDW-Datenbank (sysutility_mdw) auf dem UCP belegte Speicherplatz ungefähr 2 GB pro verwalteter SQL Server-Instanz im Jahr. Diese Schätzung kann sich je nach der Anzahl der Datenbank- und Systemobjekte ändern, die von der verwalteten Instanz gesammelt werden. Die Wachstumsrate des UMDW-Speicherplatzes ist während der ersten beiden Tage am höchsten.

    • In einem typischen Szenario beträgt der von der msdb-Datenbank auf dem UCP belegte Speicherplatz ungefähr 20 MB pro verwalteter SQL Server-Instanz. Diese Schätzung kann sich je nach den Richtlinien für die Ressourcennutzung und der Anzahl der Datenbank- und Systemobjekte ändern, die von der verwalteten Instanz gesammelt werden. Im Allgemeinen nimmt die Speicherplatznutzung proportional zum Anstieg der Richtlinienverstöße und zur Dauer des beweglichen Zeitfensters für veränderliche Ressourcen zu.

    • Wenn Sie eine verwaltete Instanz aus dem UCP entfernen, verringert sich der von den UCP-Datenbanken belegte Speicherplatz erst nach Ablauf der Beibehaltungsdauer für die verwaltete Instanz.

In dieser Version müssen alle verwalteten Instanzen von SQL Server die folgenden Anforderungen erfüllen:

  • Wenn der UCP von einer SQL Server-Instanz gehostet wird, bei der keine Groß-/Kleinschreibung beachtet wird, sollte bei verwalteten Instanzen von SQL Server ebenfalls keine Groß-Kleinschreibung beachtet werden.

  • FILESTREAM-Daten werden von der Überwachungsfunktion des SQL Server-Hilfsprogramms nicht unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie unter Spezifikationen der maximalen Kapazität für SQL Server und Von den SQL Server 2008 R2-Editionen unterstützte Funktionen.

Weitere Informationen zu Konzepten des SQL Server-Hilfsprogramms finden Sie unter Übersicht über das SQL Server-Hilfsprogramm.

Wichtiger HinweisWichtig

Der Sammlungssatz des SQL Server-Hilfsprogramms kann parallel mit Sammlungssätzen verwendet werden, die nicht zum SQL Server-Hilfsprogramm gehören. Eine verwaltete Instanz von SQL Server kann also von anderen Sammlungssätzen überwacht werden, während sie einem SQL Server-Hilfsprogramm zugeordnet ist. Beachten Sie jedoch, dass alle Sammlungssätze für die verwaltete Instanz ihre Daten in das UMDW (Utility Management Data Warehouse) hochladen. Weitere Informationen finden Sie unter Überlegungen zum Ausführen von Hilfsprogramm- und Nicht-Hilfsprogramm-Sammlungssätzen auf derselben Instanz von SQL Server und Konfigurieren des Data Warehouses für den Steuerpunkt für das Hilfsprogramm (SQL Server-Hilfsprogramm).

Die folgenden Abschnitte enthalten ausführliche Informationen zu jeder Seite im Assistentenworkflow. Klicken Sie auf einen Link, um zu den Details für eine Assistentenseite zu navigieren. Weitere Informationen zu einem PowerShell-Skript dieses Vorgangs finden Sie im PowerShell-Beispiel.

Um den Assistenten zu starten, erweitern Sie die Hilfsprogramm-Explorer-Struktur auf einem Hilfsprogramm-Kontrollpunkt, klicken mit der rechten Maustaste auf Verwaltete Instanzen und wählen Verwaltete Instanz hinzufügen aus.

Klicken Sie auf Weiter, um den Vorgang fortzusetzen.

Um eine Instanz von SQL Server im Verbindungsdialogfeld auszuwählen, klicken Sie auf Verbinden. Stellen Sie den Computernamen und den SQL Server-Instanznamen im Format ComputerName\InstanceName bereit. Weitere Informationen finden Sie unter Verbindung mit Server herstellen (Datenbankmodul).

Klicken Sie auf Weiter, um den Vorgang fortzusetzen.

Überprüfen Sie im Dialogfeld Verbindung mit Server herstellen den Servertyp, den Computernamen und die Informationen zum SQL Server-Instanznamen. Weitere Informationen finden Sie unter Verbindung mit Server herstellen (Datenbankmodul).

HinweisHinweis

Wenn die Verbindung verschlüsselt ist, wird dieser Verbindungstyp verwendet. Wenn die Verbindung nicht verschlüsselt ist, stellt das SQL Server-Hilfsprogramm über eine verschlüsselte Verbindung erneut eine Verbindung her.

Klicken Sie auf Verbinden, um den Vorgang fortzusetzen.

Geben Sie ein Windows-Domänenkonto an, um den Sammlungssatz des SQL Server-Hilfsprogramms auszuführen. Dieses Konto wird als Proxykonto des SQL Server-Agents für den Sammlungssatz des SQL Server-Hilfsprogramms verwendet. Alternativ können Sie das vorhandene SQL Server-Agent-Dienstkonto verwenden. Um die Überprüfungsanforderungen zu erfüllen, geben Sie das Konto unter Beachtung folgender Richtlinien an.

Angeben des SQL Server-Agent-Dienstkontos:

  • Das SQL Server-Agent-Dienstkonto muss ein Windows-Domänenkonto sein, das keinem integrierten Konto wie LocalSystem, NetworkService oder LocalService entspricht.

Klicken Sie auf Weiter, um den Vorgang fortzusetzen.

In dieser Version müssen die folgenden Bedingungen erfüllt sein, damit die Instanz von SQL Server im SQL Server-Hilfsprogramm registriert werden kann:

Bedingung

Korrekturmaßnahme

Sie müssen für die angegebene Instanz von SQL Server und für den UCP über Administratorrechte verfügen.

Melden Sie sich unter einem Konto an, das für die angegebene Instanz von SQL Server und für den UCP über Administratorrechte verfügt.

Die SQL Server-Edition muss die Registrierung von Instanzen unterstützen.

Die SQL Server-Edition muss der Data Center, Developer, Enterprise, Standard, Workgroup, Web oder Evaluation Edition entsprechen.

Für den SQL Server-UCP sollte TCP/IP aktiviert sein.

Aktivieren Sie TCP/IP auf dem SQL Server-UCP.

Die Instanz von SQL Server darf nicht bereits bei einem anderen SQL Server-UCP registriert sein.

Wenn die angegebene Instanz von SQL Server bereits als Teil eines vorhandenen SQL Server-Hilfsprogramms verwaltet wird, können Sie sie nicht bei einem anderen UCP registrieren.

Die Instanz von SQL Server darf nicht als UCP eingerichtet sein.

Wenn die angegebene Instanz von SQL Server bereits ein UCP ist, aber nicht dem UCP entspricht, mit dem Sie verbunden sind, können Sie sie nicht in diesem UCP registrieren.

Für die Instanz von SQL Server müssen Sammlungssätze des SQL Server-Hilfsprogramms installiert sein.

Installieren Sie die Instanz von SQL Server erneut.

Sammlungssätze für die angegebene Instanz von SQL Server müssen beendet werden.

Die Korrekturmaßnahme besteht darin, alle unter der angegebenen Instanz von SQL Server ausgeführten Sammlungssätze zu beenden.

Der SQL Server-Agent-Dienst auf der angegebenen Instanz von SQL Server muss gestartet werden.

Starten Sie den SQL Server-Agent-Dienst auf der angegebenen Instanz von SQL Server. Wenn die angegebene Instanz von SQL Server eine SQL Server-Failoverclusterinstanz ist, konfigurieren Sie den SQL Server-Agent-Dienst für den manuellen Start. Konfigurieren Sie den SQL Server-Agent-Dienst andernfalls für den automatischen Start.

Der SQL Server-Agent-Dienst auf dem UCP muss gestartet werden.

Starten Sie den SQL Server-Agent-Dienst auf dem UCP. Wenn der SQL Server-UCP eine SQL Server-Failoverclusterinstanz ist, konfigurieren Sie den SQL Server-Agent-Dienst für den manuellen Start. Konfigurieren Sie den SQL Server-Agent-Dienst andernfalls für den automatischen Start.

WMI muss korrekt konfiguriert sein.

Informationen zum Beheben von Fehlern in der WMI-Konfiguration finden Sie unter Problembehandlung beim SQL Server-Hilfsprogramm.

Das Proxykonto des SQL Server-Agents muss ein gültiges Windows-Domänenkonto auf dem UCP sein.

Geben Sie ein gültiges Windows-Domänenkonto an. Um sicherzustellen, dass das Konto gültig ist, melden Sie sich unter dem Windows-Domänenkonto beim UCP an.

Wenn Sie die Proxykonto-Option auswählen, muss das Proxykonto des SQL Server-Agents ein gültiges Windows-Domänenkonto auf der angegebenen Instanz von SQL Server sein.

Geben Sie ein gültiges Windows-Domänenkonto an. Um sicherzustellen, dass das Konto gültig ist, melden Sie sich unter dem Windows-Domänenkonto bei der angegebenen Instanz von SQL Server an.

Das SQL Server-Agent-Dienstkonto kann kein integriertes Konto, z. B. Netzwerkdienst, sein.

Weisen Sie das Konto einem Windows-Domänenkonto erneut zu. Um sicherzustellen, dass das Konto gültig ist, melden Sie sich unter dem Windows-Domänenkonto bei der angegebenen Instanz von SQL Server an.

Das SQL Server-Agent-Dienstkonto muss ein gültiges Windows-Domänenkonto auf dem UCP sein.

Geben Sie ein gültiges Windows-Domänenkonto an. Um sicherzustellen, dass das Konto gültig ist, melden Sie sich unter dem Windows-Domänenkonto beim UCP an.

Wenn Sie die Dienstkonto-Option auswählen, muss das SQL Server-Agent-Dienstkonto ein gültiges Windows-Domänenkonto auf der angegebenen Instanz von SQL Server sein.

Geben Sie ein gültiges Windows-Domänenkonto an. Um sicherzustellen, dass das Konto gültig ist, melden Sie sich unter dem Windows-Domänenkonto bei der angegebenen Instanz von SQL Server an.

Wenn die Überprüfungsergebnisse nicht erfüllte Bedingungen enthalten, beheben Sie die blockierenden Probleme, und klicken Sie auf Überprüfung erneut ausführen, um die Computerkonfiguration zu überprüfen.

Um den Überprüfungsbericht zu speichern, klicken Sie auf Bericht speichern und geben einen Speicherort für die Datei an.

Klicken Sie auf Weiter, um den Vorgang fortzusetzen.

Die Zusammenfassungsseite enthält Informationen zur SQL Server-Instanz, die dem SQL Server-Hilfsprogramm hinzugefügt werden soll.

Einstellungen verwalteter Instanzen:

  • Name der SQL Server-Instanz: ComputerName\InstanceName

  • Konto des Hilfsprogramm-Sammlungssatzes: DomainName\UserName

Klicken Sie auf Weiter, um den Vorgang fortzusetzen.

Die Registrierungsseite zeigt den Status des Vorgangs an:

  • Vorbereiten der Instanz für die Registrierung

  • Erstellen des Cacheverzeichnisses für die gesammelten Daten

  • Konfigurieren des Hilfsprogramm-Sammlungssatzes

Um einen Bericht über den Registrierungsvorgang zu speichern, klicken Sie auf Bericht speichern und geben einen Speicherort für die Datei an.

Zum Abschließen des Assistenten klicken Sie auf Fertig stellen.

HinweisHinweis

Wenn Sie die SQL Server-Authentifizierung für die Verbindung mit der Instanz von SQL Server für die Registrierung verwenden, und Sie geben ein Proxykonto an, das zu einer anderen Active Directory-Domäne gehört als die Domäne, wo sich der UCP befindet, ist die Instanzüberprüfung erfolgreich, aber der Registrierungsvorgang schlägt mit der folgenden Fehlermeldung fehl:

Beim Ausführen einer Transact-SQL-Anweisung oder eines Batches ist eine Ausnahme aufgetreten. (Microsoft.SqlServer.ConnectionInfo)

Weitere Informationen: Konnte keine Informationen zu Windows NT Gruppe/Benutzer abrufen '<DomainName\AccountName>', Fehlercode 0x5. (Microsoft SQL Server, Fehler: 15404)

Weitere Informationen zur Fehlerbehebung finden Sie unter Problembehandlung beim SQL Server-Hilfsprogramm.

VorsichtshinweisVorsicht

Ändern Sie nicht die Eigenschaften des Sammlungssatzes Hilfsprogramminformationen in einer verwalteten SQL Server-Instanz, und aktivieren/deaktivieren Sie die Datensammlung nicht manuell, da die Datensammlung über einen Auftrag des Hilfprogramm-Agents gesteuert wird.

Nachdem der Instanzregistrierungs-Assistent abgeschlossen wurde, klicken Sie auf den Knoten Verwaltete Instanzen, der sich im Hilfsprogramm-Explorer-Navigationsbereich in SSMS befindet. Registrierte Instanzen von SQL Server werden in der Listenansicht in Bereich Inhalt des Hilfsprogramm-Explorers angezeigt.

Der Datensammlungsprozess beginnt sofort, aber es kann bis zu 30 Minuten dauern, bis die ersten Daten im Dashboard und in den Blickpunkten des Bereichs Inhalt des Hilfsprogramm-Explorers angezeigt werden. Die Datensammlung wird alle 15 Minuten einmal ausgeführt. Um Daten zu aktualisieren, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Knoten Verwaltete Instanzen im Hilfsprogramm-Explorer-Navigationsbereich und wählen dann Aktualisieren aus. Alternativ klicken Sie mit der rechten Maustaste in der Listenansicht auf den SQL Server-Instanznamen und wählen dann Aktualisieren aus.

Um verwaltete Instanzen aus dem SQL Server-Hilfsprogramm zu entfernen, wählen Sie Verwaltete Instanzen im Hilfsprogramm-Explorer-Navigationsbereich aus, um die Listenansicht verwalteter Instanzen aufzufüllen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in der Listenansicht Inhalt des Hilfsprogramm-Explorers auf den SQL Server-Instanznamen und wählen dann Instanz als nicht verwaltet einrichten aus.

Verwenden Sie das folgende Beispiel, um eine Instanz von SQL Server in einem vorhandenen SQL Server-Hilfsprogramm zu registrieren:

> $UtilityInstance = new-object -Type Microsoft.SqlServer.Management.Smo.Server "ComputerName\UCP-Name";
> $SqlStoreConnection = new-object -Type Microsoft.SqlServer.Management.Sdk.Sfc.SqlStoreConnection $UtilityInstance.ConnectionContext.SqlConnectionObject;
> $Utility = [Microsoft.SqlServer.Management.Utility.Utility]::Connect($SqlStoreConnection);
> $Instance = new-object -Type Microsoft.SqlServer.Management.Smo.Server "ComputerName\ManagedInstanceName";
> $InstanceConnection = new-object -Type Microsoft.SqlServer.Management.Sdk.Sfc.SqlStoreConnection $Instance.ConnectionContext.SqlConnectionObject;
> $ManagedInstance = $Utility.EnrollInstance($InstanceConnection, "ProxyAccount", "ProxyPassword");

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