VERTRIEB: 1-800-867-1380

Erstellen und Verwenden von Leistungsindikatoren in einer Azure-Anwendung

Letzte Aktualisierung: Dezember 2013

Genauso wie bei Windows Server können Sie mit Leistungsindikatoren in einer Azure-Anwendung Daten erfassen, die Ihnen helfen, Engpässe im System festzustellen und die System- und Anwendungsleistung zu optimieren. Webrollen, Workerrollen und VM-Rollen können die vom Azure-Diagnosemonitor gesammelten Leistungsindikatoren dynamisch konfigurieren und benutzerdefinierte Leistungsindikatoren für die anwendungsspezifische Überwachung und Verwaltung erstellen und verwenden. Leistungsindikatordaten können direkt auf dem Anwendungshost mit dem Tool Leistungsüberwachung, auf das über den Remotedesktop zugegriffen wird, mit System Center Operations Manager und dem Windows Azure Management Pack oder mit anderen Überwachungstools überprüft werden, die auf die an den Azure-Speicher übertragenen Diagnosedaten zugreifen. Weitere Informationen finden Sie unter Speichern und Anzeigen von Diagnosedaten im Azure-Speicher. Weitere Informationen zum Konfigurieren von Leistungsindikatoren in Ihrer Anwendung finden Sie unter Konfigurieren von Leistungsindikatoren.

Leistungsindikatoren werden im Diagnosemonitor nicht standardmäßig aktiviert. Wenn Sie Leistungsindikatordaten benötigen, müssen Sie mit Ihrer Anwendung oder einer Startaufgabe die standardmäßige Diagnosemonitorkonfiguration ändern, um die spezifischen Leistungsindikatoren einzuschließen, die Sie für jede Rolleninstanz überwachen möchten.

Azure stellt eine Teilmenge der Leistungsindikatoren bereit, die für Windows Server 2008, IIS und den ASP.NET-Stapel verfügbar sind. In der folgenden Tabelle sind einige der Leistungsindikatoren aufgelistet, die für Azure-Anwendungen von besonderem Interesse sind.

 

Leistungsindikatorkategorie: Objekt(Instanz) Indikatorname Referenz

.NET CLR Exceptions(_Global_)

Anzahl der ausgelösten Ausnahmen/Sek.

Leistungsindikatoren für Ausnahmen

.NET CLR Memory(_Global_)

GC-Zeitdauer in Prozent

Leistungsindikatoren für Speicher

ASP.NET

Anwendungsneustarts

Leistungsindikatoren für ASP.NET

ASP.NET

Ausführungszeit der Anforderung

Leistungsindikatoren für ASP.NET

ASP.NET

Getrennte Anforderungen

Leistungsindikatoren für ASP.NET

ASP.NET

Workerprozess-Neustarts

Leistungsindikatoren für ASP.NET

ASP.NET Applications(__Total__)

Anforderungen gesamt

Leistungsindikatoren für ASP.NET

ASP.NET Applications(__Total__)

Anforderungen/Sek.

Leistungsindikatoren für ASP.NET

ASP.NET v4.0.30319

Ausführungszeit der Anforderung

Leistungsindikatoren für ASP.NET

ASP.NET v4.0.30319

Anforderungswartezeit

Leistungsindikatoren für ASP.NET

ASP.NET v4.0.30319

Aktuelle Anforderungen

Leistungsindikatoren für ASP.NET

ASP.NET v4.0.30319

Anforderungen in Warteschlange

Leistungsindikatoren für ASP.NET

ASP.NET v4.0.30319

Zurückgewiesene Anforderungen

Leistungsindikatoren für ASP.NET

Arbeitsspeicher

Verfügbare MB

Leistungsindikatoren für Speicher

Arbeitsspeicher

Zugesicherte Bytes

Leistungsindikatoren für Speicher

Processor(_Total)

% Prozessorzeit

Leistungsindikatoren für ASP.NET

TCPv4

Verbindungsfehler

TCP-Objekt

TCPv4

Hergestellte Verbindungen

TCP-Objekt

TCPv4

Zurückgesetzte Verbindungen

TCP-Objekt

TCPv4

Segmente gesendet/s

TCP-Objekt

Network Interface(*)

Empfangene Bytes/Sekunde

Netzwerkschnittstellenobjekt

Network Interface(*)

Gesendete Byte/Sekunde

Netzwerkschnittstellenobjekt

Network Interface(Microsoft Virtual Machine Bus Network Adapter _2)

Empfangene Bytes/Sekunde

Netzwerkschnittstellenobjekt

Network Interface(Microsoft Virtual Machine Bus Network Adapter _2)

Gesendete Byte/Sekunde

Netzwerkschnittstellenobjekt

Network Interface(Microsoft Virtual Machine Bus Network Adapter _2)

Bytes/s insgesamt

Netzwerkschnittstellenobjekt

Azure unterstützt die Erstellung und Änderung benutzerdefinierter Leistungsindikatoren für Webrollen und Workerrollen. Benutzerdefinierte Leistungsindikatoren können verwendet werden, um anwendungsspezifisches Verhalten nachzuverfolgen und zu überwachen. Kategorien für benutzerdefinierte Leistungsindikatorkategorien und Spezifizierer für Leistungsindikator können in einer Startaufgabe, in einer Webrolle oder in einer Workerrolle mit erweiterten Berechtigungen erstellt oder gelöscht werden.

noteHinweis
Der Code, mit dem die Änderungen an benutzerdefinierten Leistungsindikatoren vorgenommen werden, muss zur Ausführung über erweiterte Berechtigungen verfügen. Wenn der Code sich in einer Webrolle oder in einer Workerrolle befindet, muss die Rolle das Tag <Runtime executionContext="elevated" /> in der Datei "ServiceDefinition.csdef" enthalten, damit die Rolle ordnungsgemäß initialisiert wird.

Benutzerdefinierte Leistungsindikatoren können aktiviert und deren Daten mithilfe des Diagnosemonitors und mit Standardleistungsindikatoren an den Azure-Speicher übertragen werden.

Die Standardleistungsindikatordaten werden vom Azure-Prozess generiert. Benutzerdefinierte Leistungsindikatordaten müssen mit der Webrollen- oder Workerrollenanwendung erstellt werden. Weitere Informationen zu den Arten der Daten, die in benutzerdefinierten Leistungsindikatoren gespeichert werden können, finden Sie unter Leistungsindikatortypen. Auf der Seite mit den Leistungsindikator-Codebeispielen finden Sie ein Beispiel für die Erstellung und Festlegung von benutzerdefinierte Leistungsindikatordaten in einer Webrolle.

Leistungsindikatordaten werden in Azure mit anderen Diagnoseinformationen zwischengespeichert. Diese Daten sind für die Remoteüberwachung verfügbar, während die Rolleninstanz mit Remotedesktopzugriff ausgeführt wird, um Tools wie die Leistungsüberwachung auszuführen. Um die Daten außerhalb der Rolleninstanz beizubehalten, muss der Diagnosemonitor die Daten an den Azure-Speicher übertragen. Das Größenlimit für die zwischengespeicherten Leistungsindikatordaten kann im Diagnosemonitor oder auch als Teil eines gemeinsamen Größenlimits für alle Diagnosedaten konfiguriert werden. Weitere Informationen zum Festlegen der Puffergröße finden Sie unter OverallQuotaInMB und DirectoriesBufferConfiguration. Unter Speichern und Anzeigen von Diagnosedaten im Azure-Speicher finden Sie eine Übersicht über die Einrichtung des Diagnosemonitors für die Datenübertragung an ein Speicherkonto.

Jede konfigurierte Leistungsindikatorinstanz wird mit einer angegebenen Stichprobenrate erfasst, und die Datenstichproben werden entweder über eine geplante Transportanforderung oder eine bedarfsgesteuerte Transportanforderung an das Speicherkonto übertragen. Automatische Übertragungen können einmal pro Minute eingeplant werden. Die vom Diagnosemonitor übertragenen Leistungsindikatordaten werden in der Tabelle WADPerformanceCountersTable im Speicherkonto gespeichert. Auf diese Tabelle kann mit standardmäßigen API-Methoden für den Azure-Speicher-zugegriffen werden. Auf der Seite mit den Beispielen für Windows Azure-Leistungsindikatoren finden Sie ein Beispiel für die Abfrage und Anzeige von Leistungsindikatordaten aus der Tabelle WADPerformanceCountersTable.

noteHinweis
Abhängig von der Übergangshäufigkeit des Diagnosemonitors und der Warteschlangenlatenzzeit sind die neuesten Leistungsindikatordaten im Speicherkonto möglicherweise bereits einige Minuten alt.

Siehe auch

Fanden Sie dies hilfreich?
(1500 verbleibende Zeichen)
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Anzeigen:
© 2014 Microsoft