VERTRIEB: 1-800-867-1380

Lernprogramm: Herstellen einer Verbindung zwischen einer ASP.NET-Anwendung und SQL Server in Azure über das virtuelle Netzwerk

Letzte Aktualisierung: Februar 2014

Das Erstellen von Anwendungen, die sowohl Azure-Cloud-Dienste (Platform-as-a-Service) als auch virtuelle Computer in Azure (Infrastructure-as-a-Service) verwenden, ist für viele Unternehmen von zentraler Bedeutung. Bei virtuellen Computern in Azure migrieren Sie Ihre vorhandenen Serverarbeitsauslastungen und -anwendungen zu Azure, indem Sie virtuelle Computer bereitstellen und verwalten. Bei Azure Cloud Services können Sie Anwendungen mit mehreren Ebenen in Azure erstellen und ausführen, indem Sie die Cloud-Dienste (auch als gehostete Dienste bezeichnet) bereitstellen, die aus Web- und Workerrollen bestehen.

In diesem Lernprogramm wird veranschaulicht, wie Sie eine ASP.NET-Anwendung (einen Cloud-Dienst und eine Webrolle) über ein virtuelles Netzwerk in Azure auf einem virtuellen Computer in Azure mit SQL Server verbinden. Beim Erstellen eines virtuellen Computers in Azure ermöglicht Ihnen das Portal, die Einstellungen für das virtuelle Netzwerk festzulegen. Für Cloud-Dienste müssen Sie die Dienstkonfigurationsdateien verwenden, um den Cloud-Dienst unter einem bestimmten virtuellen Netzwerk in Azure bereitzustellen.

In diesem Lernprogramm lernen Sie Folgendes:

  1. Um dieses Lernprogramm auszuführen, installieren Sie Visual Studio auf dem lokalen Computer.

  2. Installieren Sie zusätzlich das Azure SDK für .NET Framework.

    • Um das Azure SDK für .NET zu installieren, klicken Sie auf den Azure-Downloadlink. Wählen Sie eine der Versionen aus, die der von Ihnen verwendeten Visual Studio-Version entspricht:

      Azure SDK für Visual Studio 2013

      Azure SDK für Visual Studio 2012

    • Sobald Sie aufgefordert werden, VWDOrVs2013AzurePack.2E2.2E2.exe oder VWDOrVs11AzurePack.2E2.2E2.exe auszuführen oder zu speichern, klicken Sie auf Ausführen.

    • Klicken Sie im Fenster Webplattform-Installer auf Installieren, und setzen Sie die Installation fort.

  3. (Optional) Wenn Sie dieses Lernprogramm in Ihrer lokalen Entwicklungsumgebung testen möchten, müssen Sie SQL Server auch auf dem lokalen Computer installieren.

Dieses Lernprogramm zielt darauf ab, ein dediziertes privates virtuelles Netzwerk in der Cloud zu erstellen. Dadurch wird sichergestellt, dass die interne IP-Adresse ("DIP-Directed IP") der virtuellen Computer gespeichert bleibt und sich auch nicht ändert, wenn ein virtueller Computer neu gestartet wird. Anhand der folgenden Schritte wird veranschaulicht, wie Sie ein neues virtuelles Netzwerk für Ihr Abonnement im Verwaltungsportal erstellen.

  1. Klicken Sie im linken Navigationsbereich auf NETZWERKE, und klicken Sie im unteren Bereich auf NEU. Klicken Sie dann auf VIRTUELLES NETZWERK und auf BENUTZERDEFINIERT ERSTELLEN.

  2. Geben Sie im Fenster Details zum virtuellen Netzwerk im Feld Name den Namen TestVirtualNetwork ein. Wählen Sie Region aus. Wählen Sie Neue Affinitätsgruppe erstellen aus. Geben Sie im Feld Affinitätsgruppenname den Namen TestAffinityGroup ein. Klicken Sie auf den Vorwärtspfeil, um den Vorgang fortzusetzen.

    Indem eine Affinitätsgruppe erstellt wird, kann Azure alle zu dieser Gruppe gehörenden Dienste so nah wie möglich zusammen in einem Rechenzentrum hosten. Dadurch können die Latenz reduziert, die Leistung gesteigert und u. U. Kosten eingespart werden. Wenn Sie ein virtuelles Netzwerk erstellen, können Sie entweder eine zuvor erstellte Affinitätsgruppe verwenden oder eine neue Gruppe erstellen. Wenn Sie eine vorhandene Affinitätsgruppe mit dem neuen virtuellen Netzwerk verwenden, werden alle zuvor bereitgestellten Cloud-Dienste der Affinitätsgruppe automatisch an einem Standort ausgeführt, der so nah wie möglich an dem anderer Cloud-Dienste liegt, die Sie im neuen virtuellen Netzwerk bereitstellen.

  3. Geben Sie im Dialogfeld DNS-Server und VPN-Konnektivität den DNS-Servernamen und die IP-Adresse ein, den bzw. die Sie verwenden möchten, z. B. TestDNSServer und 10.1.0.4. Aktivieren Sie nicht das Kontrollkästchen für Punkt-zu-Standort- oder Standort-zu-Standort-Verbindungen. In diesem Lernprogramm wird ein privates virtuelles Netzwerk in Azure erstellt, das nicht für standortübergreifende Verbindungen ausgelegt ist.

  4. Im Dialogfeld Virtuelle Netzwerkadressräume können Sie den privaten Adressraum für das neue virtuelle Netzwerk und die Subnetze erstellen. Der Adressraum muss ein privater Adressraum sein, der in CIDR-Schreibweise (gemäß RFC 1918) angegeben wird, z. B. 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12 oder 192.168.0.0/16. Geben Sie unter Adressraum die Ziffernfolge 10.4.0.0 als Start-IP und /16 als CIDR ein. Beachten Sie, dass alle Ressourcen, die Sie im virtuellen Netzwerk bereitstellen, eine IP-Adresse aus diesem Adressraum erhalten. Benennen Sie Subnet-1 in FrontEndSubnet mit der Start-IP10.4.2.0/24 um, und klicken Sie dann auf Subnetz hinzufügen. Klicken Sie unten rechts auf das Häkchen, um das virtuelle Netzwerk zu erstellen.

    Sie können mehrere Subnetze im Adressraum des virtuellen Netzwerks erstellen. Durch das Erstellen von Subnetzen erhalten Sie ein höheres Maß an Kontrolle über die Adressen, die den Cloud-Diensten zugewiesen sind, und über die im virtuellen Netzwerk bereitgestellten virtuellen Computer. Beim Erstellen komplexer Anwendungen auf der Azure-Plattform wird empfohlen, mehrere Subnetze im selben virtuellen Netzwerk einzurichten, z. B. ein Subnetz für die virtuellen IIS (Internetinformationsdienste)-Computer und ein anderes Subnetz für die virtuellen SQL Server-Computer.

    Die IP-Adressen des Subnetzes dürfen sich im virtuellen Netzwerk nicht überlappen.

  5. Der DNS-Server kann nach der Bereitstellung des virtuellen Netzwerks nicht geändert werden. Deshalb ist eine sorgfältige Planung für den DNS-Dienst besonders wichtig. Weitere Informationen zur Planung dieser Schritte finden Sie unter Übersicht über die Azure-Namensauflösung.

    Nachdem das virtuelle Netzwerk konfiguriert wurde, können Sie virtuelle Computer oder Cloud-Dienste bereitstellen. Ausführliche Informationen zum Einrichten eines virtuellen Netzwerks finden Sie unter dem Thema Konfigurieren eines virtuellen Netzwerks im Verwaltungsportal in der MSDN Library. Weitere Informationen zum Azure-Netzwerk und dessen Verwendungsszenarien finden Sie unter Virtuelles Netzwerk in Azure und Übersicht über virtuelle Computer in Azure in der MSDN Library.

In Azure scheinen die Datenbanken auf dem lokalen Datenträger des virtuellen Computers gespeichert zu sein, auf dem die SQL Server-Instanz ausgeführt wird. Im Hintergrund wird jeder dieser Datenträger in ein Azure-BLOB geschrieben. Azure verwendet das Speicherkonto als Container für die Datenträger. Anhand der folgenden Schritte wird verdeutlicht, wie Sie ein neues Speicherkonto im Verwaltungsportal erstellen.

  1. Nachdem Sie das virtuelle Netzwerk im Azure-Verwaltungsportal erstellt haben, klicken Sie in der linken Ecke des Bildschirms auf SPEICHER und dann auf +NEU.

  2. Klicken Sie auf Datendienste, auf Speicher und dann auf Schnellerfassung.

  3. Geben Sie teststorageaccount4u in das Feld URL ein, wählen Sie die gerade erstellte Affinitätsgruppe aus. Unter Replikation können Sie die für das Speicherkonto gewünschte Replikationsstufe auswählen. Wählen Sie in diesem Lernprogramm Lokal redundant aus. Klicken Sie dann auf das Kontrollkästchen SPEICHERKONTO ERSTELLEN.

Weitere Informationen zu Azure-Speicherkonten finden Sie unter Was ist ein Speicherkonto?.

Dieses Lernprogramm soll zeigen, wie Sie eine ASP.NET-Anwendung (eine Webrolle) über ein virtuelles Netzwerk in Azure auf einem virtuellen Computer in Azure mit SQL Server verbinden. In diesem Abschnitt wird veranschaulicht, wie ein virtueller SQL Server-Computer in der angegebenen Affinitätsgruppe und im virtuellen Netzwerk erstellt und konfiguriert wird.

  1. Klicken Sie im Azure-Verwaltungsportal unten links auf der Webseite auf +NEU, auf SERVER und dann auf VIRTUELLER COMPUTER, und klicken Sie anschließend aufAUS KATALOG.

  2. Wählen Sie das Image eines Virtuellen Computers aus, das SQL Server enthält, und klicken Sie unten rechts auf der Seite auf den Vorwärtspfeil.

  3. Geben Sie auf der Seite Konfiguration des virtuellen Computers folgende Informationen an:

    • Falls mehrere Imageversionen verfügbar sind, wählen Sie unter Veröffentlichungsdatum der Version die gewünschte Version aus.

    • Geben Sie unter NAME DES VIRTUELLEN COMPUTERS den Namen SQLVM ein. Wenn Sie im Azure-Portal auf den Namen eines virtuellen Computers klicken, um das zugehörige Dashboard zu öffnen, wird der Name des virtuellen Computers als Hostname angezeigt.

    • Wählen Sie die entsprechende GRÖSSE aus der Dropdownliste aus.

    • Geben Sie im Feld NEUER BENUTZERNAME einen eindeutigen Benutzernamen als lokalen Administrator ein.

    • Geben Sie im Feld NEUES KENNWORT ein sicheres Kennwort ein.

    • Geben Sie das Kennwort im Feld KENNWORT BESTÄTIGEN erneut ein.

  4. Geben Sie auf der Seite Konfiguration des virtuellen Computers folgende Informationen an:

    • Wählen Sie Eigenständiger Virtueller Computer aus.

    • Geben Sie im Feld DNS-NAME DES CLOUD-DIENSTS den ersten Teil eines DNS-Namens Ihrer Wahl ein, sodass er einen Namen im Format SQLVM2013.cloudapp.net vervollständigt.

    • Wählen Sie im Feld REGION/AFFINITÄTSGRUPPE/VIRTUELLES NETZWERK ein virtuelles Netzwerk aus, in dem das virtuelle Image gehostet wird. Wählen Sie in diesem Lernprogramm das zuvor erstellte TestVirtualNetwork aus.

    • Wählen Sie im Feld SPEICHERKONTO das zuvor erstellte Speicherkonto teststorageaccount4u aus.

    • Wenn Sie im vorangehenden Schritt das virtuelle Netzwerk TestVirtualNetwork ausgewählt haben, wird das erste, diesem virtuellen Netzwerk zugeordnete Subnetz standardmäßig im Feld VIRTUELLES NETZWERK – SUBNETZE angezeigt. Wenn Sie kein Subnetz für das virtuelle Netzwerk erstellt haben, wird das Feld VIRTUELLES NETZWERK – SUBNETZE im Bildschirm nicht angezeigt. Wählen Sie andernfalls das zuvor erstellte Subnetz TestSubnet aus.

    • Wählen Sie im Feld VERFÜGBARKEITSGRUPPE die Option (Keine) aus.

    • Klicken Sie auf den Vorwärtspfeil, um den Vorgang fortzusetzen.

    • Überprüfen Sie als Nächstes die neuen Endpunkte, die erstellt werden, um Verbindungen mit dem virtuellen Computer zuzulassen, z. B. über Remotedesktop oder einen Secure Shell (SSH)-Client. Außerdem können Sie jetzt Endpunkte hinzufügen oder später erstellen. Falls Sie Endpunkte später erstellen möchten, finden Sie weitere Informationen unter Einrichten der Kommunikation mit einem virtuellen Computer.

    • Lesen und akzeptieren Sie die rechtlichen Bedingungen.

    • Klicken Sie auf das Häkchen in der rechten unteren Ecke, um den Vorgang fortzusetzen.

  5. Azure erstellt den virtuellen Computer und konfiguriert die Einstellungen des Betriebssystems. Der Bereitstellungsprozess kann einige Minuten in Anspruch nehmen. Nachdem die Bereitstellung des virtuellen Computers von Azure abgeschlossen wurde, wird der Computer mit dem Status Wird ausgeführt im Azure-Verwaltungsportal angezeigt. Wenn der Status Angehalten lautet, klicken Sie auf Starten. Beim Erstellen eines virtuellen Computers wird ein Cloud-Dienst für Sie erstellt. Der Cloud-Dienst, der für den ersten Virtuellen Computer erstellt wird, wird erst im Verwaltungsportal angezeigt, wenn zusätzliche Virtuelle Computer mit dem ersten Computer verbunden werden. Azure legt den Namen dieses neuen Cloud-Diensts anhand des DNS-Namens fest, der auf der Seite Virtueller Computer – Modus eingegeben wurde.

  6. Klicken Sie im Azure-Verwaltungsportal auf den Namen des gerade erstellten virtuellen Computers SQLVM, um das zugehörige Dashboard zu öffnen.

  7. Notieren Sie die Interne IP-Adresse des virtuellen Computers. Diese wird später in der Verbindungszeichenfolge verwendet.

  8. Klicken Sie im unteren Menü auf Verbinden, und melden Sie sich über Remotedesktop (RDP) beim virtuellen Computer an. Verwenden Sie zur Anmeldung die Administratoranmeldeinformationen.

  9. Wenn Sie sich erstmalig bei diesem Virtuellen Computer anmelden, müssen möglicherweise eine Reihe von Prozessen abgeschlossen werden. Diese umfassen z. B. die Desktopeinrichtung, Windows-Updates und anfängliche Konfigurationstasks in Windows (sysprep). Nachdem "sysprep" abgeschlossen wurde, führt SQL Server-Setup die Konfigurationstasks aus. Sobald Sie über Windows-Remotedesktop mit dem Virtuellen Computer verbunden sind, funktioniert der Virtuelle Computer ähnlich wie jeder andere Computer. Sie können über SQL Server Management Studio (das auf dem virtuellen Computer ausgeführt wird) wie gewohnt eine Verbindung mit der Standardinstanz von SQL Server herstellen.

  10. Als Nächstes müssen Sie SQL Server für das Lauschen am TCP-Protokoll konfigurieren. Klicken Sie dazu auf Start | Alle Programme | Microsoft SQL Server | Konfigurationstools, und öffnen Sie SQL Server-Konfigurations-Manager. Beachten Sie, dass die mit Start | Alle Programme | Microsoft SQL Server ausgewählte SQL Server-Version der Version entsprechen sollte, die Sie beim Erstellen des virtuellen Computers ausgewählt haben.

  11. Erweitern Sie im SQL Server-Konfigurations-Manager im Konsolenbereich SQL Server-Netzwerkkonfiguration.

  12. Klicken Sie für den Instanznamen auf Protokolle. (Die Standardinstanz für MSSQLSERVER lautet Protokolle).

  13. Klicken Sie im Detailbereich mit der rechten Maustaste auf TCP. Für Katalogimages sollte das Protokoll standardmäßig auf Aktiviert festgelegt sein. Klicken Sie bei benutzerdefinierten Images auf Aktivieren (falls der Status Deaktiviert lautet).

  14. Klicken Sie im Konsolenbereich auf SQL Server-Dienste.

  15. Klicken Sie im Detailbereich mit der rechten Maustaste auf (den Instanznamen) SQL Server (die Standardinstanz ist SQL Server (MSSQLSERVER)), und klicken Sie dann auf Neustart, um die SQL Server-Instanz anzuhalten und neu zu starten.

  16. Anschließend müssen Sie für die Standardinstanz des Datenbankmoduls TCP-Ports in der Windows-Firewall öffnen. Klicken Sie dazu auf Start | Alle Programme | Verwaltung, und öffnen Sie Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit.

  17. Klicken Sie im linken Bereich von Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit mit der rechten Maustaste auf Eingehende Regeln, und klicken Sie dann im Aktionsbereich auf Neue Regel.

  18. Wählen Sie im Dialogfeld Regeltyp die Option Port aus, und klicken Sie anschließend auf Weiter.

  19. Wählen Sie im Dialogfeld Protokoll und Ports die Option TCP aus. Wählen Sie Bestimmte lokale Ports aus, und geben Sie dann die Portnummer der Datenbankmodul-Instanz (z. B. 1433 für die Standardinstanz) ein. Klicken Sie auf Weiter.

  20. Wählen Sie im Dialogfeld Aktion die Option Verbindung zulassen aus, und klicken Sie anschließend auf Weiter.

  21. Wählen Sie im Dialogfeld Profil die Optionen Domäne, Privat und Öffentlich aus, und klicken Sie dann auf Weiter.

  22. Legen Sie auf der Seite Name den Namen der eingehenden Regel auf SQLServerVM1Port fest, und klicken Sie anschließend auf Fertig stellen. Schließen Sie das Fenster Windows-Firewall mit erweiterter Sicherheit.

  23. Als Nächstes müssen Sie SQL Server für die Authentifizierung im gemischten Modus konfigurieren. Die Windows-Authentifizierung kann vom SQL Server-Datenbankmodul nicht ohne Domänenumgebung verwendet werden. Klicken Sie dazu auf Alle Programme | Microsoft SQL Server (Version), und klicken Sie dann auf SQL Server Management Studio.

  24. Geben Sie im Dialogfeld Verbindung mit Server herstellen für Servername den Hostnamen des virtuellen Computers ein, um über Objekt-Explorer eine Verbindung mit dem Datenbankmodul herzustellen. Wählen Sie Windows-Authentifizierung aus. Klicken Sie auf Verbinden.

  25. Klicken Sie im Objekt-Explorer von SQL Server Management Studio mit der rechten Maustaste auf den Namen der SQL Server-Instanz (den Namen des Virtuellen Computers), und klicken Sie dann auf Eigenschaften.

  26. Wählen Sie auf der Seite Sicherheit unter Serverauthentifizierung den SQL Server- und Windows-Authentifizierungsmodus aus, und klicken Sie auf OK.

  27. Klicken Sie im Objekt-Explorer mit der rechten Maustaste auf den Server, und klicken Sie dann auf Neustart.

  28. Als Nächstes müssen Sie einen Anmeldenamen für die SQL Server-Authentifizierung erstellen, um von einem anderen Computer eine Verbindung mit dem ersten Virtuellen Computer herzustellen. Erweitern Sie dazu im Objekt-Explorer von SQL Server Management Studio die Serverinstanz SQLVM, in der der neue Anmeldename erstellt werden soll. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Ordner Sicherheit, zeigen Sie auf Neu, und wählen Sie dann Anmelden aus.

  29. Geben Sie in das Dialogfeld Anmeldung – Neu auf der Seite Allgemein den Namen des neuen Benutzers sqlvmlogin in das Feld Anmeldename ein. Wählen Sie SQL Server-Authentifizierung aus. Geben Sie im Feld Kennwort ein Kennwort für den neuen Benutzer ein. Geben Sie im Feld Kennwort bestätigen das Kennwort erneut ein. Übernehmen Sie die Standardwerte der anderen Felder.

  30. Klicken Sie auf der Seite Serverrollen auf sysadmin, wenn dieser Anmeldename als SQL Server-Administrator festgelegt werden soll. Klicken Sie auf OK. Standardmäßig wird für Azure während des Setups des SQL Server-Virtuellen Computers die Windows-Authentifizierung ausgewählt. Daher wird die sa-Anmeldung deaktiviert und ein Kennwort durch das Setup zugewiesen. Um den Anmeldenamen sa zu verwenden, aktivieren Sie ihn und weisen ebenfalls ein neues Kennwort zu. Weitere Informationen finden Sie unter Ändern des Serverauthentifizierungsmodus.

  31. Klicken Sie im Objekt-Explorer von SQL Server Management Studio mit der rechten Maustaste auf den Namen der SQL Server-Instanz (den Namen des virtuellen Computers), und klicken Sie dann auf Verbindung trennen.

Erstellen Sie als Nächstes eine Beispieldatenbank, die von der ASP.NET-Anwendung verwendet wird.

  1. Klicken Sie im Objekt-Explorer von SQL Server Management Studio auf Verbinden, und klicken Sie dann auf Datenbankmodul.

  2. Geben Sie im Dialogfeld Verbindung mit Server herstellen für Servername den Hostnamen des virtuellen Computers SQLVM ein, um eine Verbindung mit dem Datenbankmodul herzustellen. Wählen Sie SQL Server-Authentifizierung aus. Geben Sie sqlvmlogin als Anmeldenamen und das oben festgelegte Kennwort ein. Klicken Sie auf Verbinden.

  3. Klicken Sie im Objekt-Explorer von SQL Server Management Studio mit der rechten Maustaste auf den Namen der SQL Server-Instanz (den Namen des virtuellen Computers), und klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf Neue Abfrage.

  4. Führen Sie die folgende Anweisung aus, um eine Beispieldatenbank zu erstellen.

    CREATE DATABASE TestDb;
    GO
    
  5. Wählen Sie unter Datenbanken die neue Datenbank TestDB aus. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datenbank TestDB, und öffnen Sie das Fenster Neue Abfrage. Führen Sie die folgenden Anweisungen aus, um zwei Zeilen in der Datenbank TestDB zu erstellen.

    CREATE TABLE Table1 (Col1 int primary key, Col2 varchar(20));
    GO
    INSERT INTO Table1 (Col1, Col2) VALUES (1, 'string1'), (2, 'string2');
    GO
    
    WarningWarnung
    Standardmäßig wird unter Azure die gesamte Betriebssystem- und SQL Server-Software im Betriebssystemlaufwerk (C:\) abgelegt. Zur Leistungsoptimierung wird empfohlen, Datenträger zum Speichern aller Daten- und Protokolldateien an den virtuellen Computer anzufügen. Zusätzlich wird empfohlen, keine Daten im temporären Speicherlaufwerk (D:\) zu speichern, da dieses nicht persistent ist. Weitere Informationen zum Anfügen von Datenträgern in Azure finden Sie unter Anfügen eines Datenträgers an einen virtuellen Computer. Weitere Informationen dazu, wie Sie die Standardspeicherorte neuer Daten- und Protokolldateien in SQL Server über SQL Server Management Studio ändern, finden Sie unter Anzeigen oder Ändern der Standardspeicherorte für Daten- und Protokolldateien.

In diesem Abschnitt erfahren Sie, wie Sie eine einfache ASP.NET-Anwendung auf dem lokalen Computer erstellen und sie für die Verbindung mit einer SQL Server-Datenbankinstanz auf einem virtuellen Azure-Computer konfigurieren. In diesem Beispiel wird das GridView-Steuerelement verwendet, mit dem Sie Datenbankdaten ohne Schreiben von Code einfügen, aktualisieren und löschen können.

  1. Klicken Sie in Visual Studio auf das Menü Datei, anschließend auf Neu, und wählen Sie Projekt aus.

  2. Wählen Sie im Dialogfeld Neues Projekt in der Liste Installierte Vorlagen die Option Azure-Cloud-Dienst für Visual C# oder Visual Basic aus.

  3. Geben Sie als Name die Zeichenfolge DataBinding ein, und klicken Sie auf OK.

  4. Wählen Sie im Dialogfeld Neuer Azure-Cloud-Dienst in der Liste .NET Framework-Rollen die Option ASP.NET-Webrolle aus, und klicken Sie dann auf den Pfeil, um sie der Liste Projektmappe für Azure-Cloud-Dienst hinzuzufügen. Klicken Sie auf OK. Wählen Sie in Visual Studio 2013 unter Neues ASP.NET-Projekt für WebRole die Option Web Forms aus. Klicken Sie dann auf OK.

  5. Klicken Sie in "Default.aspx" auf Entwurf, um zur Entwurfsansicht zu wechseln.

  6. Ziehen Sie das Steuerelement GridView unter Toolbox - Daten auf die Entwurfsoberfläche.

  7. Legen Sie im Fenster Eigenschaften von GridView die Option AutoGenerateDeleteButton und AutoGenerateEditButton auf true fest.

  1. Doppelklicken Sie im Projektmappen-Explorer im Projekt Webrolle auf Web.config.

  2. Ersetzen Sie in Web.config das vorhandene connectionStrings-Tag wie folgt, und ändern Sie es nach Bedarf:

    <connectionStrings>
        <add name="SQLServerinWAConnection" 
        connectionString="Data Source=tcp:SQLVMInternalIPAddress;Initial Catalog=TestDb;User ID=sqlvmlogin;Password=yourpassword;Encrypt=true;Trusted_Connection=false;TrustServerCertificate=true"
        providerName="System.Data.SqlClient" />
    </connectionStrings>
    
    Durch Festlegen von TrustServerCertificate auf true fordern Sie an, dass die Transportschicht zur Kanalverschlüsselung SSL verwendet und die Zertifikatkette umgangen wird, um die Vertrauenswürdigkeit zu überprüfen. Weitere Informationen finden Sie unter Verschlüsseln von Verbindungen zu SQL Server.

    WarningWarnung
    Aktualisieren Sie tcp:SQLVMInternalIPAdress anhand der internen IP-Adresse des neuen virtuellen Computers, z. B. tcp:10.4.2.4. Darüber hinaus sollten Sie sicherstellen, dass das Kennwort anhand des Kennworts aktualisiert wird, das Sie zuvor für den Anmeldenamen sqlvmlogin festgelegt haben.

    Wenn Sie das Azure-Projekt in einem virtuellen Netzwerk bereitstellen, muss die Namensauflösung zwischen Instanzen nicht verwaltet werden. Wenn Sie also eine Webrolle bereitstellen, die eine Verbindung mit einem SQL-Server herstellt, der auf einem virtuellen Computer im selben virtuellen Netzwerk ausgeführt wird, müssen Sie die IP-Adresse des SQL-Servers in der Datei Web.config angeben. Deshalb wird empfohlen, den virtuellen SQL Server-Computer zuerst zu erstellen, damit Sie die interne IP-Adresse des virtuellen Computers für die Webanwendung abrufen können.

  3. Um die IP-Adresse des virtuellen Computers abzurufen, melden Sie sich bei Verwaltungsportal an. Klicken Sie auf Virtuelle Computer. Klicken Sie auf den neuen virtuellen Computer SQLVM, um das zugehörige Dashboard zu öffnen. Kopieren Sie die interne IP-Adresse wie oben dargestellt in die Datei Web.config.

  4. Klicken Sie in Default.aspx auf Quelle, um zur Quellansicht zu wechseln.

  5. Fügen Sie das folgende Markup hinzu, um ein SqlDataSource-Steuerelement für die Verbindung im BodyContent-Tag der Quelldatei Default.aspx zu erstellen:

    <asp:SqlDataSource ID="SQLServerDataSource" runat="server" 
       ConnectionString="<%$ ConnectionStrings: SQLServerinWAConnection %>" 
       InsertCommand="INSERT INTO [Table1] ([Col1], [Col2]) VALUES (@Col1, @Col2)" 
       SelectCommand="SELECT * FROM [Table1]" 
       UpdateCommand="UPDATE [Table1] SET [Col2] = @Col2 WHERE [Col1] = @Col1"
       DeleteCommand="DELETE FROM [Table1] WHERE [Col1] = @Col1">
       <UpdateParameters>
          <asp:Parameter Name="Col2" Type="String" />
          <asp:Parameter Name="Col1" Type="Int32" />
       </UpdateParameters>
       <InsertParameters>
          <asp:formParameter Name="Col1" FormField="TextBox1" />
          <asp:formParameter Name="Col2" FormField="TextBox2" />
       </InsertParameters>
       <DeleteParameters>
          <asp:Parameter Name="Col1" Type="Int32" />
       </DeleteParameters>
    </asp:SqlDataSource>
    
    Dazu zählt die SELECT-, INSERT-, UPDATE- und DELETE-Logik für das Steuerelement.

  6. Wechseln Sie in Default.aspx zum Design-Modus. Klicken Sie auf das gerade hinzugefügte GridView-Steuerelement. Fügen Sie im Fenster Eigenschaften des GridView-Steuerelements dem Markup des GridView-Steuerelements die folgenden Attribute hinzu: DataSourceID="SQLServerDataSource" und DataKeyNames="Col1".

  7. Entwickler können ihre ASP.NET-Seiten gemäß den Anforderungen ihrer Anwendung frei entwerfen. Bei Verwendung von Visual Studio 2013 können Sie die Quelldatei Default.aspx in diesem Lernprogramm wie folgt ändern:

    <%@ Page Title="Home Page" Language="C#" MasterPageFile="~/Site.Master" AutoEventWireup="true" CodeBehind="Default.aspx.cs" Inherits="WebRole1._Default" %>
    
    <asp:Content ID="BodyContent" ContentPlaceHolderID="MainContent" runat="server">
    
        <div class="jumbotron">
            <h1>ASP.NET</h1>
            <p class="lead">ASP.NET is a free web framework for building great Web sites and Web applications using HTML, CSS, and JavaScript.</p>
            <p><a href="http://www.asp.net" class="btn btn-primary btn-large">Learn more &raquo;</a></p>
        </div>
    
        <div class="row">
            <div class="col-md-4">
                <h2>Getting started                
                </h2>
                <p>
                    ASP.NET Web Forms lets you build dynamic websites using a familiar drag-and-drop, event-driven model.
                A design surface and hundreds of controls and components let you rapidly build sophisticated, powerful UI-driven sites with data access.
                </p>
                <asp:GridView ID="GridView2" runat="server" AutoGenerateDeleteButton="True" AutoGenerateEditButton="True" DataKeyNames="Col1" DataSourceID="SQLServerDataSource">
                    </asp:GridView>
                
                <asp:SqlDataSource ID="SQLServerDataSource" runat="server" 
                    ConnectionString="<%$ ConnectionStrings: SQLServerinWAConnection %>" 
                    InsertCommand="INSERT INTO [Table1] ([Col1], [Col2]) VALUES (@Col1, @Col2)" 
                    SelectCommand="SELECT * FROM [Table1]" 
                    UpdateCommand="UPDATE [Table1] SET [Col2] = @Col2 WHERE [Col1] = @Col1"
                    DeleteCommand="DELETE FROM [Table1] WHERE [Col1] = @Col1">
                <UpdateParameters>
                    <asp:Parameter Name="Col2" Type="String" />
                    <asp:Parameter Name="Col1" Type="Int32" />
                </UpdateParameters>
                <InsertParameters>
                    <asp:formParameter Name="Col1" FormField="TextBox1" />
                    <asp:formParameter Name="Col2" FormField="TextBox2" />
                </InsertParameters>
                <DeleteParameters>
                    <asp:Parameter Name="Col1" Type="Int32" />
                </DeleteParameters>
    </asp:SqlDataSource>
            </div>
                 
        </div>
        </asp:Content>
    
    
    
  8. Fügen Sie der Datei Web.config das folgende Tag direkt nach dem <compilation>-Tag im <system.web>-Tag hinzu:

    <customErrors mode="Off"/>
    
    Dadurch wird sichergestellt, dass die Stapelüberwachung jeder Fehlermeldung beim Ausführen der Anwendung angezeigt wird.

  9. (Optionaler Schritt) Wenn Sie die Anwendung in der lokalen Entwicklungsumgebung testen möchten, führen Sie Visual Studio als Administrator aus. Stellen Sie dann sicher, dass die Verbindungszeichenfolge auf die lokale SQL Server-Datenbankinstanz zeigt. Bei lokalen Tests erstellen Sie die Beispieldatenbank und die Tabelle auf dem lokalen Server. Ersetzen Sie dann das <connectionStrings>-Tag in der Datei Web.config wie folgt.

    <connectionStrings>
        <add name="SQLServerinWAConnection" connectionString="Data Source=tcp:SQLVMInternalIPAddress;Initial Catalog=TestDb;User ID=sqlvmlogin;Password=yourpassword;Encrypt=true;Trusted_Connection=false;TrustServerCertificate=true"
        providerName="System.Data.SqlClient" />
        <add name="SQLServerLocalConnection" connectionString="Data Source=localhost;Initial Catalog=TestDb;Trusted_Connection=true"
        providerName="System.Data.SqlClient" />
    </connectionStrings>
    
    Zusätzlich aktualisieren Sie das ConnectingString-Attribut in der Quelldatei Default.aspx so, dass es auf den lokalen Server zeigt:

    ConnectionString="<%$ ConnectionStrings:SQLServerLocalConnection %>"
    
    Drücken Sie F5, um die Projektmappe auszuführen.

Sie können einen virtuellen Computer in einem virtuellen Azure-Netzwerk im Verwaltungsportal bereitstellen. Derzeit ist es jedoch nicht möglich, die Einstellungen des virtuellen Netzwerks für das Azure-Cloud-Dienstprojekt über das Portal festzulegen. Sie müssen die Netzwerkkonfigurationseinstellungen in der CSCFG-Datei des Azure-Bereitstellungspakets aktualisieren. In der Projektmappe gibt es zwei Dienstkonfigurationsdateien:

  • ServiceConfiguration.Cloud.csfg: Verwenden Sie diese Konfigurationsdatei, um die Anwendung für die Azure-Cloudbereitstellung festzulegen.

  • ServiceConfiguration.Local.csfg: Verwenden Sie diese Datei für die lokale Konfiguration, die zum Debuggen der Anwendung im Serveremulator verwendet werden kann.

  1. Um die Kommunikation zwischen der Webrolle und dem virtuellen SQL Server-Computer zu ermöglichen, müssen Sie die Webrolle für die Verbindung mit demselben virtuellen Netzwerk wie dem des virtuellen SQL Server-Computers konfigurieren. Dazu müssen Sie die Datei ServiceConfiguration.Cloud.cscfg aktualisieren. Erweitern Sie das Projekt DataBinding im Projektmappen-Explorer. Die Dienstkonfigurationsdateien sollten in Visual Studio direkt nach Rollen angezeigt werden. Öffnen Sie die Datei ServiceConfiguration.Cloud.cscfg, und fügen Sie das folgende NetworkConfiguration-Element direkt nach dem letzten Role-Tag hinzu.

    <NetworkConfiguration>
          <VirtualNetworkSite name="TestVirtualNetwork" />
          <AddressAssignments>
              <InstanceAddress roleName="WebRole1">
                 <Subnets>
                    <Subnet name="FrontEndSubnet" />
               </Subnets>
            </InstanceAddress>
       </AddressAssignments>
     </NetworkConfiguration>
    
    Wenn Sie in der Dienstkonfigurationsdatei in den Abschnitten für Elemente des virtuellen Netzwerks keine Werte angeben, wird der Cloud-Dienst nicht in einem virtuellen Netzwerk bereitgestellt. Weitere Informationen finden Sie unter NetworkConfiguration-Schema. Wenn Sie einen eigenen DNS-Server auf der Azure-Plattform bereitstellen, müssen Sie auch den DNS-Server für die Web-/Workerrolleninstanzen in der CSFG-Datei angeben.

    WarningWarnung
    Stellen Sie sicher, dass VirtualNetworkSite-Name und Subnetzname mit den Namen übereinstimmen, die Sie zuvor beim Erstellen des virtuellen Netzwerks verwendet haben.

  2. Nachdem Sie die Einstellungen in der Konfigurationsdatei festgelegt haben, öffnen Sie das Dialogfeld Rolleneigenschaft, um die zu verwendende Konfiguration auszuwählen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste im Projektmappen-Explorer auf WebRole1. Öffnen Sie das Fenster Eigenschaften von WebRole1. Wählen Sie Konfiguration aus. Wählen Sie im Feld Dienstkonfiguration die Option Cloud aus.

  3. Drücken Sie F6, um die Projektmappe zu erstellen.

    WarningWarnung
    Wenn sich die virtuellen Computer und Azure-Web-/Workerrollen im selben virtuellen Azure-Netzwerk befinden, führt dies zu niedrigerer Latenz und höherer Verbindungssicherheit.

In diesem Abschnitt veröffentlichen Sie eine Webanwendung unter Azure, indem Sie ein Paket in Visual Studio erstellen. Anschließend erstellen Sie auf der Grundlage des Pakets einen Cloud-Dienst im selben virtuellen Netzwerk, das Sie zuvor zum Erstellen eines virtuellen SQL Server-Computers verwendet haben.

  1. Um die Webanwendung unter Azure zu veröffentlichen, klicken Sie in Visual Studio im Projektmappen-Explorer mit der rechten Maustaste auf das DataBinding-Projekt und wählen Paket aus.

  2. Stellen Sie im Dialogfeld Azure-Anwendung verpacken sicher, dass Dienstkonfiguration auf Cloud und Buildkonfiguration auf Version festgelegt ist. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche Paket.

    WarningWarnung
    Wenn Sie eine Fehlermeldung erhalten, dass der vorhandene Ordner <Projektordner>\bin\Release\app.publish von Visual Studio nicht überschrieben werden kann, löschen Sie die vorhandenen Paketdateien manuell. Wiederholen Sie anschließend die beiden vorangehenden Schritte, um ein neues Paket zu erstellen.

  3. Melden Sie sich beim Verwaltungsportal an.

  4. Klicken Sie unten auf der Seite auf +NEU, wählen Sie SERVER, Cloud-Dienst und dann Benutzerdefiniert erstellen aus.

  5. Geben Sie im Fenster Cloud-Dienst erstellen den Namen DataBinding im Textfeld URL ein, wählen Sie TestAffinityGroup aus der Auswahlliste Region/Affinitätsgruppe aus, und aktivieren Sie die Option Jetzt ein Cloud-Dienstpaket bereitstellen. Klicken Sie auf den Vorwärtspfeil, um den Vorgang fortzusetzen.

  6. Geben Sie im Fenster Cloud-Dienst veröffentlichen einen Namen für die neue Bereitstellung ein (z. B. DataBinding). Navigieren Sie zum Speicherort der Paket- und Konfigurationsdatei (z. B. <Projektordner>\bin\Release\app.publish), und aktivieren Sie die Option Auch dann bereitstellen, wenn für eine oder mehrere Rollen nur eine Instanz vorhanden ist.

  7. Sie können das Kontrollkästchen Jetzt Zertifikate hinzufügen verwenden, wenn Sie die Anwendung mithilfe der SSL-Verschlüsselung sichern möchten. Weitere Informationen finden Sie unter Konfigurieren von SSL für eine Anwendung in Azure.

  8. Klicken Sie dann auf das Häkchen, um den Vorgang abzuschließen. Das Erstellen eines Cloud-Diensts kann mehrere Minuten dauern.

  9. Um alle Ressourcen im virtuellen Netzwerk anzuzeigen, klicken Sie im linken Bereich auf NETZWERKE. Klicken Sie dann auf TestVirtualNetwork, um das zugehörige Dashboard zu öffnen.

  10. Um die Anwendung auszuführen, klicken Sie im linken Bereich auf Cloud-Dienste. Klicken Sie dann auf den Cloud-Dienst DataBinding, um das zugehörige Dashboard zu öffnen. Klicken Sie auf Site-URL, um die Anwendung auszuführen.

  11. Wenn Sie diese ASP.NET-Anwendung mit Visual Studio 2013 erstellen, sollte beim Ausführen der Anwendung der folgende Bildschirm angezeigt werden.

WarningWarnung
Dieses Lernprogramm geht nicht darauf ein, wie Sie den Cloud-Dienst mittels SSL-Verschlüsselung oder Zertifikaten auf Dienstebene sichern. Es wird empfohlen, die Anwendung und die Verbindungszeichenfolgen der Anwendung immer zu sichern.

Um Benutzern des Cloud-Diensts eine sichere Interaktion zu ermöglichen, verwenden Sie Dienstzertifikate. Wenn Sie den Cloud-Dienst von Visual Studio aus direkt unter Azure veröffentlichen möchten, verwenden Sie die Verwaltungszertifikate. Weitere Informationen zu Zertifikaten finden Sie unter Verwalten von Zertifikaten in Azure. Weitere Informationen zum Konfigurieren eines Serverzertifikats finden Sie unter Konfigurieren von SSL für eine Anwendung in Azure und Konfigurieren eines SSL-Zertifikats auf einem HTTPS-Endpunkt.

Außerdem wird empfohlen, die gepackte Anwendung in der Stagingumgebung von Azure bereitzustellen, um sie zu testen, bevor sie in eine Produktionsumgebung mit Internetzugriff verschoben wird. Weitere Informationen finden Sie unter Vorübergehende Bereitstellung einer Anwendung in Azure.

Siehe auch

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