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Übersicht über die SQL Server-Wartungsinstallation

Sie können eine beliebige vorhandene SQL Server 2008 R2-Komponente mit einem SQL Server 2008 R2-Wartungsupdate aktualisieren. Wenn die Versionsebene einer vorhandenen Komponente von SQL Server 2008 R2 neuer ist als die Versionsebene des Updates, schließt das Setupprogramm diese Komponente von der Aktualisierung aus.

Beim Installieren von SQL Server 2008 R2-Updates gelten die folgenden Überlegungen:

  • Alle Features, die zu einer Instanz von SQL Server gehören, müssen gleichzeitig aktualisiert werden. Wenn Sie beispielsweise Database Engine (Datenbankmodul) aktualisieren, müssen Sie auch die Analysis Services-Komponente und die Reporting Services-Komponente aktualisieren, sofern diese als Teil derselben Instanz von SQL Server installiert sind. Freigegebene Features wie Verwaltungstools, Business Intelligence Development Studio und SQL Server Integration Services müssen stets mit dem aktuellen Update aktualisiert werden. Wenn eine Komponente oder Instanz in der Featurestruktur nicht ausgewählt ist, wird die Komponente oder Instanz nicht aktualisiert.

  • Standardmäßig werden die SQL Server 2008 R2-Aktualisierungsprotokolldateien unter %Programme%\Microsoft SQL Server\100\Setup Bootstrap\LOG\ gespeichert.

  • Sie können ein Slipstream-Update mit den Originalmedien durchführen, um die ursprünglichen Medien und das Update gleichzeitig auszuführen. Weitere Informationen finden Sie unter SQL-Serverupdate per Slipstream.

  • Es wird empfohlen, vor dem Ausführen eines SQL Server 2008 R2-Wartungsupdates eine Sicherung Ihrer Daten in Erwägung zu ziehen.

  • SQL Server-Updates stehen über Microsoft Update zur Verfügung. Es wird empfohlen, regelmäßig nach Updates zu suchen, damit Ihre Instanz von SQL Server stets aktuell und sicher ist.

  • Beim Aktualisieren einer parallel mit einer SQL Server 2008-Instanz installierten SQL Server 2008 R2-Instanz gelten die folgenden Überlegungen.

    • Wenn Sie eine Instanz von SQL Server 2008 R2 und eine Instanz von SQL Server 2008 parallel installiert haben, müssen Sie die entsprechenden Updates zu jeder Version herunterladen und installieren.

    • Wenn Sie eine Instanz von SQL Server 2008 R2 mit einer Instanz von SQL Server 2008 parallel installieren, werden die freigegebenen Komponenten auf SQL Server 2008 R2 aktualisiert. Wenn Sie später die Instanz von SQL Server 2008 R2 deinstallieren, müssen Sie dennoch Updates von SQL Server 2008 R2 für die freigegebenen Komponenten herunterladen und installieren.

    • SQL Server 2008 R2 Setup schließt die Installation der Setupunterstützungsdateien für SQL Server 2008 ein, auch wenn auf dem gleichen Computer keine Instanz von SQL Server 2008 vorhanden ist. Es ist daher eine empfohlene Vorgehensweise, Updates für SQL Server 2008 herunterzuladen, um die Setupunterstützungsdateien für SQL Server 2008 auf dem neuesten Stand zu halten.

Weitere Informationen finden Sie unter Anwenden eines SQL Server 2008-Updates auf eine Failoverclusterinstanz in der Microsoft Knowledge Base.

Der empfohlene erforderliche Speicherplatz beträgt etwa das 2,5-fache der Paketgröße, um das Paket installieren, herunterladen und extrahieren zu können.

Nach dem Installieren von SP1 können Sie das heruntergeladene Paket entfernen. Die temporären Dateien werden automatisch entfernt.

In diesem Abschnitt wird die SQL Server 2008 R2-Installation für kumulierte Updates und Service Packs einschließlich der folgenden Themen beschrieben:

  • Vorbereiten einer Installation von SQL Server 2008 R2-Updates

  • Installieren von SQL Server 2008 R2-Updates

  • Neustarten von Diensten und Anwendungen

Vorbereiten einer Installation von SQL Server 2008 R2-Updates

Es wird dringend empfohlen, dass Sie wie folgt vorgehen, bevor Sie SQL Server 2008 R2-Updates installieren:

  • Sichern der SQL Server-Systemdatenbanken – Sichern Sie vor der Installation von SQL Server 2008 R2-Updates die Datenbanken master, msdb und model. Durch die Installation von SQL Server 2008 R2-Updates werden diese Datenbanken geändert. Sie werden damit inkompatibel mit früheren Versionen von SQL Server 2008 R2. Sicherungen dieser Datenbanken sind erforderlich, wenn Sie SQL Server 2008 R2 ohne diese Updates erneut installieren möchten.

    Das Sichern der Benutzerdatenbanken ist ebenfalls empfehlenswert.

Wichtiger HinweisWichtig

Wenn Sie Updates auf Instanzen von SQL Server anwenden, die Teil einer Replikationstopologie sind, müssen Sie vor dem Anwenden der Updates die replizierten Datenbanken zusammen mit den Systemdatenbanken sichern.

  • Sichern der Datenbanken, der Konfigurationsdatei und des Repositorys von Analysis Services – Vor dem Aktualisieren einer Instanz von Analysis Services sollten Sie Folgendes sichern:

    • Analysis Services-Datenbanken. Standardmäßig sind diese unter C:\Programme\Microsoft SQL Server\MSAS10_50\<Instanz-ID>\OLAP\Data\ installiert. Für die WOW-Installation ist der Standardpfad C:\ProgramFiles (x86) \Microsft SQL Server\MSAS10_50 \<INSTANCEID>\OLAP\Data\.

    • Die Analysis Services-Konfigurationseinstellung in der Konfigurationsdatei msmdsrv.ini. Standardmäßig befindet sich diese im Verzeichnis C:\Programme\Microsoft SQL Server\MSAS10_50\<Instanz-ID>\OLAP\Config\ .

    • (Optional) Die Datenbank, die das Analysis Services-Repository enthält. Dieser Schritt ist nur erforderlich, wenn Analysis Services für die Verwendung der Decision Support Objects (DSO)-Bibliothek konfiguriert wurde.

HinweisHinweis

Ohne eine Sicherung der Datenbanken, der Konfigurationsdatei und des Repositorys von Analysis Services ist es nicht möglich, eine aktualisierte Instanz von Analysis Services auf die vorherige Version zurückzusetzen.

  • Überprüfen des freien Speicherplatzes für die Systemdatenbanken – Falls die automatische Vergrößerungsoption für die Systemdatenbanken master und msdb nicht aktiviert ist, muss für jede dieser Datenbanken mindestens 500 KB Speicherplatz verfügbar sein. Führen Sie die gespeicherte Systemprozedur sp_spaceused für die Datenbanken master und msdb aus, um zu überprüfen, ob die Datenbanken über genügend Speicherplatz verfügen. Falls der nicht zugeordnete Speicherplatz in einer der Datenbanken weniger als 500 KB beträgt, sollten Sie die Datenbank vergrößern. Weitere Informationen finden Sie unter "Erweitern einer Datenbank" in der SQL Server-Onlinedokumentation.

  • Beenden von Diensten und Anwendungen – Um einen möglichen Neustart des Systems zu vermeiden, beenden Sie vor dem Installieren von SQL Server 2008 R2-Updates alle Anwendungen und Dienste, die Verbindungen mit zu aktualisierenden Instanzen von SQL Server herstellen. Dazu gehören SQL Server Management Studio und Business Intelligence Development Studio.

HinweisHinweis

In einer Failoverclusterumgebung können Sie keine Dienste beenden. Weitere Informationen hierzu finden Sie weiter unten in diesem Thema im Abschnitt zur Failoverclusterinstallation.

  • Damit der Computer nach der Installation des Updates nicht neu gestartet werden muss, zeigt das Setup eine Liste der Prozesse an, die Dateien sperren. Wenn das Setupprogramm für das Update während der Installation einen Dienst beenden muss, wird der Dienst nach Abschluss der Installation neu gestartet.

  • Wenn vom Setup festgestellt wird, dass Dateien während der Installation blockiert werden, müssen Sie den Computer möglicherweise nach dem Fertigstellen der Installation erneut starten. Gegebenenfalls werden Sie aufgefordert, den Computer neu zu starten.

Installieren von SQL Server R2-Updates

In diesem Abschnitt wird der Installationsvorgang beschrieben.

Wichtiger HinweisWichtig

   SQL Server 2008 R2-Updates müssen unter einem Konto installiert werden, das über Administratorprivilegien auf dem Computer verfügt, auf dem diese installiert werden.

Starten eines SQL Server R2-Updates

Um ein SQL Server 2008 R2-Update zu installieren, führen Sie die selbst extrahierende Paketdatei aus.

Kumuliertes Updatepaket (CU): SQLServer2008R2-KBxxxxxx -PPP.exe

Service Pack-Paket (PCU): SQLServer2008R2<SP> -KBxxxxxx-PPP.exe

PPP gibt die spezifische Plattform an.

Informationen zum Anwenden von Updates auf Komponenten von SQL Server 2008 R2, die Teil eines Failoverclusters sind, finden Sie im Abschnitt zur Failoverclusterinstallation. Weitere Informationen über das Ausführen einer Updateinstallation im unbeaufsichtigten Modus finden Sie unter Vorgehensweise: Installieren von SQL Server 2008 R2 (Setup).

SQL-Serverupdate per Slipstream

Slipstreaming ist der Vorgang der Integration eines SQL Server 2008 R2-Updates mit den ursprünglichen Installationsmedien, sodass die ursprünglichen Medien und das Update gleichzeitig installiert werden. Beim Ausführen der ursprünglichen Version von SQL Server 2008 R2-Setup, wird das Setupprogramm auf den lokalen Computer kopiert und die lokale Kopie erneut ausgeführt. Aus diesem Grund wird, sobald eine höhere Version von Setup auf dem Computer vorhanden ist, das aktualisierte Setup ausgeführt.

Das Slipstreaming wird in den folgenden Szenarien unterstützt:

  • Ursprüngliche Medien und kumuliertes Update

  • Ursprüngliche Medien und Service Pack

  • Ursprüngliche Medien, Service Pack und kumulatives Update

Abhängig von der Anzahl der Computer, auf denen Sie die Updates bereitstellen möchten, gibt es zwei Methoden, wie Sie ein Update mit Slipstreaming durchführen können. Für SQL Server Express sind Service Packs bereits in den Downloadpaketen enthalten. Sie können jedoch ein kumuliertes Update mit den ursprünglichen Medien von SQL Server Express mittels Slipstreaming integrieren.

Option 1:

Diese Option wird empfohlen, wenn das Upgrade auf wenigen Computern ausgeführt wird.

  1. Installieren Sie die folgenden erforderlichen Voraussetzungen für SQL Server 2008 R2.

    • Microsoft Windows Installer 4.5

    • Microsoft .NET Framework 3.5 Service Pack 1

      HinweisHinweis

      Auf der IA-64-Plattform wird .NET Framework 3.5 nicht unterstützt und .NET Framework 2.0 SP2 ist erforderlich. Sie müssen .NET Framework 2.0 SP2 vom Quellmedium installieren, da .NET Framework 2.0 SP2 im Microsoft Download Center nicht verfügbar ist. .NET Framework 2.0 SP2 befindet sich im folgenden Ordner des Quellmediums:

      Laufwerkbuchstabe:\ia64\redist\2.0\NetFx20SP2_ia64.exe

  2. Laden Sie das Service Pack und das kumulative Update für das Slipstreaming herunter. Wählen Sie das entsprechende Sprach- bzw. Architekturpaket für Ihre Umgebung aus. Service Packs müssen sowohl mit der Sprache als auch mit der Architektur übereinstimmen. Kumulative Updates sind für alle Sprachen geeignet.

  3. Doppelklicken Sie auf das Service Pack, um die Setup-Unterstützungsdateien für SQL Server 2008 R2 zu installieren. Um zu überprüfen, ob das aktualisierte Setup installiert wurde, suchen Sie bei Betriebssystemen, die älter als Windows Vista sind, in der Systemsteuerung mithilfe der Option Software nach dem Eintrag "Unterstützungsdateien für SQL Server 2008-Setup". Unter Windows Vista oder höheren Versionen von Windows kann der Eintrag in der Systemsteuerung mithilfe des Elements Programme und Funktionen angezeigt werden.

  4. Extrahieren Sie den Inhalt der einzelnen Pakete, indem Sie an der Eingabeaufforderung das folgende Skript ausführen:

    <Name des PCU- oder CU-Pakets>.exe /x:<Stamm des Pfads zum Speicherort für die extrahierten Dateien>\<PCU | CU>

    HinweisHinweis

    Der Name des Pakets verfügt über das folgende Format:

    PCU: SQLServer2008SP2<SP>-<KB-Artikel>-<Architektur>-<Sprache>.exe

    CU: SQLServer2008R2-<KB-Artikel>-<Architektur>.exe

    Der Architekturplatzhalter steht für die unterschiedlichen Hardwareplattformen. Er kann beispielsweise für einen der folgenden Ordner stehen:

    x86

    x64

    IA64

    Führen Sie beispielsweise folgende Befehle aus, um den Inhalt des Service Packs (PCU) zu extrahieren:

    SQLServer2008R2<SP>- KB123456-IA64.exe /x:c:\MyUpdate\PCU

    SQLServer2008<SP>- KB123456-x64.exe /x:c:\MyUpdate\PCU

    SQLServer2008<SP>- KB123456-x86.exe /x:c:\MyUpdate\PCU

    Wenn Sie ein CU einschließen möchten, das auf dem PCU basiert, extrahieren Sie die CU-Pakete nach C:\MeinUpdate\CU.

  5. Starten Sie das SQL Server 2008 R2-Setupprogramm, und geben Sie den Pfad für die Dateien des Service Packs und des kumulativen Updates mithilfe des /PCUSource-Parameters und des /CUSource-Parameters an. Ein Pfad, der auf dem in Schritt 4 angegebenen extrahierten Speicherort basiert, lautet beispielsweise folgendermaßen:

    Setup.exe /PCUSource = c:\MyUpdate\PCU /CUSource= c:\MyUpdate\CU
    
    HinweisHinweis

    Wenn Sie SQL Server in WOW64 per Slipstream einbeziehen, müssen Sie einen der folgenden Schritte ausführen:

    • Um das Installationscenter zu überspringen, geben Sie in der Befehlszeile den /Action-Parameter und den /x86-Parameter an.

    • Alternativ können Sie auf der Seite Optionen im Installationscenter die Option x86 auswählen.

Option 2:

Diese Option wird beim Ausführen eines gepatchten Setups auf zahlreichen Computern oder in großen Bereitstellungen empfohlen. Außerdem wird diese Option empfohlen, wenn ein Administrator dieses gepatchte Setup Benutzern zur Verfügung stellen möchte. Zusätzlich wird empfohlen, einen vollständigen Test auszuführen, bevor diese Option anderen Benutzern zur Verfügung gestellt wird. Diese Option wird in den folgenden Szenarien unterstützt:

  • Ursprüngliche Medien und kumuliertes Update

  • Ursprüngliche Medien und Service Pack

  • Ursprüngliche Medien, Service Pack und kumulatives Update

  1. Laden Sie das Service Pack und das optionale kumulative Update für das entsprechende Service Pack herunter, mit dem die ursprünglichen Mediendateien aktualisiert werden sollen. Sie müssen das Service Pack und die Updates für alle Plattformen (x86, x64 und IA-64) herunterladen, da die ursprünglichen Medien die Dateien für sämtliche Plattformen enthalten. Beispielsweise müssen Sie entweder drei Pakete herunterladen, um die ursprünglichen Medien und nur das Service Pack zusammenzuführen, oder sechs Pakete, um die ursprünglichen Medien, das Service Pack und das kumulative Update zusammenzuführen.

  2. Extrahieren Sie den Inhalt der einzelnen Pakete, indem Sie an der Eingabeaufforderung das folgende Skript ausführen:

    <Name des PCU- oder CU-Pakets>.exe /x:<Stamm des Pfads zum Speicherort für die extrahierten Dateien>\<PCU | CU>

    HinweisHinweis

    Der Name des Pakets verfügt über das folgende Format:

    PCU: SQLServer2008SP2<SP>-<KB-Artikel>-<Architektur>-<Sprache>.exe

    CU: SQLServer2008R2<SP>-<KB-Artikele>-<Architektur>.exe

    Der Architekturplatzhalter steht für die unterschiedlichen Hardwareplattformen. Er kann beispielsweise für einen der folgenden Ordner stehen:

    x86

    x64

    IA64

    Führen Sie beispielsweise folgende Befehle aus, um den Inhalt des Service Packs (PCU)-Pakets zu extrahieren:

    SQLServer2008R2<SP>- KB123456-IA64.exe /x:c:\MyUpdate\PCU

    SQLServer2008R2<SP>- KB123456-x64.exe /x:c:\MyUpdate\PCU

    SQLServer2008R2<SP>- KB123456-x86.exe /x:c:\MyUpdate\PCU

    Mit dem vorherigen Befehl werden die drei Architekturen in einem Ordner zusammengeführt. Wenn Sie ein CU einschließen möchten, das auf dem PCU basiert, extrahieren Sie die Pakete des kumulativen Updates nach C:\MeinUpdate\CU.

  3. Kopieren Sie den Inhalt der SQL Server 2008-DVD in einen lokalen Ordner, beispielsweise SQLServer2008RTM.

  4. Um die Dateien in den ursprünglichen Installationsmedien zu aktualisieren, kopieren Sie die Datei SQLSupport.msi von C:\MeinUpdate\PCU\<Architektur>\<Architektur>\Setup\<Sprache LCID>\sqlsupport.msi nach C:\SQLServer2008RTM\Architektur\Setup\sqlsupport.msi. Stellen Sie sicher, dass Sie die Datei Sqlsupport.msi für alle Architekturen kopieren.

    HinweisHinweis

    Verwenden Sie stattdessen die Dateien im extrahierten Ordner des kumulativen Updates, wenn zusätzlich ein Paket des kumulativen Updates per Slipstreaming integriert wird.

  5. Kopieren Sie die Dateien Setup.exe und Setup.rll aus dem Ordner C:\MeinUpdate\PCU\ in den Stammordner mit den Quellmedien von der DVD.

    HinweisHinweis

    Verwenden Sie stattdessen die Dateien im extrahierten Ordner des kumulativen Updates, wenn zusätzlich ein Paket des kumulativen Updates per Slipstreaming integriert wird.

  6. Um die Dateien in den ursprünglichen Installationsmedien zu aktualisieren, kopieren Sie alle Dateien ohne die Ordner und ohne die Datei Microsoft.SQL.Chainer.PackageData.dll aus dem Ordner C:\MeinUpdate\PCU\<Architektur>\<Architektur> in den Ordner C:\SQLServer2008RTM\.

    HinweisHinweis

    Verwenden Sie stattdessen die Dateien im extrahierten Ordner des kumulativen Updates, wenn zusätzlich ein Paket des kumulativen Updates per Slipstreaming integriert wird.

  7. Starten Sie das Programm setup.exe unter C:\SQLServer2008R2, und geben Sie die Werte für den /PCUSource-Parameter und den /CUSource-Parameter an. Beispielsweise C:\SQLServer2008RTM\Setup.exe /PCUSource=c:\MeinUpdate\PCU /CUSource= c:\MeinUpdate\CU.

Hinweis    Wenn Sie den Ordner zur Benutzerinstallation in einer Freigabe speichern, legen Sie den /PCUSource-Parameter und den /CUSource-Parameter auf einen UNC-Pfad fest.

Slipstream des Express Core Service Packs mit kumulativem Update:

  1. Installieren Sie die folgenden erforderlichen Voraussetzungen für SQL Server 2008 R2. Express

    • Microsoft Windows Installer 4.5

    • Microsoft .NET Framework 2.0 Service Pack 2

    HinweisHinweis

    .NET 2.0 SP2 ist nicht öffentlich verfügbar, sodass Sie stattdessen .NET 3.5 SP1 installieren müssen.

  2. Laden Sie das SQL Server Express-Hauptpaket und das kumulative Update für das Slipstreaming herunter. Wählen Sie die Ihrer Umgebung entsprechende Sprache bzw. Architektur von SQL Server Express aus. Die kumulativen Updates sind für alle Sprachen geeignet.

  3. Extrahieren Sie den Inhalt des kumulativen Updatepakets, indem Sie an der Eingabeaufforderung das folgende Skript ausführen:

    <Name des CU-Pakets>.exe /x:<Stamm des Pfads zum Speicherort für die extrahierten Dateien>\<CU>

    HinweisHinweis

    Der Name des Pakets verfügt über das folgende Format:

    CU: SQLServer2008R2-<KB-Artikel>-<Architektur>.exe

    Der Architekturplatzhalter steht für die unterschiedlichen Hardwareplattformen. Er kann beispielsweise für einen der folgenden Ordner stehen:

    x86

    x64

    Führen Sie beispielsweise folgende Befehle aus, um den Inhalt des kumulativen Updatepakets zu extrahieren:

    SQLServer2008R2-KB123456-IA64.exe /x:c:\MyUpdate\CU

    SQLServer2008R2-KB123456-x64.exe /x:c:\MyUpdate\CU

    SQLServer2008R2-KB123456-x86.exe /x:c:\MyUpdate\CU

  4. Starten Sie das SQL Server 2008 R2-Setupprogramm, und geben Sie den Pfad für die Dateien des Service Packs und des kumulativen Updates mithilfe des /CUSource-Parameters an.

    HinweisHinweis

    Für SQL Server Express wird nur der /CUSource-Parameter unterstützt.

Sie können ein Update auf eine nicht konfigurierte vorbereitete Instanz von SQL Server anwenden, ohne die Konfiguration der vorbereiteten Instanz abzuschließen. Die drei Methoden für die Anwendung eines Updates auf eine vorbereitete Instanz von SQL Server werden im Folgenden erklärt:

  • Kombinieren eines Updates mit SysPrep, um mittels Slipstream eine vorbereitete Instanz von SQL Server zu erstellen:

    Sie können ein Image vorbereiten und das letzte verfügbare Update durch das Verbinden der /Aktion = PrepareImage-, /CUSOURCE- und /PCUSOURCE-Parameter einschließen.

  • Aktualisieren einer zuvor vorbereiteten Instanz von SQL Server

    Updates für eine vorbereitete Instanz können vor der Konfiguration angewendet werden. Das Updatepaket erkennt, dass die Instanz im vorbereiteten Status ist und wendet den Patch für die vorbereitete Instanz an, ohne die Konfiguration abzuschließen.

  • Updates für eine vorbereitete Instanz mittels Microsoft Update:

    Sie können Updates auf eine vorbereitete Instanz von SQL Server mittels Microsoft Updates anwenden. Das Microsoft Update-Updatepaket erkennt, dass die Instanz im vorbereiteten Status ist, und wendet den Patch für die vorbereitete Instanz an, ohne die Konfiguration abzuschließen.

Wenn Sie ein vorbereitetes Image von SQL Server aktualisieren, müssen Sie den InstanceID-Parameter angeben. Weitere Informationen und eine Beispielsyntax finden Sie unter Installieren von Updates an der Eingabeaufforderung.

Die Aktualisierung einer abgeschlossenen und konfigurierten Instanz von SQL Server wendet die gleichen Prozesse an wie jede andere installierte Instanz von SQL Server.

Anwenden eines SQL Server 2008 R2-Updates auf eine Failoverclusterinstanz

Weitere Informationen über das Installieren von Updates für einen SQL Server 2008 R2-Failovercluster finden Sie unter Anwenden eines SQL Server 2008-Updates auf eine Failoverclusterinstanz in der Microsoft Knowledge Base.

Neuerstellen eines SQL Server 2008 R2-Failoverclusterknotens

Führen Sie die folgenden Schritte aus, wenn Sie einen Knoten im Failovercluster nach der Anwendung von Updates neu erstellen müssen:

  1. Erstellen Sie den Knoten im Failovercluster neu. Weitere Informationen zum Neuerstellen eines Knotens finden Sie unter "Vorgehensweise: Wiederherstellen bei einem Failoverclusterfehler in Szenario 1" in der SQL Server-Onlinedokumentation.

  2. Führen Sie das ursprüngliche SQL Server 2008 R2-Setupprogramm aus, um SQL Server 2008 R2 auf dem Failoverclusterknoten zu installieren.

  3. Führen Sie das Setup für SQL Server 2008 R2-Updates auf dem hinzugefügten Knoten aus.

Neustarten von Diensten und Anwendungen

Nach Abschluss des Setups werden Sie möglicherweise aufgefordert, den Computer neu zu starten. Nach dem Neustart des Systems oder nach Abschluss des Setups ohne erforderlichen Neustart können Sie den Knoten Services in der Systemsteuerung verwenden, um die Dienste neu zu starten, die Sie vor dem Anwenden der SQL Server 2008 R2-Updates beendet haben. Dazu gehören Dienste wie Distributed Transaction Coordinator und die Microsoft Search-Dienste oder entsprechende instanzenspezifische Dienste.

Starten Sie die Anwendungen erneut, die Sie vor dem Ausführen des Setups für das SQL Server 2008 R2-Update beendet haben. Es ist auch sinnvoll, sofort nach der erfolgreichen Installation eine weitere Sicherung der aktualisierten Datenbanken master, msdb und model zu erstellen.

Deinstallieren von SQL Server 2008 R2-Updates

Kumulative Updates für SQL Server 2008 R2 oder Service Packs können in der Systemsteuerung mithilfe der Option Programme und Funktionen deinstalliert werden. Die kumulativen Updates werden einzeln aufgelistet. Wenn jedoch ein Service Pack installiert wird, das höher als die kumulativen Updates ist, werden die Einträge der kumulativen Updates ausgeblendet und stehen nur zur Verfügung, wenn das Service Pack deinstalliert wird.

Um alle Service Packs und Updates zu deinstallieren, müssen Sie mit dem aktuellen Update oder Service Pack, das auf die Instanz von SQL Server angewendet wurde, beginnen und anschließend die niedrigeren Versionen deinstallieren. In den folgenden Beispielen verfügt SQL Server zum Schluss über das kumulative Update 1, nachdem die Deinstallation der anderen Service Packs und Updates abgeschlossen wurde:

  • Bei einer Instanz von SQL Server 2008 R2, auf der das kumulative Update 1 und SP1 installiert sind, müssen Sie SP1 deinstallieren.

  • Bei einer Instanz von SQL Server 2008 R2, auf der das kumulative Update 1, SP1 und das kumulative Update 2 installiert sind, deinstallieren Sie zunächst das kumulative Update 2 und anschließend SP1.

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