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Versionsverwaltung für die Azure-Speicherdienste

Letzte Aktualisierung: Mai 2014

Die Microsoft Azure-Speicherdienste unterstützen mehrere Versionen. Um eine Anforderung für die Speicherdienste auszuführen, müssen Sie die für diesen Vorgang gewünschte Version angeben, sofern die Anforderung nicht anonym ist.

Die aktuelle Version der Azure-Speicherdienste lautet 2014-02-14. Diese Version sollte wann immer möglich verwendet werden. Eine Liste aller anderen unterstützten Versionen und Informationen zu deren Verwendung finden Sie unter Azure Storage Services Versions 2013-08-15 and Earlier.

Version 14.02.2014 weist folgende Änderungen auf:

  • Beim neuen Microsoft Azure-Dateidienst können virtuelle Computer, die in einem Microsoft Azure-Rechenzentrum ausgeführt werden, ein freigegebenes Dateisystem mit dem SMB-Protokoll einbinden und unter Verwendung standardmäßiger Windows-Datei-APIs auf das Dateisystem zugreifen. Da mehrere virtuelle Computer (oder in einem Cloud-Dienst ausgeführte Rollen) gleichzeitig an diese Dateisysteme angefügt werden können, sind Sie in der Lage, persistente Daten einfach zwischen verschiedenen Rollen und Instanzen freizugeben. Die REST-API des Dateisystems ist mit der API des BLOB-Diensts vergleichbar und bietet neben den Windows-Datei-APIs eine zusätzliche Möglichkeit für den Dateizugriff. Weitere Informationen finden Sie unter File Service REST API.

  • SAS (Shared Access Signatures) unterstützen zusätzlich zum SignedVersion (sv)-Parameter jetzt auch den api-version-Parameter. Mithilfe dieser Parameter kann gesteuert werden, welche Version der Speicherdienste zum Authentifizieren und Autorisieren einer Anforderung und welche Version zum Ausführen des API-Vorgangs verwendet wird. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Mit einer SAS authentifizierte Anforderungen weiter unten.

Auf welche Weise Sie die Version der für eine Anforderung zu verwendenden Speicherdienste angeben, richtet sich danach, wie die Anforderung authentifiziert wird. In den folgenden Abschnitten werden die Authentifizierungsoptionen beschrieben. Außerdem erfahren Sie, wie die Dienstversion für die einzelnen Optionen angegeben wird:

  1. Anforderungen, für die ein Shared Key oder Shared Key Lite verwendet wird. Um eine Anforderung mit einem Shared Key/Shared Key Lite zu authentifizieren, müssen Sie den x-ms-version-Header in der Anforderung übergeben. Beim BLOB-Dienst können Sie die Standardversion für alle Anforderungen angeben, indem Sie Festlegen von Blob-Diensteigenschaften aufrufen.

  2. Anforderungen, für die eine SAS (Shared Access Signature) verwendet wird. Sie können zwei Versionsoptionen für eine SAS angeben. Falls angegeben, definiert der optionale api-version-Header, welche Dienstversion zum Ausführen des API-Vorgangs verwendet werden soll. Der SignedVersion (sv)-Parameter gibt die Dienstversion an, die zum Autorisieren und Authentifizieren der mit der SAS ausgeführten Anforderung verwendet werden soll. Wenn der api-version-Header nicht angegeben wird, gibt der Wert des SignedVersion (sv)-Parameters auch die zum Ausführen des API-Vorgangs zu verwendende Version an.

  3. Anforderungen, für die der anonyme Zugriff verwendet wird. Beim anonymen Zugriff auf den BLOB-Dienst wird keine Version übergeben. Die Heuristik, mit der die für die Anforderung zu verwendende Version ermittelt wird, ist weiter unten beschrieben.

Um eine Anforderung mit einem Shared Key/Shared Key Lite zu authentifizieren, geben Sie den x-ms-version-Header in der Anforderung an. Der Wert des x-ms-version-Anforderungsheaders muss im Format YYYY-MM-DD angegeben werden. Beispiel:

Request Headers:
x-ms-version: 2014-02-14

Die folgenden Regeln geben an, wie Anforderungen, für die ein Shared Key/Shared Key Lite verwendet wird, ausgewertet werden, um die für die Verarbeitung der Anforderung verwendete Version zu ermitteln.

  • Wenn eine Anforderung über einen gültigen x-ms-version-Header verfügt, verwendet der Speicherdienst die angegebene Version. Bei sämtlichen Anforderungen an den Tabellen- und Warteschlangendienst, in denen keine SAS verwendet wird, muss ein x-ms-version-Header angegeben werden. Für alle Anforderungen an den BLOB-Dienst, in denen keine SAS verwendet wird, muss ein x-ms-version-Header angegeben werden, wenn keine Standardversion festgelegt wurde (siehe Beschreibung unten).

  • Wenn eine Anforderung an den BLOB-Dienst keinen x-ms-version-Header aufweist, der Kontobesitzer jedoch mit Festlegen von Blob-Diensteigenschaften eine Standardversion festgelegt hat, wird die angegebene Standardversion für die Anforderung verwendet.

Eine unter Verwendung von Version 2014-02-14 generierte SAS unterstützt zwei Versionsoptionen:

  • Durch den api-version-Abfrageparameter wird die REST-Protokollversion definiert, die zum Verarbeiten einer unter Verwendung der SAS ausgeführten Anforderung verwendet werden soll.

  • Der SignedVersion (sv)-Abfrageparameter definiert die SAS-Version, die für die Authentifizierung und Autorisierung verwendet werden soll.

Der SignedVersion-Abfrageparameter wird für die Authentifizierung und Autorisierung verwendet, wenn ein Client eine Anforderung unter Verwendung der SAS ausführt. Authentifizierungs- und Autorisierungsparameter wie si, sr, sp, sig, st, se, tn, spk, srk, epk und erk werden alle unter Verwendung von Version 2014-02-14 interpretiert.

REST-Protokollparameter wie rscc, rscd, rsce, rscl und rsct werden mithilfe der im api-version-Parameter bereitgestellten Version erzwungen. Wenn der api-version-Header nicht angegeben ist, wird die für SignedVersion bereitgestellte Dienstversion verwendet.

Beachten Sie, dass der api-version-Parameter kein Teil der StringToSign-Zeichenfolge in der Authentifizierung ist, wie unter Erstellen des SAS (Shared Access Signature)-URIs beschrieben.

In der folgenden Tabelle wird das Versionsschema erläutert, das vom Dienst für die Authentifizierung und Autorisierung sowie zum Aufrufen des REST-Protokolls verwendet wird, wenn der SignedVersion-Parameter auf Version 2014-02-14 oder höher festgelegt ist.

 

Wert des api-version-Parameters Für die Authentifizierung und Autorisierung verwendete Version Für das Protokollverhalten verwendete Version

Nicht angegeben

Im sv-Parameter angegebene Version

Im sv-Parameter angegebene Version

Beliebige gültige Speicherdienstversion im Format XXXX-XX-XX

Im sv-Parameter angegebene Version

Gültige Speicherdienstversion XXXX-XX-XX

Beispiel 1

Mit der folgenden Beispielanforderung wird List Blobs mit sv=2014-02-14 und ohne den api-version-Parameter aufgerufen.

https://myaccount.blob.core.windows.net/mycontainer?restype=container&comp=list&sv=2014-02-14&si=readpolicy&sig=a39 %2BYozJhGp6miujGymjRpN8tsrQfLo9Z3i8IRyIpnQ%3d

In diesem Fall wird die Anforderung vom Dienst mit Version 2014-02-14 authentifiziert und autorisiert. Außerdem wird der Vorgang mit Version 2014-02-14 ausgeführt.

Beispiel 2

Mit der folgenden Beispielanforderung wird List Blobs mit sv=2014-02-14 und dem api-version-Parameter aufgerufen.

https://myaccount.blob.core.windows.net/mycontainer?restype=container&comp=list&sv=2014-02-14&si=readpolicy&sig=a39 %2BYozJhGp6miujGymjRpN8tsrQfLo9Z3i8IRyIpnQ%3d&api-version=2012-02-12

Hier wird die Anforderung vom Dienst mit Version 2014-02-14 authentifiziert und autorisiert, und der wird Vorgang mit Version 2012-02-12 ausgeführt.

noteHinweis
Die REST-Protokollversion wird von der .NET/-Speicherclientbibliothek (im api-version-Parameter) immer auf die Version festgelegt, auf der die Bibliothek basiert.

Wenn in einer Anforderung an den BLOB-Dienst kein x-ms-version-Header angegeben ist und für den Dienst auch keine Standardversion mit Festlegen von Blob-Diensteigenschaften festgelegt wurde, wird die früheste Version des BLOB-Diensts zum Verarbeiten der Anforderung verwendet. Wenn der Container jedoch mit einem Set Container ACL-Vorgang unter Verwendung von Version 2009-09-19 oder früher veröffentlicht wurde, wird die Anforderung mit Version 2009-09-19 verarbeitet.

Siehe auch

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