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Versionshinweise für Windows Azure SDK für .NET 2.2

Letzte Aktualisierung: Oktober 2013

Dieses Dokument enthält die Versionshinweise für das Windows Azure SDK für .NET 2.2 und beschreibt Neuen Funktionen im SDK, Bekannte Probleme und Wichtige Änderungen.

Die Versionsnummer von Windows Azure SDK für .NET (2.2) wird von der Kern-Laufzeit-Assembly des Windows Azure-Diensts anhand von semantischer Versionsverwaltung bestimmt. Andere Clientbibliotheken, die im Windows Azure SDK für .NET-Paket enthalten sind, sowie ihre jeweiligen NuGet-Pakete unterliegen einer unabhängigen Versionsverwaltung auf Grundlage des semantischen Versionsverwaltungsschema.

Das Windows Azure SDK für .NET 2.2 umfasst die Bibliotheken für Windows Azure Storage 2.1.0.2, Windows Azure Service Bus 2.1.3, Windows Azure Caching 2.1.0 und Windows Azure Configuration Manager 2.0.1. Sie können diese Bibliotheken aus ihren jeweiligen NuGet-Paketen herunterladen.

Weitere Informationen zu dieser Version finden Sie in den folgenden Ressourcen:

Neuen Funktionen im SDK

Das Windows Azure SDK für .NET 2.2 enthält die folgenden neuen Funktionen und Updates:

  • Visual Studio 2013 wird in SDK Version 2.2 unterstützt – Das Windows Azure SDK für .NET Version 2.2 bietet jetzt Unterstützung für Visual Studio 2013, während die Unterstützung für Visual Studio 2010 eingestellt wurde. Zwar wird Visual Studio 2010 in den SDK-Versionen bis 2.1 weiterhin unterstützt, es wird jedoch empfohlen, Visual Studio 2010-Projekte auf Visual Studio 2012 oder Visual Studio 2013 zu aktualisieren, nachdem nun SDK Version 2.2 veröffentlicht wurde. Durch das Aktualisieren der Projekte wird sichergestellt, dass Sie die neuesten Funktionen von Windows Azure nutzen können, wenn neue Versionen des SDK veröffentlicht werden.

  • Anmelden zum Verbinden mit Windows Azure – Greifen Sie über Visual Studio auf Windows Azure-Ressourcen zu, indem Sie sich mit Ihrem Microsoft-Konto oder Organisationskonto anmelden, anstatt eine Abonnementdatei mit Veröffentlichungseinstellungen zu laden. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Windows Azure-Konten, -Abonnements und -Administratorrollen.

  • Unterstützung für Windows Azure-Web Sites in Visual Studio – In Visual Studio 2013 können Sie Server-Explorer verwenden, um direkt mit den Remotedienst Windows Azure-Web Sites zu interagieren. Sie können sich bei Ihrem Windows Azure-Konto anmelden, neue Websites erstellen, vorhandene Websites konfigurieren, Echtzeitprotokolle anzeigen und vieles mehr. In Kürze können Sie eine Live-Debugsitzung starten und in Windows Azure remote im Debugmodus arbeiten. Die meisten neuen Funktionen für Windows Azure-Web Sites funktionieren auch in Visual Studio 2012, wenn Sie die aktuelle Version des Windows Azure SDK für .NET installieren.

    Weitere Informationen finden Sie unter Erste Schritte mit Windows Azure und ASP.NET und Problembehandlung für Windows Azure-Web Sites in Visual Studio.

  • Remotedebuggen für Windows Azure-Cloud-Dienste (Vorschau) jetzt verfügbar – Starten Sie eine Live-Debugsitzung, um eine Anwendung, die unter Cloud-Diensten ausgeführt wird, direkt aus Visual Studio zu debuggen. Weitere Informationen finden Sie unter Debuggen eines Cloud-Diensts in Visual Studio.

  • TopologyBlast – Diese neue Funktionalität erlaubt es Windows Azure, Topologieänderungen allen Instanzen eines Diensts gleichzeitig mitzuteilen, anstatt die Upgradedomänen zu durchlaufen. Diese Funktion wird über die Einstellung topologyChangeDiscovery in der Dienstdefinitionsdatei (.csdef) sowie die Simultaneous*-Ereignisse und -Klassen in der Dienstlaufzeitbibliothek verfügbar gemacht.

  • Windows Azure Service Bus – partition queues and topics across multiple message brokers – Servicebus setzt mehrere Nachrichtenbroker ein, um Nachrichten zu verarbeiten und zu speichern. Jede Warteschlange oder jedes Thema wird einem Nachrichtenbroker zugewiesen. Diese Zuordnung weist die folgenden Nachteile auf:

    • Der Nachrichtendurchsatz einer Warteschlange oder eines Themas ist auf die Messaginglast beschränkt, die ein einzelner Nachrichtenbroker verarbeiten kann.

    • Wenn ein Nachrichtenbroker vorübergehend nicht verfügbar oder überlastet ist, sind alle Entitäten, die diesem Nachrichtenbroker zugewiesen wurden, nicht verfügbar oder verzeichnen eine geringen Durchsatz.

    Um diese Nachteile zu überwinden, unterstützt Servicebus jetzt das Partitionieren von Warteschlangen oder Themen auf mehrere Nachrichtenbroker. Weitere Informationen zu partitionierten Messagingentitäten finden Sie unter Windows Azure Service Bus.

Bekannte Probleme

Die folgenden Probleme im Windows Azure SDK für .NET 2.2 sind bekannt:

  • Remotedebugger kann möglicherweise nicht an einen vorhandenen Cloud-Dienst angefügt werden – Nach der Bereitstellung eines neuen Cloud-Diensts kann der Debugger möglicherweise nicht an einen vorhandenen Cloud-Dienst angefügt werden, und es wird Fehlermeldung ausgegeben, dass der Remotedebugger nicht gestartet werden konnte. Um dieses Problem zu beheben, starten Sie Visual Studio neu, und fügen Sie den Debugger erneut an die neue Bereitstellung an.  

    Um optimale Benutzerfreundlichkeit bei der Verwendung des Remotedebuggers sicherzustellen, verwenden Sie bei der Bereitstellung eine nicht optimierte Debug-Buildkonfiguration für Ihr Projekt.

  • Paralleles Cloud-Dienst-Debuggen funktioniert mit Projekten, die mit SDK 1.7 und höher erstellt wurden– Paralleles Cloud-Dienst-Debuggen ist nur mit Windows Azure SDK für .NET Versionen 1.7, 1.8, 2.0, 2.1 und 2.2 kompatibel. Um alle Debugfunktionen nutzen zu können, müssen Projekte, die mit Versionen vor 1.7 erstellt wurden, aktualisiert werden. Weitere Informationen finden Sie unter Support Lifecycle-Richtlinien für Windows Azure-Clouddienste.

    Wenn Sie beispielsweise ein Projekt ausführen, das mit dem Windows Azure SDK für .NET Version 1.6 auf einem Computer erstellt wurde, auf dem Version 2.2 installiert ist, weist eine Fehlermeldung darauf hin, dass dem System eine Voraussetzung zum Ausführen des Diensts fehlt.

    Um diesen Fehler zu umgehen, deinstallieren Sie den Serveremulator, der in Version 2.2 enthalten ist, und installieren Sie den Serveremulator für Version 1.6. In diesem Fall können Sie aber auf diesem Computer keine Anwendung ausführen, die mit SDK Version 2.2 erstellt wurde.

  • CSRun erfordert eine Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten – Tools und Skripts, die das CSRun-Befehlszeilentool (csrun.exe) zum Starten des Serveremulators verwenden, darunter Windows Azure PowerShell, müssen von einer Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten ausgeführt werden. Andernfalls kann eine Fehlermeldung ausgegeben werden, die besagt, dass ein Fehler im Serveremulator vorliegt und dass der Serveremulator mit Administratorrechten gestartet werden muss, um im vollständigen Emulationsmodus ausgeführt zu werden. Sie werden aufgefordert, den Emulator mit den richtigen Berechtigungen neu zu starten.

  • Integrierte Anmeldung bei Windows Azure mit Windows Azure Tools für Visual Studio 2.2 – Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie mögliche Probleme beheben, die bei Verwendung der integrierten Anwendung auftreten können. Weitere Informationen finden Sie unter Integrierte Anmeldung – Häufig gestellte Fragen.

    • Keine Windows Azure-Abonnements hinzugefügt – Nachdem Sie versucht haben, eine Verbindung mit Windows Azure herzustellen, erhalten Sie möglicherweise die Meldung, dass keine Windows Azure-Abonnements hinzugefügt wurden. Sie werden aufgefordert, sich mit einem Konto anzumelden, das über Abonnements verfügt. Diese Meldung gibt an, dass Sie entweder 1) nicht mit den bereitgestellten Anmeldeinformationen authentifiziert werden konnten, oder 2) mit einem Konto authentifiziert wurden, dem kein Windows Azure-Abonnement zugeordnet ist.

      So heben Sie dieses Problem: Wenn Sie sich mit einem Organisationskonto anmelden, wechseln Sie zum Windows Azure-Verwaltungsportal, und vergewissern Sie sich, dass das Organisationskonto einem Windows Azure-Verzeichnis hinzugefügt wurde, das dem Abonnement zugeordnet ist, auf das Sie zuzugreifen versuchen, und dass das Konto in der Liste der Co-Administratoren unter der Registerkarte Einstellung angezeigt wird. Wenn Sie sich mit einem Microsoft-Konto (beispielsweise einem Outlook.com- oder Hotmail.com-Konto) anmelden, setzen Sie sich mit dem Dienstadministrator des Abonnements in Verbindung, um sicherzustellen, dass das Microsoft-Konto angezeigt wird und den Co-Administratoren im Windows Azure-Verwaltungsportal hinzugefügt wurde.

    • Datenbanken und Mobile Dienste werde nicht im Server-Explorer aufgeführt – Die Knoten SQL-Datenbank und Mobile Dienste im Server-Explorer unterstützen die integrierte Anmeldung derzeit noch nicht. Für diese Knoten ist nach wie vor ein Verwaltungszertifikat zur Authentifizierung mit Windows Azure erforderlich.

    • Anzeigen mehrerer Konten bei Anmeldung mit mehreren Konten nicht möglich – Die Funktion der integrierten Anmeldung ermöglicht es Benutzern, sich mit jeweils einer Benutzer-ID anzumelden. Nach der Anmeldung kann Visual Studio für alle Abonnements ausgeführt werden, für die dieses Konto ein Dienstadministrator oder ein Co-Administrator ist. Wenn Sie gleichzeitigen Zugriff an mehrere Abonnements benötigen, die keinen gemeinsamen Administrator haben, verwenden Sie weiterhin Verwaltungszertifikate zur Authentifizierung.

    • Doppelte Websites im Server-Explorer – Wenn ein Benutzer sowohl über ein Verwaltungszertifikat als auch über ein Konto Zugriff auf dasselbe Abonnement hat, werden im Server-Explorer möglicherweise doppelte Windows Azure-Websites angezeigt. Um diese Duplizierung zu vermeiden, verwenden Sie nur eine Authentifizierungsmethode (entweder Zertifikat oder Konto) für jedes Abonnement

    • Abmelden nach Anmeldung mit Verbundkonto nicht möglich – Nachdem Sie sich mit einem Verbundkonto (einem Konto, das ADFS zum Anmelden verwendet, beispielsweise user@contoso.com) angemeldet haben, können Sie sich möglicherweise nicht von Visual Studio abmelden. Um das Problem zu beheben, müssen Sie Visual Studio schließen und neu starten, um sich mit anderen Anmeldeinformationen anzumelden. Unter bestimmten Umständen müssen Sie möglicherweise auch Cookies aus dem Browsercache löschen.

    • Kontobasierter Zugriff läuft ab – Beim kontobasierten Zugriff auf Windows Azure werden Token verwendet. Aus Sicherheitsgründen laufen diese Token ab. Wenn Sie die kontobasierte Authentifizierung verwenden, läuft das Authentifizierungstoken nach einer erfolgreichen Verbindungsherstellung zwischen Visual Studio und Windows Azure irgendwann ab und Sie müssen Ihre Kontoanmeldeinformationen noch einmal eingeben, um sich erneut zu authentifizieren. Die Lebensdauer des Authentifizierungstokens wird durch den Authentifizierungsanbieter bestimmt und kann zwischen einem Tag und mehreren Wochen betragen. Wenn das Token abläuft, wird möglicherweise die Meldung angezeigt, dass Sie derzeit als "Benutzername" angemeldet sind, und Sie werden aufgefordert, sich abzumelden und als anderer Benutzer anzumelden. Klicken Sie auf OK, und geben Sie Ihre Anmeldeinformationen im Anmeldedialogfeld ein, um das abgelaufene Authentifizierungstoken zu aktualisieren.

  • Bearbeiten und Fortfahren

    • In einer 64-Bit-Umgebung erfordert die Funktion "Bearbeiten und Fortfahren" Visual Studio 2013 und .NET Framework 4.5.1 (da .NET Framework 4.5.1 immer mit Visual Studio 2013 installiert wird und es sich um ein direktes Upgrade von .NET Framework 4.5 handelt, kann "Bearbeiten und Fortfahren" auch dann in Visual Studio 2013 verwendet werden, wenn .NET Framework 4.5 auf x64-Computern das Ziel ist).

    • In einer 32-Bit-Umgebung funktioniert "Bearbeiten und Fortfahren" sowohl in Visual Studio 2012 als auch in Visual Studio 2013.

    • "Bearbeiten und Fortfahren" erfordert, dass Azure-Projekte IIS Express als Ziel verwenden, wenn F5 verwendet wird; mit der IIS Vollversion funktioniert dies nicht. Rechnen Sie damit, dass Sie einem Dialogfeld darüber informiert werden, dass "Bearbeiten und Fortfahren" nicht zulässig ist.

    • "Bearbeiten und Fortfahren" funktioniert im WebRole.OnStart-Ereignis nicht. Rechnen Sie damit, dass Sie einem Dialogfeld darüber informiert werden, dass "Bearbeiten und Fortfahren" nicht zulässig ist.

    • "Bearbeiten und Fortfahren" funktioniert mit vollständigem Emulator und mit Express-Emulator.

    • Wenn der vollständige Emulator als Ziel dient, wendet "Bearbeiten und Fortfahren" Änderungen nur auf die Instanz an, die die Unterbrechung verursacht (Breakpoint oder Ausnahme); falls eine Rolle mehrere Instanzen hat, ist das Verhalten möglicherweise inkonsistent, nachdem Änderungen mit "Bearbeiten und Fortfahren" direkt auf Code angewendet wurden.

Wichtige Änderungen

Die folgenden wichtigen Änderungen gelten für das Windows Azure SDK für .NET 2.2:

  • Aktivieren der Windows-Funktion ASP.NET 4.5 zum Ausführen von MVC4-Anwendungen unter Windows Server 2012 R2/Windows 8.1 – Wenn Sie eine MVC4-Anwendung in Visual Studio 2012 unter Windows Server 2012 R2/Windows 8.1 ausführen und ASP.NET 4.5 nicht aktiviert ist, wird die Fehlermeldung angezeigt, dass das Konfigurieren der Webadresse http://localhost:6761 für ASP.NET 4.5 fehlgeschlagen ist. Sie müssen diese Website manuell für ASP.NET 4.5 konfigurieren, damit die Website ordnungsgemäß ausgeführt wird. ASP.NET 4.0 wurde nicht auf dem Webserver registriert. Möglicherweise müssen Sie den Webserver manuell für ASP.NET 4.0 konfigurieren, damit die Website ordnungsgemäß ausgeführt wird.

    Zum Beheben des Problems aktivieren Sie diese Funktion manuell, indem Sie zu Systemsteuerung -> Programm deinstallieren ->Windows-Features aktivieren oder deaktivieren -> .NET Framework 4.5 Advanced Services navigieren. Aktivieren Sie ASP.NET 4.5, und wählen Sie dann OK aus.

  • Ausführen des Windows Azure-Serveremulators unter Windows 8.1 – Internet Explorer in Windows 8.1 verfügt über einen neuen erweiterten Sicherheitsmodus, der die Funktionalität "Starten ohne Debuggen" (STRG+F5) des Serveremulators unterbricht. Beim Starten des Serveremulators wird Internet Explorer gestartet; dabei kann die an der lokalen Host-IP gehostete Webanwendung nicht gestartet werden, weil http://127.0.0.x nicht unter Vertrauenswürdige Sites aufgeführt ist. Die Funktionalität "Starten mit Debuggen" (F5) ist nicht betroffen.

Siehe auch

Andere Ressourcen

Einführung in Windows Azure

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