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TechED 2002 – Ein Rückblick mit Ausblick

Veröffentlicht: 30. Jul 2002 | Aktualisiert: 22. Jun 2004
Von Senaj Lelic

Für die austragende Stadt bedeutet Microsofts größte europäische Konferenz TechEd eine arge Umstellung: Die Bevölkerung wächst über Nacht um einige Tausend an und die Zahl der pro Kopf gelesenen Codezeilen erreicht ungeahnte Höhen. Was dieses Jahr in Barcelona unter dem Motto "Dive Deeper" geboten wurde, verrät Ihnen unser Konferenzbericht.

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Auf dieser Seite

.NET - Tipps und Hinweise zur Implementation .NET - Tipps und Hinweise zur Implementation
Java und .NET – friedliche Koexistenz Java und .NET – friedliche Koexistenz
XML Web Services – Alltag für den neuen Standard XML Web Services – Alltag für den neuen Standard
Mobility – Unterwegs verbunden Mobility – Unterwegs verbunden
Fazit – lernen bei Sommerlaune Fazit – lernen bei Sommerlaune

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Für Barcelona ging es dieses Jahr richtig glimpflich ab. Schließlich waren die Turbulenzen in der IT-Branche in den vergangenen Monaten massiv, was die Zahl der Teilnehmer von rund 7.000 im letzten Jahr auf knapp 5.500 in diesem Jahr gesenkt hat.

Das hat offensichtlich aber weder der Konferenz noch dem Austragungsort geschadet: Die Qualität der Vorträge war gemäß dem Motto "Dive Deeper" durchweg hoch und auch im nächsten Jahr findet die TechEd in Barcelona statt. Dies ist insofern beachtenswert, da Barcelona somit zum dritten Mal in den Genuss kommt, eine TechEd auszutragen. Das darf sicher als eine Auszeichnung gewertet werden.

.NET - Tipps und Hinweise zur Implementation

Umsonst nehmen 5.500 Teilnehmer nicht die Reise nach Barcelona auf sich. Die Damen und Herren wollen dafür auch Wissen mit nach Hause nehmen. Doch das wurde reichlich geboten. In rund 240 Sessions konnten sie sich über Microsoft-Technologien und Lösungen informieren – ganz gleich, ob Entwickler, Systemarchitekt, IT-Profi, Datenbankadministrator oder System Ingenieur. Für jeden Informationsbedarf war ein breites Angebot an Vorträgen vorhanden.

Die Vorträge deckten alle Microsoft Technologien und Produkte ab. Auffallend wenige Sessions gab es jedoch zu den Client-Produkten (Office, Visio, Project). Das überrascht vor allem vor dem Hintergrund, dass Project 2002 gerade auf den Markt gekommen war.

Nachdem zwei Jahre lang die Neuerungen und Vorteile von .NET und den damit verbundenen Technologien und Strategien ausführlich vorgestellt wurden, lag der Schwerpunkt dieser TechEd auf der Implementation im Alltag zusammen mit konkreten Tipps und Hinweisen. Mit rund 70 Sessions allein zu den Entwicklungstools wie dem .NET Framework oder Visual Studio .NET zeigte sich, was Microsoft wichtig war. Insofern war der Titel "Dive Deeper" der TechED passend gewählt.

Das deutete schon Jean-Philippe Courtois an, Senior Vice President und President von Microsoft Europe, Middle East und Afrika (EMEA). In seiner Keynote ging er auf die Implementation von Web Services ein und er stellte Visual J# .NET offiziell vor.

Java und .NET – friedliche Koexistenz

Interessant waren die teils hitzigen Diskussionen am Rand. Während Einigkeit über den Erfolg von .NET herrschte, waren sich die Teilnehmer uneins darüber, wann dieser Erfolg zu erwarten wäre.

Ein weiterer Diskussionsfaden galt der Stellung und Ausrichtung von .NET gegenüber Java. Der Tenor zu diesem Thema leitet sich aus dem Vorsprung von Java und der Zugkraft von .NET ab: Beide Technologien werden koexistieren, zumal Großunternehmen meist beides gleichzeitig einsetzen werden.

Kernaufgabe in der nächsten Zeit wird es daher sein, die beiden Technologien zu einer reibungslosen Zusammenarbeit zu bringen, also auch den Austausch von Daten zwischen diesen Plattformen zu ermöglichen. XML Web Services galten hierbei als Lösung erster Wahl.

XML Web Services – Alltag für den neuen Standard

Nach dem anfänglichen Trubel ist es um die XML Web Services stiller geworden. Zwar betonte die Keynote die Wichtigkeit und Relevanz von XML Web Services, jedoch ist auch hier nun die Phase der Implementation eingetreten, in der es darum geht, die Möglichkeiten und Grenzen der Technologie auszuloten.

Ferner geht es aber auch darum, die Schwachstellen als Basis für künftige Erweiterungen zu erkennen. Gerade hier macht Microsoft mit der GXA (Global XML Web services Architecture) einen weiteren Vorschlag, welcher die XML Web Services auf eine geschäftsfähige Plattform heben kann und soll.

Mobility – Unterwegs verbunden

Auch das Thema Mobility spielte eine Hauptrolle auf der TechEd 2002. Hier stand vor allem der Zugriff von jedem Client Gerät, PC, PocketPC, AutoPC, Handy auf jede Art von Softwarelösung im Mittelpunkt. Microsoft bietet für Entwickler mit dem Mobile Internet Toolkit und dem Compact Framework die Möglichkeit, sehr einfach Lösungen zu entwickeln, um alle Arten von Endgeräten zu integrieren.

Fazit – lernen bei Sommerlaune

Trotz des nicht immer perfekten Wetters kam in Barcelona nicht nur Sommerlaune auf; es wurde auch in großem Maße gelehrt, gelernt und diskutiert. Den Höhepunkt zumindest bezüglich der Laune bildete aber wie jedes Jahr die Abschlussparty, die in Barcelona im Palau St. Jordi stattfindet.

In Bezug auf die Technologien darf man gespannt sein, ob sich bis zur zehnten TechEd im nächsten Jahr das Verhältnis zwischen Java und .NET so eingestellt hat, wie auf der Konferenz vorausgesehen.


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