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SELECT (Transact-SQL)

Ruft Zeilen aus der Datenbank ab und ermöglicht die Auswahl einer oder vieler Zeilen oder Spalten aus einer Tabelle oder aus zahlreichen Tabellen in SQL Server. Die vollständige Syntax der SELECT-Anweisung ist komplex, die Hauptklauseln können jedoch wie folgt zusammengefasst werden:

[ WITH <common_table_expression>]

SELECT select_list [ INTO new_table ]

[ FROM table_source ] [ WHERE search_condition ]

[ GROUP BY group_by_expression ]

[ HAVING search_condition ]

[ ORDER BY order_expression [ ASC | DESC ] ]

Die Operatoren UNION, EXCEPT und INTERSECT können zwischen Abfragen verwendet werden, um deren Ergebnisse in einem Resultset zu kombinieren oder zu vergleichen.

Gilt für: SQL Server (SQL Server 2008 bis aktuelle Version), Windows Azure SQL-Datenbank (Ursprüngliche Version bis aktuelle Version).

Themenlink (Symbol) Transact-SQL-Syntaxkonventionen

<SELECT statement> ::=  
    [WITH <common_table_expression> [,...n]]
    <query_expression> 
    [ ORDER BY { order_by_expression | column_position [ ASC | DESC ] } 
  [ ,...n ] ] 
    [ <FOR Clause>] 
    [ OPTION ( <query_hint> [ ,...n ] ) ] 
<query_expression> ::= 
    { <query_specification> | ( <query_expression> ) } 
    [  { UNION [ ALL ] | EXCEPT | INTERSECT }
        <query_specification> | ( <query_expression> ) [...n ] ] 
<query_specification> ::= 
SELECT [ ALL | DISTINCT ] 
    [TOP ( expression ) [PERCENT] [ WITH TIES ] ] 
    < select_list > 
    [ INTO new_table ] 
    [ FROM { <table_source> } [ ,...n ] ] 
    [ WHERE <search_condition> ] 
    [ <GROUP BY> ] 
    [ HAVING < search_condition > ] 

Da die SELECT-Anweisung relativ komplex ist, werden ausführliche Syntaxelemente und Argumente nach Klauseln zusammengefasst aufgeführt:

Die Reihenfolge der Klauseln in der SELECT-Anweisung ist wichtig. Jede der optionalen Klauseln kann ausgelassen werden. Wenn sie jedoch verwendet werden, müssen sie in der richtigen Reihenfolge stehen.

SELECT-Anweisungen sind in benutzerdefinierten Funktionen nur dann zulässig, wenn die Auswahllisten dieser Anweisungen Ausdrücke enthalten, die lokalen Variablen der Funktionen Werte zuweisen.

Ein mit der OPENDATASOURCE-Funktion als Servername konstruierter vierteiliger Name kann als Tabellenquelle überall dort verwendet werden, wo ein Tabellenname in einer SELECT-Anweisung vorkommen kann. Ein vierteiliger Name kann für Windows Azure SQL-Datenbank nicht angegeben werden.

Für SELECT-Anweisungen, die Remotetabellen einbeziehen, gelten einige Syntaxeinschränkungen.

Logische Verarbeitungsreihenfolge der SELECT-Anweisung

Die folgenden Schritte beschreiben die logische Verarbeitungs- oder Bindungsreihenfolge der SELECT-Anweisung. Diese Reihenfolge bestimmt, wann die in einem Schritt definierten Objekte in nachfolgenden Schritten für die Klauseln verfügbar gemacht werden. Wenn der Abfrageprozessor z. B. eine Bindung mit den in der FROM-Klausel definierten Tabellen oder Sichten herstellen (bzw. darauf zugreifen) kann, werden diese Objekte und die dazugehörigen Spalten für alle nachfolgenden Schritten verfügbar gemacht. Umgekehrt kann auf die in dieser Klausel definierten Spaltenaliase oder abgeleiteten Spalten nicht durch vorhergehende Klauseln verwiesen werden, da die SELECT-Klausel Schritt 8 ist. Allerdings kann durch nachfolgende Klauseln wie der ORDER BY-Klausel darauf verwiesen werden. Die tatsächliche physische Ausführung der Anweisung wird durch den Abfrageprozessor bestimmt, und die Reihenfolge kann von dieser Liste abweichen.

  1. from

  2. ON

  3. JOIN

  4. where

  5. GROUP BY

  6. WITH CUBE oder WITH ROLLUP

  7. HAVING

  8. SELECT

  9. DISTINCT

  10. ORDER BY

  11. TOP

Die Auswahl von Daten erfordert die Berechtigung SELECT für die Tabelle oder Sicht, die über einen höheren Bereich, beispielsweise über die Berechtigung SELECT für das Schema oder die Berechtigung CONTROL für die Tabelle, vererbt werden kann. Erfordert alternativ die Mitgliedschaft in der festen Datenbankrolle db_datareader bzw. db_owner oder in der festen Serverrolle sysadmin. Das Erstellen einer neuen Tabelle mit SELECTINTO erfordert auch die Berechtigungen CREATETABLE und ALTERSCHEMA für das Schema, das die neue Tabelle besitzt.

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