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Bereit für die Migration zu SQL Server auf Azure-Virtuellen Computern

Letzte Aktualisierung: März 2014

Dieses Thema enthält Richtlinien und Empfehlungen für die Migration zu SQL Server auf Azure-Virtuellen Computern:

Beim Planen der Migration wird empfohlen, dass Sie mehrere Schlüsselfaktoren wie Kosten, Geschäfts- und technische Anforderungen, den Zeitrahmen und sämtliche Tests berücksichtigen, die im Lauf des Migrationsprozesses erforderlich sind. Die Kostenfrage ist eines der wichtigsten Themen, die geklärt werden müssen, und es wird empfohlen, es früh im Entscheidungs- und Planungsprozess zu behandeln, wenn über die Migration einer lokalen Datenbank oder Anwendung zu Azure nachgedacht wird. Es wird empfohlen, den Azure-Preisrechner für virtuelle Computer zu nutzen, um die monatlichen Kosten schätzen, welche die Verwendung von Azure-Virtuellen Computern mit sich bringt. Als allgemeine Migrationsanleitung für Azure sollten Sie die Artikel im Handbuch Migrieren von datenorientierten Anwendungen zu Azure lesen.

Außerdem haben Sie die Möglichkeit, das Microsoft Assessment and Planning (MAP) Toolkit zu nutzen. Das MAP Toolkit ist ein Bestands-, Bewertungs- und Berichterstellungstool, mit dessen Hilfe Sie die aktuelle IT-Infrastruktur bewerten und die richtigen Microsoft-Technologien für Ihren IT-Bedarf festlegen können. Das MAP Toolkit erfasst Bestands- und Leistungsdaten von Computern, die Sie für die Virtualisierung in Betracht ziehen, und gibt Empfehlungen für die Kapazitäts- und Bewertungsplanung. Sie können folgende Berichte und Assistenten verwenden, die mit dem MAP Toolkit für die Azure-Plattform generiert werden können:

  • Bereitschaftsbericht für virtuelle Azure-Computer: stellt eine Zusammenfassung der Microsoft Windows Server- und Linux-Computer bereit, die für die Migration in einen virtuellen Azure-Computer ausgewertet werden sollen.

  • Kapazitätsbericht für virtuelle Azure-Computer: stellt eine Zusammenfassung der geschätzten Ressourcenverwendungs- und Größenanpassungsanforderungen für die Migration der physischen und virtuellen Server in virtuelle Azure-Computer bereit.

Ausführliche schrittweise Anleitungen finden Sie in der Bewertung der Bereitschaft und Kapazität von Azure-Virtuellen Computern.

Beim Planen der Migration sollten Sie die Größe der verfügbaren Images von virtuellen Computer und unterstützten SQL Server-Editionen in Azure berücksichtigen. Die Abrechnung für SQL Server auf Azure-Virtuellen Computern hängt von der gewählten Größe des virtuellen Computers und von der Lizenzierung von SQL Server ab. Die folgende Tabelle enthält die unterstützten Versionen und die Lizenzierungsüberlegungen für SQL Server in einem virtuellen Azure-Computer:

 

Bei Bereitstellung eines eigenen virtuellen Computers

Bei Erstellung eines virtuellen Computer mithilfe des Plattformimages

Unterstützte SQL Server-Versionen auf dem Azure-Virtuellen Computer

SQL Server 2008, SQL Server 2008 R2, SQL Server 2012, SQL Server 2012 SP1 und SQL Server 2014, alle Editionen

SQL Server 2008 R2 Service Pack 2 Enterprise, Standard und Web

SQL Server 2012 Service Pack 1 Enterprise, Standard, Web und Data Warehousing

SQL Server 2014 Enterprise, Standard, Web und Data Warehousing

Wichtiger Hinweis: Zusätzliche Versionen und Editionen von SQL Server sind in Planung. Melden Sie sich beim Azure-Verwaltungsportal an, um alle unterstützten Versionen und Editionen von SQL Server anzuzeigen.

SQL Server- Lizenz

Migrieren Sie Ihre eigene Lizenz mithilfe von Lizenzmobilität über Software Assurance für Azure in Azure, um SQL Server auf einem virtuellen Azure-Computer auszuführen. Darüber hinaus werden Ihnen die Azure-Server- und -Speicherkosten berechnet. Informationen darüber, wie Sie die lizenzierte Kopie von SQL Server erwerben, finden Sie unter Erwerben von SQL Server.

Sie zahlen den Minutensatz für das SQL Server-Plattformimage einschließlich der Windows Server-Lizenzierungskosten. Darüber hinaus werden Ihnen die Azure-Server- und -Speicherkosten berechnet.

Wenn Sie einen virtuellen Computer erstellen, indem Sie ein Plattformimage verwenden, können Sie verschiedene Größen des virtuellen Computers auswählen. Für SQL Server-Arbeitsauslastungen wird empfohlen, mindestens eine mittlere Größe des virtuellen Computers zu verwenden. Die aktuellen Informationen zu den unterstützten Größen von virtuellen Computern, SQL Server Editionen, Sätzen und Lizenzierung von Azure-Virtuellen Computern finden Sie unter Größen von virtuellen Computern für Azure und Preisdetails für virtuelle Computer.

Wenn Sie beabsichtigen, ein SQL Server-Plattformimage zu verwenden, um einen virtuellen Computer in Azure zu erstellen, müssen Sie sicherstellen, dass Sie alle Abhängigkeiten von Funktionen ändern, die nicht vom über die Plattform bereitgestellten SQL Server-Image unterstützt werden. Möglicherweise bestehen Unterschiede zwischen der SQL Server-Installation im Plattformimage und dem lokalen SQL Server. Ausführliche Informationen zu den unterstützten Konfigurationseinstellungen und Komponenten in der Installation des SQL Server-Plattformimages finden Sie unter Configuration of the platform provided SQL Server virtual machine images.

SQL Server auf Azure-Virtuellen Computern bietet Ihnen einen einfachen Migrationspfad, wenn Sie die Anwendungen und Datenbanken unverändert in die Cloud und in der Cloud verschieben möchten.

Die folgende Tabelle enthält eine Liste mit möglichen Migrationspfaden, die Sie bei der Migration von einem lokalen Speicherort in die Cloud oder innerhalb der Cloud nutzen können:

 

Quellserver Zielserver Migrationsbeschreibung

SQL Server 2008, 2008 R2, 2012, 2012 SP1, 2014 (lokal)

SQL Server-Plattformimage in Azure

In diesem Migrationspfad können Sie entweder den Bereitstellungs-Assistenten in SQL Server Management Studio oder den manuellen Vorgang verwenden, der im Folgenden erläutert ist:

Hinweis: Wenn Sie ein Upgrade auf SQL Server 2014 aus älteren Versionen von SQL Server ausführen, müssen Sie ggf. die erforderlichen Änderungen berücksichtigen. Es wird empfohlen, im Rahmen des Migrationsprojekts alle Abhängigkeiten von Funktionen zu ermitteln, die durch die neue Version von SQL Server nicht unterstützt werden. Weitere Informationen zu den unterstützten Editionen und Szenarien finden Sie unter Upgrade auf SQL Server.

SQL Server 2008, 2008 R2, 2012, 2012 SP1, 2014 (lokal)

Windows Server-Plattformimage in Azure

In diesem Migrationspfad können Sie folgende Schritte ausführen:

Virtueller Computer in Azure

Virtueller Computer in Azure

In diesem Migrationspfad können Sie Ihre vorhandenen Datenbanken und Schemas von einem virtuellen Quellcomputer zu einem virtuellen Zielcomputer in Azure migrieren. Dieser Fall kann unter den folgenden Umständen auftreten:

  • Sie erstellen einen virtuellen Computer, indem Sie das Plattformimage der SQL Server Evaluation Edition verwenden, und der Evaluierungszeitraum ist abgelaufen.

  • Sie möchten Ihre Datenbanken aus anderen geschäftlichen Gründen auf einen anderen virtuellen Computer verschieben.

Weitere Informationen finden Sie unter Migrieren von SQL Server-Datenbankdateien und -Schema zwischen virtuellen Azure-Computern mit Datenträgern.

Sie können die virtuellen Computer in Azure über das Verwaltungsportal oder die Cmdlets REST API oder PowerShell verwalten. Weitere Informationen dazu, wie REST und PowerShell mit Azure verwendet werden, finden Sie unter Azure-Dienstverwaltungs-API-Referenz und Azure-Verwaltungs-Cmdlets in der MSDN-Bibliothek.

Wenn Sie einen virtuellen SQL Server-Computer in Azure erstellen möchten, indem Sie Azure-PowerShell-Cmdlets verwenden, finden Sie weitere Informationen unter Verwenden von PowerShell zum Einrichten eines virtuellen SQL Server-Computers in Azure. Sie können die neueste Version von Azure-PowerShell von GitHubherunterladen.

Standardmäßig wird unter Azure die gesamte Betriebssystem- und SQL Server 2012-Software im Betriebssystemlaufwerk (C:) abgelegt. Es wird empfohlen, keine Daten im temporären Speicherlaufwerk (D:) zu speichern, weil es nicht dauerhaft ist. Weitere Informationen zu bewährten Methoden für die Konfiguration von SQL Server auf virtuellen Azure-Computern finden Sie unter Important recommendations for SQL Server configuration.

Siehe auch

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