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Abschließen der Einrichtung von SQL Server-Data Warehouses auf virtuellen Computern in Windows Azure

Letzte Aktualisierung: Oktober 2013

Befolgen Sie diese einfachen Anweisungen, um die Einrichtung Ihres optimierten SQL Server-Data Warehouse abzuschließen, nachdem Sie eines der folgenden Images aus dem Katalog für Windows Azure-Virtuelle Computer bereitgestellt haben.

  • SQL Server 2012 SP1 for Data Warehousing on WS 2012

  • SQL Server 2014 CTP2 Evaluation for Data Warehousing on WS 2012

Mit folgenden Schritten schließen Sie die Einrichtung Ihres optimierten Data Warehouse ab:

Schritt 1: Anfügen von Datenträgern

Wenn Sie den virtuellen Computer für optimiertes Data Warehousing mithilfe des PowerShell-Skripts New-AzureSqlDwIaasVM bereitgestellt haben, können Sie diesen Schritt überspringen. Weitere Informationen finden Sie unter Bereitstellen von SQL Server auf einem virtuellen Computer für Data Warehousing.

Nachdem Sie den virtuellen Computer für optimiertes Data Warehousing bereitgestellt haben, müssen Sie die Datenträger anfügen. Dazu können Sie das Windows Azure-Verwaltungsportal oder PowerShell-Cmdlets verwenden. Unabhängig von der verwendeten Methode sollten Sie beim Anfügen von Datenträgern Folgendes beachten:

  1. Fügen Sie ausschließlich LEERE Datenträger mit einer Kapazität von 1023 GB an. Hinweis: Gebühren fallen nur für die tatsächlich genutzte Datenträgerkapazität an.

  2. Stellen Sie sicher, dass die Option Hostcacheeinstellungen auf KEINE festgelegt ist.

  3. Fügen Sie entsprechend der für den virtuellen Computer ausgewählten Größe die erforderliche Anzahl von Datenträgern an, wie aus der folgenden Tabelle ersichtlich.

    Anzahl anzufügender Datenträger

    Hinweise:

    1. Die Größe A5 wird für das SQL Server 2012-Image nicht unterstützt.

    2. Für das SQL Server 2012-Image wird die Größe A6 empfohlen.

    3. Für das SQL Server 2014-Image wird die Größe A7 empfohlen.

  4. Sie können maximal so viele Datenträger anfügen, wie für die Größe jedes virtuellen Computers zulässig. Die Data Warehousing-Optimierungen werden jedoch nur auf der Anzahl von Datenträgern konfiguriert, die in der oben aufgeführten Tabelle angegeben ist. Zusätzliche Datenträger können für andere Zwecke, z. B. zum Speichern von Sicherungen, verwendet werden.

So fügen Sie Datenträger über das Portal an

  1. Wechseln Sie erneut zum Windows Azure-Verwaltungsportal, und wählen Sie den virtuellen Computer aus.

    Anfügen von Datenträgern an einen virtuellen Computer für Data Warehousing
  2. Fügen Sie einen leeren Datenträger an. Klicken Sie dazu auf Anfügen, und wählen Sie Leeren Datenträger anfügen aus.

    Anfügen von Datenträgern an einen virtuellen Computer für Data Warehousing
  3. Geben Sie unter der Einstellung GRÖSSE (GB) den Wert 1023 ein, achten Sie darauf, dass für Hostcacheeinstellungen die Option Keine ausgewählt ist, und klicken Sie auf das Häkchen.

    Anfügen von Datenträgern an einen virtuellen Computer für Data Warehousing
  4. Verfolgen Sie im Windows Azure-Verwaltungsportal, wie der Datenträger angefügt wird, und warten Sie, bis der Status Wird ausgeführt lautet und mit einem Häkchen gekennzeichnet ist.

  5. Wiederholen Sie den Anfügeprozess, bis so viele Datenträger angefügt sind, wie für die Größe des virtuellen Computers erforderlich.

  6. Nachdem alle Datenträger angefügt sind, werden die Data Warehousing-Optimierungen durch den virtuellen Computer konfiguriert. Fahren Sie fort mit Schritt 2: Überprüfen, ob die Data Warehousing-Optimierungen erfolgreich abgeschlossen wurden.

So fügen Sie Datenträger mit Windows Azure-Cmdlets hinzu

  1. Zu Beginn installieren und konfigurieren Sie Windows Azure PowerShell auf dem Windows-Client.

  2. Öffnen Sie ein Windows Azure PowerShell-Fenster, und führen Sie die nächsten Schritte an der PowerShell-Eingabeaufforderung aus.

  3. Bevor Sie erstmalig eine Verbindung herstellen können, müssen Sie ein Zertifikat für die Authentifizierung auf den virtuellen Computer importieren.

    1. Führen Sie dieses Cmdlet aus, um ein Authentifizierungszertifikat für den virtuellen Computer zu generieren. Sie werden in diesem Schritt aufgefordert, sich beim Windows Azure-Verwaltungsportal anzumelden, falls Sie noch nicht angemeldet sind. Anschließend werden Sie im Portal aufgefordert, die PUBLISHSETTINGS-Datei zu speichern, in der das Zertifikat enthalten ist. Speichern Sie die Datei auf dem Windows-Client.

      PS C:\>get-AzurePublishSettingsFile
      
      
    2. Führen Sie dieses Cmdlet aus, um das Zertifikat zu importieren. Geben Sie den vollständigen Pfad und Namen der PUBLISHSETTINGS-Datei ein.

      PS C:\>import-AzurePublishSettingsFile "<myPublishSettingFileName>.publishsettings”
      
  4. Führen Sie dieses Cmdlet aus, um das aktuelle Abonnement für die Sitzung auf Ihr Abonnement festzulegen und um das aktuelle Speicherkonto anzugeben.

    PS C:\> Set-AzureSubscription –SubscriptionName "<mySubscriptionName>" -CurrentStorageAccount "<myStorageAccount>"
    
    
  5. Führen Sie dieses Cmdlet aus, um die Datenträger anzufügen. Fügen Sie so viele Datenträger an, wie für die ausgewählte Größe des virtuellen Computers erforderlich. In diesem Beispiel werden fünf Datenträger angefügt, was der für die Größe A6 erforderlichen Anzahl von Datenträgern entspricht.

    Wenn Sie bereits einen oder mehrere Datenträger über das Windows Azure-Verwaltungsportal hinzugefügt haben, müssen Sie keine LUN (Nummer der logischen Einheit) angeben, da den einzelnen Datenträgern von Windows Azure die jeweils nächste verfügbare LUN zugewiesen wird.

    PS C:\> Get-AzureVM –ServiceName "<mysvc>" -Name "<myVM>" |
        Add-AzureDataDisk –CreateNew –DiskSizeInGB 1023 –HostCaching None –DiskLabel "<myVM-d1>" –LUN 0 |
        Add-AzureDataDisk –CreateNew –DiskSizeInGB 1023 –HostCaching None –DiskLabel "<myVM-d2>" –LUN 1 |
        Add-AzureDataDisk –CreateNew –DiskSizeInGB 1023 –HostCaching None –DiskLabel "<myVM-d3>" –LUN 2 |
        Add-AzureDataDisk –CreateNew –DiskSizeInGB 1023 –HostCaching None –DiskLabel "<myVM-d4>" –LUN 3 |
        Add-AzureDataDisk –CreateNew –DiskSizeInGB 1023 –HostCaching None –DiskLabel "<myVM-d5>" –LUN 4 |
        Update-AzureVM
    
    
  6. Überprüfen Sie, ob die Datenträger erfolgreich angefügt wurden. Dazu können Sie den Status mithilfe einer Protokolldatei überwachen.

    So überprüfen Sie, ob die Datenträger erfolgreich angefügt wurden

    1. Stellen Sie mithilfe von Remotedesktop eine Verbindung mit dem virtuellen Computer her.

    2. Suchen Sie den Ordner C:\Programme\Microsoft SQL Server\DwIaas\Log. Wenn Sie die letzte Protokolldatei in diesem Ordner öffnen, bevor Sie Datenträger angefügt haben, wird an deren Ende eine mit der folgenden vergleichbare Meldung angezeigt.

      Es wird darauf gewartet, dass ein neuer LEERER Datenträger mit 1023 GB angefügt wird…; 0 von 5 erkannt.

      Jedes Mal, nachdem ein weiterer Datenträger angefügt wurde, wird am Ende der Protokolldatei eine neue Meldung angezeigt.

      Es wird darauf gewartet, dass ein neuer LEERER Datenträger mit 1023 GB angefügt wird…; 1 von 5 erkannt.
      Es wird darauf gewartet, dass ein neuer LEERER Datenträger mit 1023 GB angefügt wird…; 2 von 5 erkannt.
      Es wird darauf gewartet, dass ein neuer LEERER Datenträger mit 1023 GB angefügt wird…; 3 von 5 erkannt.
      Und so weiter.
    3. Nachdem alle Datenträger angefügt sind, werden die Data Warehousing-Optimierungen durch den virtuellen Computer konfiguriert. Fahren Sie fort mit Schritt 2: Überprüfen, ob die Data Warehousing-Optimierungen erfolgreich abgeschlossen wurden.

Schritt 2: Überprüfen, ob die Data Warehousing-Optimierungen erfolgreich abgeschlossen wurden

Nachdem alle Datenträger angefügt sind, werden die SQL Server Data Warehousing-Optimierungen vom virtuellen Computer automatisch konfiguriert. Warten Sie, bis die Konfiguration abgeschlossen ist. Normalerweise dauert der Vorgang 5 bis 10 Minuten, kann aber auch 30 Minuten beanspruchen, wenn Windows Azure stark ausgelastet ist.

noteHinweis
Sie sollten sich erst wieder bei SQL Server anmelden, nachdem die Data Warehousing-Optimierungen erfolgreich abgeschlossen wurden.

So überprüfen Sie die Optimierungen

  1. Stellen Sie mithilfe von Remotedesktop eine Verbindung mit dem virtuellen Computer her.

    So stellen Sie über Remotedesktop eine Verbindung her

    1. Öffnen Sie das Windows Azure-Verwaltungsportal.

    2. Klicken Sie auf VIRTUELLE COMPUTER.

    3. Wenn Ihr virtueller Computer nicht hervorgehoben dargestellt ist, klicken Sie an einer anderen Stelle als der Namensspalte darauf, um ihn hervorzuheben.

    4. Klicken Sie unten im Fenster für virtuelle Computer auf das Symbol VERBINDEN.

    5. Sie werden im Windows Azure-Verwaltungsportal aufgefordert, eine RDP-Datei zu öffnen oder zu speichern. Klicken Sie auf Öffnen. Dadurch wird eine Remotedesktopverbindung mit dem virtuellen Computer gestartet.

    6. Geben Sie an der Remotedesktop-Anmeldeaufforderung Ihr Kennwort ein, um sich anzumelden.

  2. Überprüfen Sie, ob auf dem Desktop des virtuellen Computers eine zweite Verknüpfung angezeigt wird. Dies deutet darauf hin, dass die Optimierungen abgeschlossen sind. Beide Verknüpfungen auf dem Desktop sind Links zur Dokumentation auf MSDN.

  3. Um sicherzustellen, dass die Optimierungen erfolgreich abgeschlossen wurden, zeigen Sie die Datei Summary.txt im Ordner Programme\Microsoft Sql Server\DwIaas\Log an. In der Datei Summary.txt sollte Final result: Passed angezeigt werden, was darauf hinweist, dass die Optimierungen erfolgreich abgeschlossen wurden. Das folgende Beispiel zeigt einige Zeilen aus der Datei Summary.txt. Die Informationen werden in dieselbe Datei ConfigDWDetail.txt geschrieben, in der auch das Anfügen der Datenträger protokolliert wurde.

    Summary.txt (Auszug)

    Endergebnis: Erfolgreich
    Startzeit: 17-09-2013 01:54:02
    Beendigungszeit: 17-09-2013 01:59:34
    Angeforderte Aktion: ConfigureDwIaasVm
    XML-Konfigurationsdatei: C:\Programme\Microsoft SQL Server\DwIaas\DwIaasConfigGeneral.xml
    Ausführliche Protokolldatei: C:\Programme\Microsoft SQL Server\DwIaas\Log\17-09-2013-01-54- 02\ConfigDWDetail.txt
  4. Wenn Summary.txt einen Fehler enthält oder bei der Ausführung der Optimierungen ein Fehler auftritt, muss dieser behoben werden, bevor SQL Server auf dem virtuellen Computer verwendet werden kann. Die einfachste Möglichkeit, nach einem Fehler eine Wiederherstellung auszuführen, besteht darin, den virtuellen Computer und die Datenträger zu löschen und erneut zu beginnen. Alternativ können Sie versuchen, den Fehler zu beheben, ohne von vorne zu beginnen.

    So beheben Sie einen Fehler

    1. Starten Sie den virtuellen Computer neu.

    2. Stellen Sie mithilfe von Remotedesktop eine Verbindung mit dem virtuellen Computer her.

    3. Öffnen Sie auf dem virtuellen Computer ein PowerShell-Fenster, und führen Sie das Skript C:\Programme\Microsoft SQL Server\DwIaas\ConfigDWIaasVM.ps1 aus.

    4. Falls sich der Fehler dadurch nicht beheben lässt, stellen Sie den virtuellen Computer mithilfe des PowerShell-Skripts New-AzureSqlDWIaasVM bereit, wodurch der Bereitstellungsprozess automatisiert und die Datenträger angefügt werden. Anweisungen finden Sie unter Bereitstellen von SQL Server auf einem virtuellen Computer für Data Warehousing.

Schritt 3: Deaktivieren der geografischen Replikation

Legen Sie die geografische Replikation unter Verwendung des Speicherkontos, mit dem Sie die Datenträger angefügt haben, auf AUS fest. Der geografisch redundante Speicher ist bei allen bestehenden Speicherkonten, die derzeit in einer Produktionsumgebung eingesetzt werden, standardmäßig aktiviert.

So deaktivieren Sie die geografische Replikation

  1. Öffnen Sie das Windows Azure-Verwaltungsportal.

  2. Klicken Sie in den Windows Azure-Menüelementen auf Speicher.

  3. Klicken Sie im Fenster Speicher unter der Spalte Name auf den Namen Ihres Speicherkontos.

  4. Klicken Sie im Fenster mit dem Speicherkonto in den Menüelementen am oberen Fensterrand auf Konfigurieren.

  5. Suchen Sie in den Konfigurationseinstellungen die Einstellung GEOGRAFISCHE REPLIKATION, und klicken Sie auf AUS.

Weitere Informationen finden Sie in den Hinweisen zum Deaktivieren der geografischen Replikation im Windows Azure-Portal zu Ihren Konten.

Schritt 4: Verwenden des optimierten Data Warehouse

Gratulation – Jetzt können Sie Ihr optimiertes Data Warehouse nutzen. Empfehlungen dazu, wie Sie optimale Ergebnisse erzielen, finden Sie unter SQL Server Data Warehousing auf virtuellen Windows Azure-Computern.

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