Mobile Client Software Factory – Community Technical Preview Release
Veröffentlicht: 17. Jul 2006

Mobile Client Software Factory umfasst eine Reihe von Richtlinien, die Softwarearchitekten und -entwicklern bei der Erstellung von Windows Mobile-Geschäftsanwendungen helfen sollen, die mit Back-End-Systemen über verschiedene, periodisch verfügbare Netzwerke (WiFi, GPRS usw.) interagieren. Eine Geschäftsanwendung für mobile Smart-Clients verfügt über eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften:

  • Sie beinhaltet eine umfassende Benutzeroberfläche, die den Leistungsumfang des Windows Mobile-Geräts optimal nutzt.

  • Über einen Gatewayserver und die zugrunde liegende kostengünstige Netzwerktechnologie stellt sie die Verbindung zu unterschiedlichen Back-End-Systemen her und tauscht Daten mit diesen aus.

  • Sie nutzt lokale Zwischenspeicher- und Verarbeitungsfunktionen, um den Betrieb während Intervallen ohne Netzwerkverbindung oder bei periodischer Netzwerkverbindung zu gewährleisten.

  • Ihre Bereitstellung und Konfiguration ist unproblematisch.

  • Lokale, möglicherweise vertrauliche Informationen werden geschützt.

Die Anleitungen von Mobile Client Software Factory werden in unterschiedlicher Form gegeben: Muster, Schritt-für-Schritt-Anweisungen, Beispiele für Anwendungsquellcode (Referenzimplementierung), wiederverwendbare eigenständige Komponenten (Anwendungsblöcke), ein Guidance Automation Toolkit für die Automatisierung häufig ausgeführter Entwicklungsaufgaben für mobile Clients in Visual Studio und eine Softwarearchitektur-Dokumentation.

Dieses Angebot nimmt zudem Bezug auf die folgenden bereits angebotenen patterns & practices-Tools:

  • Composite UI Application Block portiert in .NET Compact Framework

  • Spezifische Anwendungsblöcke für die Protokollierung, den Datenzugriff usw.

  • Guidance Automation Toolkit

Softwarearchitekten können das Angebot nutzen, um eine Programmgrundstruktur für ihr Unternehmen zu erstellen. Eine Programmgrundstruktur ist ein Ausgangspunkt für die Implementierung ähnlicher Anwendungsvarianten, in diesem Fall Instanzen einer mobilen Anwendung. Die Grundstruktur enthält die wichtigsten Mechanismen sowie gemeinsame Elemente der Anwendungsvarianten. Entwickler können die Programmgrundstruktur verwenden, um mobile Client-Anwendungen auf planmäßige und flexible Weise zu erstellen.

Mobile Client Software Factory wurde im Rahmen eines flexiblen, auf Feedback von der Community basierenden Prozesses entwickelt. Das bedeutet, dass sowohl häufige Drops von Arbeitsversionen als auch Meilensteinversionen (auch als Customer Technology Previews, CTPs bekannt) der Entwicklergemeinschaft zugänglich gemacht werden. Eine Meilensteinversion von Mobile Client Software Factory bietet ein hohes Maß an Ausgereiftheit und Konsistenz. Die wöchentlichen Drops sind Arbeitsversionen, die veröffentlicht werden, um der Entwicklergemeinschaft die Möglichkeit des Feedbacks zu geben. Das Feedback beeinflusst den Inhalt und die Ausarbeitung der fertigen Version.

Downloads
Mobile Client Software Factory (in englischer Sprache)
Um das Toolkit herunterladen zu können, müssen Sie sich im Arbeitsbereich der Community registrieren.

Community
Mobile Client Software Factory Community (in englischer Sprache)

Lizenz
End User Licensing Agreement (EULA, in englischer Sprache)

Auf dieser Seite

Übersicht Übersicht
Szenarios Szenarios
Vorteile Vorteile
Factory-Inhalt Factory-Inhalt
Bestehende patterns & practices-Ressourcen Bestehende patterns & practices-Ressourcen
Zielgruppe Zielgruppe
Systemanforderungen und Installation Systemanforderungen und Installation
Features von Mobile Client Software Factory Features von Mobile Client Software Factory
Erste Schritte Erste Schritte
Community Community
Weitere Planung Weitere Planung
Feedback und Support Feedback und Support
Autoren und Berater Autoren und Berater
Links zu verwandten Themen Links zu verwandten Themen

Übersicht

Softwarearchitekten und -entwickler erarbeiten und ermitteln bewährte Vorgehensweisen und Muster bei der Anwendungsentwicklung. Dieser Prozess ist sehr komplex und kann ein Refactoring der Anwendung erfordern, wenn bewährte Vorgehensweisen und Muster erst in einer späteren Phase des Anwendungslebenszyklus bestimmt werden können. Alternativ können Entwicklungsteams versuchen, bewährte Vorgehensweisen und Muster vor Beginn des Anwendungsentwicklungprojekts zu erarbeiten. Aber auch dieses Verfahren ist zeitaufwändig und schwierig, da Vorgehensweisen und Muster am einfachsten während der eigentlichen Entwicklung einer Anwendung zu definieren sind.

Mobile Client Software Factory ermöglicht es Softwarearchitekten und -entwicklern, viele der bewährten Muster und Vorgehensweisen bei der Entwicklung mobiler Clients schnell und einfach zu übernehmen. Die bewährten Vorgehensweisen werden anhand von Mustern, Anleitungen, Referenzimplementierungen, Visual Studio Guidance Automation Toolkit-Paketen, wiederverwendbaren Komponenten und Dokumentation vermittelt. Der Factory-Inhalt leitet Sie auf der Grundlage der Compact Composite UI Application Block-Architektur durch die Entwicklung mobiler Anwendungen. Indem Softwarearchitekten und -entwickler das Factory-Toolkit nutzen, können sie sich verstärkt auf die Implementierung der Geschäftsanforderungen konzentrieren.

Szenarios

Die ständig erweiterten Funktionen mobiler Geräte wie dem Pocket PC und zunehmend weit verbreitete Verwendung im Rahmen von Geschäftsbeziehungen führen dazu, dass Geschäftslösungen für die Nutzung durch dezentral und mobil arbeitende Personen umfunktioniert werden. Dabei kann es sich um Vertriebsmitarbeiter handeln, die viel unterwegs sind, im Lager arbeitendes Versandpersonal oder vor Ort beim Kunden eingesetzte Techniker oder Ingenieure. Diese Personen benötigen möglicherweise Zugriff auf das IT-System des Unternehmens - sei es über eine stets aktive oder eine periodische Verbindung.

Vertriebsmitarbeiter benötigen möglicherweise vor Ort beim Kunden Zugriff auf Produktspezifikationen oder Liefertermine. Für dieses Anforderungsprofil eignet sich ein Offline-Modell (mit periodischer Verbindung). Bei diesem Modell aktualisiert das Zentralsystem die im mobilen Gerät gespeicherten Daten in bestimmten Intervallen, beispielsweise, wenn der Benutzer jeden Morgen ins Büro kommt oder sich abends von Zuhause oder von einem Hotelzimmer aus einloggt. Gleichzeitig überträgt das Gerät aktualisierte Daten, wie z. B. neue Bestellungen, an den zentralen Server.

Mitarbeiter, die auf dem Betriebsgelände arbeiten, benötigen unter Umständen ebenfalls eine mobile Lösung, beispielsweise, um Waren im Lager zu registrieren oder Bestellungen für den Versand abzufertigen. Ein Online-Modell (mit kontinuierlicher Verbindung) ist für dieses Szenario am besten geeignet.

Vor Ort beim Kunden arbeitende Techniker oder Ingenieure benötigen zeitweise oder durchgehend Echtzeitdaten, befinden sich jedoch möglicherweise nicht im Empfangsbereich des Wireless-Netzwerks ihres Unternehmens. In diesem Fall kann über ein Mobiltelefon eine Online-Verbindung schaffen werden, wenn dies erforderlich ist, während ein Offline-Modell für andere Aufgaben besser geeignet sein kann.

Ein anderer wichtiger Faktor ist die Tatsache, dass Benutzer häufig Zugriff auf mehrere Anwendungen benötigen, eventuell im Zusammenhang mit im Hauptsystem definierten Rollen, und diese Anwendungen alle in eine Back-End-Plattform für die Planung der Unternehmensressourcen (Enterprise Resource Planning, ERP) oder die Verwaltung von Kontaktdaten (Contact Relationship Management, CRM) integriert sind. Aufgrund dieser Gegebenheiten reichen einfache individuelle Anwendungen nicht aus. Stattdessen sind umfassende, erweiterungsfähige und flexible mobile Geschäftslösungen erforderlich (siehe die Beispielanwendung in Abbildung 1).

Beispiel für eine mobile Geschäftslösung
Abbildung 1. Beispiel für eine mobile Geschäftslösung

Abbildung 2 zeigt die gängigen Elemente einer mobilen Geschäftslösung, die auf dem Microsoft-Betriebssystem basiert, sowie verschiedene Anwendungen und Dienste. Die Microsoft-Plattform liefert die Kernfeatures für alle Anwendungen, einschließlich der Tools und Codebibliotheken, die zur Erstellung mobiler Anwendungen erforderlich sind, und der Dienste, die diesen Anwendungen Daten- und Integrationsfunktionen bereitstellen. In den meisten Fällen werden komplexe mobile Lösungen in ein ERP- oder CRM-Back-End-System oder eine andere Unternehmensanwendung integriert.

Die Basisplattform, Ebenen und Komponenten einer mobilen Geschäftslösung
Abbildung 2: Die Basisplattform, Ebenen und Komponenten einer mobilen Geschäftslösung

Der obere Bereich von Abbildung 2 zeigt den Ansatz für die Entwicklung einer mobilen Geschäftslösung, den das Mobile Client-Projekt ermöglicht. Die von der patterns & practices-Gruppe entwickelten bewährten Techniken und Codeblöcke implementieren zusammen mit den von Microsoft-Partnern entwickelten Codeblöcken die Dienste und Komponenten für Anwendungen, die auf dem mobilen Client-Gerät ausgeführt werden.

Abbildung 3 zeigt dagegen die eigentliche Architektur einer einfachen mobilen Anwendung. Die üblichen Elemente sind:

  • Ebenen der Benutzeroberfläche, bestehend aus:

    • Views (Ansichten): Das sind die Steuerelemente auf dem Bildschirm, die der Benutzer verwendet.

    • Presenters (Präsentationen): Das sind die Klassen, die die Ansichten steuern.

  • Ebenen der Business logic (Geschäftslogik) aus:

    • Business entities (Geschäftselementen): Das sind Klassen, die Geschäftsinformationen wie "Kunden", "Kontoverbindung" oder "Adresse" darstellen.

    • Business logic controllers (Geschäftslogikkomponenten): Das sind Klassen, die für die Implementierung des Hauptteils der Geschäftslogik innerhalb der Anwendung verantwortlich sind.

    • Business workflows (Geschäftsworkflows): Sie steuern den allgemeinen Arbeitsfluss innerhalb der Anwendung.

  • Ressourcen- und Datenebenen aus:

    • Datenzugriffskomponenten: Sie können Daten von einem lokalen Speicherort wie Microsoft SQL Server Mobile Edition abrufen und Infrastrukturkomponenten zur Verwaltung von Datenabonnements und -ablaufzeiten verwenden.

    • Dienstagenten: Sie fungieren als Proxys für externe Webdienste und ermöglichen zudem das Arbeiten in zeitweise verbundenen Umgebungen.

Häufig verwendete Komponenten und Ebenen einer mobilen Geschäftsanwendung
Abbildung 3: Häufig verwendete Komponenten und Ebenen einer mobilen Geschäftsanwendung

Das Erstellen von Anwendungen, die die in Abbildung 3 gezeigte Konzeption und Struktur aufweisen, erfordert Infrastrukturkomponenten, die häufig verwendete Aufgaben implementieren. Dazu gehören:

  • Management (Verwaltung):

    • Logging (Protokollierung): Sie umfasst das Speichern von Daten über Instrumentationsereignisse, die während der Verbindung zum Server gesammelt werden.

    • Deployment (Bereitstellung): Die Bereitstellung von Anwendungen für das Gerät und ihre Aktualisierung nach dem Hinzufügen neuer Funktionen werden erleichtert.

    • Configuration (Konfiguration): Sie umfasst die Unterstützung umfassender Speichermechanismen und ermöglicht die Weiterleitung komplexer Daten wie beispielsweise spezifischer Konfigurationen für einzelne Benutzer oder Geräte.

  • Security (Sicherheit):

    • Verwaltung von Anmeldeinformationen: Das beinhaltet die Speicherung von Anmeldeinformationen, damit Anrufe bei zeitweise verbundenen Webdiensten authentifiziert werden können.

  • Connectivity (Netzwerkverbindung):

    • Verbindungs- und Netzwerkverwaltung: Das beinhaltet die Bereitstellung von Features für das Prüfen der aktuellen Geräteverbindung und die Reaktion auf Verbindungsänderungen.

Sie haben zudem die Möglichkeit, die Anwendungsarchitektur und die Entwicklung der internen Logik durch die Verwendung des Containermodells zu vereinfachen. Mobile Client Software Factory verwendet den Compact Composite UI Application Block als Grundlage für diesen Container. Der Composite Application Block, der im mobilen Projekt enthalten ist, ist eine fast genaue Kopie des Composite Application Block, der für .NET-Desktopanwendungen verfügbar ist. Daher können Sie bereits erworbene Fähigkeiten und vorhandenen Code umgebungsübergreifend nutzen.

Architektenszenarios

Als Softwarearchitekt ist es Ihr Anliegen, sicherzustellen, dass Ihre Anwendungen für mobile Smart-Clients über eine solide, bewährte und praxisorientierte Grundlage verfügen, die:

  • einen Standardansatz für die Anwendungsentwicklung bietet;

  • die Wiederverwendbarkeit gängiger Strukturkomponenten ermöglicht;

  • trotz komplexer Strukturen einfach erscheint;

  • es Entwicklern ermöglicht, sich auf Geschäftsaspekte anstatt auf Infrastrukturkomponenten zu konzentrieren.

Mobile Client Software Factory liefert einen Ausgangspunkt für die Schaffung dieser Grundlage. Die Factory-Struktur bietet eine fertige Implementierung eines Satzes aus Features und Mechanismen, die gängige Bestandteile mobiler Anwendungen sind. Darüber hinaus können Sie sie anpassen und erweitern, um sie auf Ihre spezifischen Anforderungen Maß zu schneidern. Sie können eigene Muster und Anleitungen hinzufügen und das Guidance Automation Toolkit-Paket den spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens anpassen.

Entwicklerszenarios

Als Anwendungsentwickler möchten Sie sich auf die Geschäftslogik und die Benutzerfreundlichkeit Ihrer Anwendung konzentrieren. Sie legen Wert darauf, eine Grundstruktur zu verwenden, die Ihnen die notwendige Infrastruktur und die Architekturmechanismen an die Hand gibt, die Sie benötigen. Die Grundstruktur ist die vom Architekten geänderte und erweiterte Struktur von Mobile Client Software Factory.

Sie prüfen die Muster, die Anleitungen und die Referenzimplementierung, um die bewährten Vorgehensweisen für die Entwicklung von Smart-Clients nachzuvollziehen. Wenn Sie zur Erstellung Ihrer Anwendung bereit sind, generieren Sie mithilfe des Guidance Automation Toolkit-Pakets Elemente wie die Ausgangslösung, Module und den Dienstagenten.

Vorteile

Mobile Client Software Factory bietet die folgenden Vorteile:

  • Beschleunigter Start: Softwarearchitekten und -entwickler erhalten die Möglichkeit, ein effektives Verfahren zur Erstellung eines hochwertigen Ausgangspunktes (Grundstruktur) für ihre Lösungen zu nutzen. Die Grundstruktur enthält Code und Muster, die in der Regel in der Iteration 0 oder der Anfangs- oder Ausarbeitungsphase eines Projekts ermittelt werden. Das bedeutet, dass Projekte mit einem größeren Maß an Reife beginnen als Anwendungen, die ohne Quellcode oder Anleitung entwickelt werden.

  • Geringeres Risiko: Sie erhalten eine bewährte Basisarchitektur. Die Basisarchitektur berücksichtigt relevante Verwendungsfälle, indem Entwicklungsentscheidungen frühzeitig getroffen und Risiken frühzeitig aufgedeckt werden.

  • Erhöhte Qualität: Wiederverwendbare Tools, Anleitungen und Beispiele, die gängige Smart-Client-Szenarios und -Problemstellungen betreffen, werden bereitgestellt. Der Code und die Anleitungen wurden für die Zielszenarios getestet. Die Tests sind Bestandteil des Pakets und können erweitert und zur automatischen Prüfung von Änderungen und Identifizierung von Problemen verwendet werden.

  • Erhöhte Produktivität: Das Produkt bietet Automatisierung für Visual Studio 2005. Dank dieser Automatisierung können Entwickler Anleitungen auf einfache Weise und in konsistenten und wiederholbaren Schritten anwenden.

  • Einfache Anpassung: Das Produkt ist offen und kann vom Benutzer angepasst werden. Architekten und Entwickler können es an die spezifischen Anforderungen anpassen. Es ist zudem eine vollständige Dokumentation verfügbar.

Factory-Inhalt

Mobile Client Software Factory umfasst folgende Inhalte:

Dokumentation:

  • "Introducing the Mobile Client Software Factory" (in englischer Sprache). In diesem Dokument werden die Begriffe und die Struktur der Dokumentation erläutert, mit denen die Architektur des mobilen Clients beschrieben wird.

  • "Mobile Client SF Application Blocks" (in englischer Sprache). In diesem Dokument werden gängige, wiederverwendbare Strukturblöcke beschrieben, die sich an bekannten Desktop-Anwendungsblöcken wie Composite UI Application Block und Enterprise Library orientieren; es werden jedoch auch spezifischere Blöcke wie z. B. Orientation Aware Control Application Block aufgeführt.

  • "Patterns" (in englischer Sprache). In diesem Dokument werden Muster vorgestellt, die Lösungen für häufig auftretende Problemstellungen beim Design, bei der Implementierung und der Bereitstellung bieten.

  • "Quick Starts Examples" (in englischer Sprache). Einfache, eine Einführung gebende Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Erstellung einer mobilen Anwendung mit Compact Composite UI Application Block.

  • "Reference Implementation" (in englischer Sprache). Dieses Dokument beschreibt die Anforderungen, die Architektur und die Implementierung der AdventureWorks2Go-Referenzimplementierung.

  • Referenzimplementierung. Die Referenzimplementierung ist eine ausführbare Beispielanwendung in englischer Sprache, die die Anleitung für den mobilen Client veranschaulicht. Sie können die Referenzimplementierung dazu verwenden, die Anwendung der Factory-Ergebnisse zu erlernen oder Code oder Strukturen in Ihre Anwendungen zu kopieren.

  • Guidance Package. Mobile Client Development Package (in englischer Sprache) automatisiert Entwicklungsaktivitäten, die Entwickler gewöhnlich manuell durchführen müssen, durch das Vorgehen nach einer Reihe von Anweisungen. Die Software hilft Entwicklern dabei, Smart-Client-Lösungen auf eine Weise zu erstellen, die mit der Architekturanleitung übereinstimmt.

Bestehende patterns & practices-Ressourcen

Die Factory-Software verwendet eine portierte Version von Composite UI Application Block, um die Client-UI-Kernmuster - wie Composite, Provider, Event Broker und Layout Management - zu verarbeiten. Das Composite-Muster kombiniert einfache Bausteine der Benutzeroberfläche zu einer komplexen Benutzeroberfläche, wobei die Bausteine unabhängig entwickelt, getestet und bereitgestellt werden können. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Composite UI Application Block (in englischer Sprache).

Die Factory-Software verwendet zudem geänderte Versionen von Enterprise Library, um häufig auftretende Probleme wie z. B. beim Datenzugriff zu beheben.

Guidance Automation Toolkit dient dazu, gängige Entwicklungsaufgaben zu automatisieren, die die Entwicklung von Vorlagen und Anleitungen vereinfachen. Guidance Automation Toolkit ist ein vereinfachter Visual Studio-Erweiterungsmechanismus. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Visual Studio Team System Developer Center (in englischer Sprache).

Viele der in Mobile Client Software Factory implementierten Muster sind auch für Desktop-Smart-Clients in Smart Client Software Factory verfügbar.

Zielgruppe

Diese Anleitung ist für Softwarearchitekten und Softwareentwickler gedacht. Um anhand dieser Anleitung Anwendungen entwickeln zu können, müssen Sie über Kenntnisse der folgenden Technologien verfügen:

  • Microsoft Visual C# oder Microsoft Visual Basic 2005

  • Microsoft .NET Framework 2.0 und .NET Compact Framework 2.0

  • Windows Forms

  • Windows Mobile 5.0

Das Erstellen von Anwendungen mit dieser Anleitung erfordert die Ausführung von .NET Framework 2.0.

Systemanforderungen und Installation

Die Mindestanforderungen für eine zufrieden stellende Leistung bei der Entwicklung mobiler Client-Anwendungen sind:

  • Bei Verwendung eines externen Geräts:

    • Windows XP oder Windows Server 2003

    • 1,5-GHz-Prozessor

    • 512 MB RAM (vorzugsweise 1 GB für eine erhöhte Leistung)

    • 20 MB freier Festplattenspeicher

    • Pocket PC-Gerät mit 512 MB RAM

  • Bei Verwendung von Visual Studio Mobile Device Emulator:

    • Windows XP oder Windows Server 2003

    • 1,5-GHz-Prozessor

    • 1 GB RAM (vorzugsweise 2 GB für eine erhöhte Leistung)

    • 20 MB freier Festplattenspeicher

Vor der Verwendung von Mobile Client Software Factory müssen Sie einige Tools und Dienstprogramme installieren: Zur Entwicklung mit und Verwendung von Mobile Client Software Factory gelten folgende Anforderungen:

Alternativ können Sie Windows Mobile 5.0 Developer Resource Kit unter der folgenden Adresse herunterladen: http://msdn.microsoft.com/mobility/windowsmobile/howto/resourcekit/default.aspx. Das Paket enthält:

  • Eine 90-Tage-Testversion von Visual Studio 2005 Professional Edition

  • Windows Mobile 5.0 SDKs for Pocket PC and Smartphone

  • ActiveSync 4.1

  • .NET Compact Framework 2.0

  • Lokalisierte Emulatorbilder und andere nützliche Entwickler-Tools

  • SQL Server 2005 Mobile Edition

Mobilgeräte, die auf der Grundlage ihres Leistungsumfangs mit Mobile Client Software Factory getestet wurden

  • Windows Mobile 5-Telefone:

    • Das Telefon vom Typ Cingular 8125 PocketPC ist ein GSM-fähiges Gerät mit einem QVGA-Display und einer integrierten, ausziehbaren Tastatur. Es ist hilfreich beim Testen von Änderungen der Bildschirmausrichtung und der Tastaturunterstützung. Dieses Telefon verfügt über Features, die schwierig mit dem Emulator zu testen sind.

    • Das T-Mobile MDA ist ein GSM-fähiges Gerät.

    • Das Verizon XV6700 (ebenso wie das Sprint PPC-6700) ist ein CDMA-fähiges Gerät.

  • Mobilgeräte mit einem quadratischen Display:

    • Das Palm Treo700w ist ein Windows Mobile 5.0-Telefon mit quadratischem Display, das für Tests mit einem quadratischem Display und zur Prüfung der Tastaturunterstützung verwendet werden kann. Für diese Art von Tests können Sie auch den entsprechenden Emulator verwenden.

    • Das Telefon vom Typ HP iPAQ hw6515 besitzt ein quadratisches Display mit einer Tastatur darunter, ist jedoch ein Windows Mobile 2003-Gerät.

  • Mobilgeräte mit einem VGA-Display:

    • Das Gerät Dell Axim x51v besitzt ein VGA-Display.

Features von Mobile Client Software Factory

In Tabelle 1 sind die Features aufgeführt, für die Mobile Client Software Factory eine Anleitung bietet.

Tabelle 1: Anleitung für Mobile Client Software Factory-Features

Smart-Client-Feature

Anleitung

Automatisierung

Asynchrone Kommunikation mit Webdiensten, Message Queuing und Offline-Betrieb

Muster
Referenzimplementierung
Connection Monitor Application Block
Service Agent Application Block

X

Erstellen komplexer Benutzeroberflächen auf der Grundlage unabhängig entwickelter, getesteter und bereitgestellter Komponenten (Smart Parts)

Compact Composite UI Application Block
QuickStarts
Referenzimplementierung

X

Erstellen komplexer Benutzeroberflächen auf der Grundlage unabhängig entwickelter, getesteter und bereitgestellter Komponenten (Smart Parts)

Compact Composite UI Application Block
QuickStarts
Referenzimplementierung

X

Erstellen von Benutzeroberflächen, die unabhängig von Displaygröße, -auflösung und -ausrichtung sind

Orientation Aware Control Application Block
Referenzimplementierung


Lose gekoppelte Komponenten, die anhand von Ereignissen miteinander kommunizieren

Compact Composite UI Application Block
Referenzimplementierung


Konfiguration

Configuration Application Block
Referenzimplementierung

X

Synchronisieren von Bezugsdaten

Referenzimplementierung


Testkomponenten für die Einheit im Gerät

Referenzimplementierung
TestRunner for Compact Framework


Erste Schritte

Die folgenden Empfehlungen sollen einen Weg aufzeigen, wie die Anleitungen dieses Toolkits Ihren Bedürfnissen entsprechend verwendet werden können.

So erlernen Sie die bewährten Vorgehensweisen bei der Entwicklung mobiler Clients

  1. Installieren Sie Mobile Client Software Factory.

  2. Lesen Sie die Informationen in der Dokumentation über gängige Muster, die Sie verwenden können.

  3. Sehen Sie sich die Referenzimplementierung an.

  4. Lesen Sie die Anleitungen in den QuickStarts, und gehen Sie danach vor.

So erstellen Sie eine Mobile-Client-Anwendung anhand der Tools und Anweisungen dieses Pakets

  1. Installieren Sie Mobile Client Software Factory.

  2. Verwenden Sie die Vorlagen und Anleitungen dieses Pakets.

  3. Lesen Sie die Anleitungen im QuickStarts-Beispiel, und gehen Sie danach vor.

  4. Sehen Sie sich die Referenzimplementierung an. Verwenden Sie sie als Ausgangspunkt für Ihre eigene Anwendung.

Hinweis: Um den Windows Installer für das Toolkit herunterzuladen, müssen Sie sich unter Mobile Client Software Factory Community anmelden. Der Download- und Installationsprozess installiert die Getting Started-Seite in Ihrem Start-Menü. Wenn Sie weitere Informationen zu Getting Started (Erste Schritte) wünschen, klicken Sie in der Taskleiste auf Start, dann auf Alle Programme, wählen Sie Microsoft patterns & practices, dann Mobile Client Software Factory und schließlich Getting Started.

Community

Mobile Client Software Factory ist ebenso wie andere patterns & practices-Produkte mit einer Community-Website verknüpft. Auf dieser Community-Website können Sie Fragen veröffentlichen, Feedback geben oder sich mit anderen Benutzern austauschen. Community-Mitglieder können Microsoft zudem dabei helfen, zukünftige Angebote zu planen und zu testen, und zusätzliche Inhalte wie Erweiterungen und Schulungsmaterialien herunterladen.

Weitere Planung

Mobile Client Software Factory wird bis Juni 2006 weiterentwickelt. Während dieses Zeitraums veröffentlicht das Team weiter wöchentliche Drops. Anhand des Feedbacks von der Entwicklergemeinschaft, den Partnern, Kunden und Produktgruppen legt das Team die Prioritäten von Funktionen fest, die in das Toolkit integriert werden müssen.

Feedback und Support

Haben Sie Fragen? Kommentare? Möchten Sie gerne Vorschläge machen? Wenn Sie Feedback zu diesem Toolkit geben möchten oder Hilfe bei Problemen benötigen, können Sie die Website Mobile Client Software Factory Community (in englischer Sprache) besuchen. Das Message Board der Community-Website ist das bevorzugte Feedback- und Support-Instrument, denn es ermöglicht Ihnen, Ideen und Lösungen mit der gesamten Entwicklergemeinschaft auszutauschen und Fragen zu stellen. Sie können auch dem Microsoft patterns & practices-Team direkt eine E-Mail an die Adresse devfdbck@microsoft.com senden, allerdings können wir nicht auf jede Nachricht antworten.

Mobile Client Software Factory ist ein Anleitungsangebot, das für die Wiederverwendung, Anpassung und Erweiterung konzipiert ist. Es ist kein Microsoft-Produkt. Weitere Informationen finden Sie in Tabelle 2.

Tabelle 2: Mobile Client Software Factory-Attribute

Attribut

Beschreibung

Support

Codebasierte Anleitungen werden "wie besehen" gegeben und beinhalten keine Garantien. Kunden können gegen eine Gebühr Unterstützung bei Microsoft Support Services erhalten, jedoch wird der Code vom Microsoft Support-Team als vom Benutzer geschrieben angesehen. Das patterns & practices-Team arbeitet mit dem Produktsupport zusammen und unterstützt es ggf. bei der Bearbeitung. Die Kunden werden dazu aufgefordert, sich gegenseitig in den Online-Communities Hilfestellung zu geben.

Functionality

Diese Anleitung bietet eine flexible und in Bezug auf die Architektur solide Lösung für übliche Entwicklungsanforderungen eines Unternehmens. Die Anleitung sieht die Verwendung grundlegender Plattformfeatures und das Befolgen bewährter Vorgehensweisen vor, um Problemstellungen zu meistern. Die Anleitungen sind dazu gedacht, von den Benutzern erweitert und angepasst zu werden.

Release

Anleitungsversionen werden in der Regel für einen 3 bis 6-monatigen Lebenszyklus entwickelt. Tools werden freigegeben, sobald sie für die aktuell verfügbare Plattform ausgereift sind. Neue Versionen bestehender Tools (möglichst für die Ausführung auf Folgeversionen der Plattform überarbeitet) werden freigegeben, wenn genügend Nachfrage seitens der Kunden vorhanden ist.

Compatibility

Codebasierte Anleitungen sind dazu ausgelegt, bei der Lösung von Problemen spezifischer Versionen von Microsoft-Produkten zu helfen. Wenn Änderungen am Produkt vorgenommen werden, ändert sich unter Umständen auch die Anleitung oder wird ungültig. Sofern möglich entwickelt das patterns & practices-Team von Microsoft Anleitungen mit Blick auf zukünftige Versionen. Es werden keine Garantien in Bezug auf die Kompatibilität mit früheren Anleitungsversionen oder mit älteren oder zukünftigen Plattformversionen gegeben. Es wird eine phasenweise Migrationsstrategie empfohlen und das patterns & practices-Team räumt der Koexistenz mehrerer Anleitungsversionen hohe Priorität ein.

Form factor

Diese Anleitung wird als Quellcode ausgegeben. Die Variationsmöglichkeit ist durch die Konfiguration und definierte Erweiterungspunkte sowie die direkte Änderung des Quellcodes gegeben. Die Dokumentation richtet sich auf die Verwendung und Erweiterung des Tools sowie die Ziele, Muster und Kompromisse, die seine Entwicklung bestimmt haben.

Autoren und Berater

An Mobile Client Software Factory haben die folgenden Personen mitgearbeitet:

  • Programm- und Produktmanagement: Per Vonge Nielsen und Eugenio Pace (Microsoft Corporation)

  • Architekt: Edward Jezierski (Microsoft Corporation)

  • Entwicklung: Francis Cheung (Microsoft Corporation); John Socha-Leialoha; Daniel Cazzulino (Clarius Consulting), Santiago Blason und Jose Salazar (Clarius Consulting / Q4 Tech)

  • Testteam: Carlos Farre und Mohammad Al-Sabt (Microsoft Corporation); Rohit Sharma und Terrence Cyril Joseph Anthuvan (Infosys Technologies Ltd)

  • Dokumentation: Alex Homer (Content Master Ltd.)

  • Versionsmanagement: Sanjeev Garg (Microsoft Corporation)

Mobile Client Software Factory wurde in Zusammenarbeit mit der Microsoft Mobile Application Group entwickelt:

  • Erik Dibbern Röser, Ricky Kaare Rasmussen, Laurent Lopez und Bjarne Schøn

Und mit der Mobile and Embedded Devices Group von der Microsoft Corporation:

  • Eric Engineer, John Dietz und Loke Uei Tan

patterns & practices möchte zudem den folgenden Experten danken, die durch ihre Beratertätigkeit und ihre Unterstützung während der Projektentwicklung einen wertvollen Beitrag geleistet haben:

  • Alex Yakhnin (Infusion Development), Andy Wigley (Andy Wigley Computing Ltd), Dan Fergus (Forest Software Group), Daniel Moth (Microsoft UK), Keni Barwick (Conchango), Leandro Olivestro (Q4Tech S.A.), Maarten Struys (PTS Software bv), Nickolas Landry (Infusion Development) und Peter Nowak (T-Systems Enterprise Services GmbH, Germany)

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