Veröffentlicht: 06. Jul 2006
Von Microsoft Corporation
Windows Vista für Entwickler umfasst Inhalte für Entwickler sowie andere Technologiefachleute und Manager, die sich genauer mit einigen der neuen und erweiterten Funktionen in Windows Vista befassen möchten. Die Reihe wird im Abstand von etwa zwei Wochen in Form von Artikeln im Windows Vista Developer Center veröffentlicht. Bei diesen Artikeln handelt es sich lediglich um eine Zusammenfassung der Windows-Hilfedatei, die hier heruntergeladen werden kann (in englischer Sprache).
Hinweis Dieser Artikel stellt eine Dokumentation zu einer Softwarevorabversion dar. Änderungen in zukünftigen Versionen sind daher möglich.
Hinweis Senden Sie Ihr Feedback zu diesen Artikeln an Vistadev@microsoft.com.
Auf dieser Seite
Einführung
Verbesserungen der Infrastruktur
Netzwerkverbesserungen
Network Location Awareness (NLA)
Energieverwaltung
Erweiterte Hardwareunterstützung
Microsoft SideShow
Änderungen für Stift- und Berührungseingabenunterstützung
Unterstützung von Handschrifterkennung
WPF-Unterstützung für Stifteingaben
Unterstützung von Spracherkennung und -synthese
Spracherkennung
Sprachsynthese
Siehe auch
Einführung
Anders als frühere Versionen des Windows-Betriebssystems integriert Windows Vista in allen gängigen Versionen die Unterstützung für tragbare Computer und Tablet PCs. Daher wird es keine Tablet PC-Version von Windows mehr geben. Damit wird der zunehmenden Verbreitung von tragbaren Computern und der immer mehr verschwimmenden Trennlinie zwischen Notebooks und Tablet PCs Rechnung getragen. Die einheitliche Integration dieser Technologien in Windows Vista führt zu Verbesserungen der Infrastruktur, der Unterstützung von Stift- und Berührungseingaben, der deutlich verbesserten Handschrifterkennung, der integrierten Spracherkennung und der Erweiterung Microsoft SideShow. Einige der Änderungen werden über die geänderte Benutzeroberfläche deutlich, andere verbessern den allgemeinen Umgang mit Tablet PCs.
Weitere Informationen zur Entwicklung für tragbare Computer finden Sie im MSDN Mobile PC and Tablet PC Developer Center (in englischer Sprache).
Verbesserungen der Infrastruktur
An den Kernsubsystemen des Betriebssystems Windows Vista wurden viele Verbesserungen vorgenommen. Einige dieser Verbesserungen betreffen die allgemeine Funktionalität des Betriebssystems, andere sind jedoch insbesondere für tragbare Computer wichtig.
Netzwerkverbesserungen
Durch tragbare Computer wurden Netzwerke aufgrund folgender Ursachen erheblich komplizierter:
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Tragbare Computer können an einem einzigen Arbeitstag mehrfach (und mitunter gleichzeitig mehrere) Verbindungen zu und Trennungen von verschiedenen Netzwerken herstellen.
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Roaming-Benutzer verwenden in der Regel drahtlose Netzwerke, die zusätzliche Sicherheits-, Zuverlässigkeits- und QoS-Probleme mit sich bringen.
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Die relativ schnelle Weiterentwicklung der Netzwerktechnologien führt zu einer größeren Interoperabilität.
Um diesen Problemen zu begegnen, wurden der Netzwerkstack sowie einige weitere Technologien für Windows Vista vollständig neu geschrieben (siehe unter "Infrastruktur für Kommunikationsnetzwerke"). Außerdem wurden Verbesserungen im Bereich der Netzwerk- und Standorterkennung vorgenommen. Die Netzwerkerkennung wurde in Windows Vista mithilfe von Link Layer Topology Discovery (LLTD), Function Discovery (FD), Web Services for Devices (WSD) und anderer Kommunikationsprotokolle verbessert. Dank dieser Protokolle können Vista-Computer Netzwerke, Knoten und angeschlossene Geräte verlässlicher und genauer erkennen.
Network Location Awareness (NLA)
Da ein Computer gleichzeitig Verbindungen zu mehreren Netzwerken (die so genannte Mehrfachvernetzung) oder serielle vorübergehende Netzwerkverbindungen herstellen kann, verfolgt der Network Location Awareness-(NLA-)Dienst die aktuelle Netzwerkumgebung. Wenn sich der Benutzer an verschiedenen Netzwerken anmeldet, wird die Änderung an NLA-fähige Anwendungen weitergegeben, die die für eine Verbindung zum jeweiligen Netzwerk erforderlichen Aktionen durchführen können. Die Gruppenrichtlinie kann ebenfalls mit der Netzwerknutzung verknüpft werden, sodass die geeigneten Gruppenrichtlinien unmittelbar nach dem Herstellen einer neuen oder dem erneuten Herstellen einer bekannten Verbindung erzwungen werden. In früheren Windows-Versionen konnten Anwendungen diesen Dienst über die Windows Sockets 2.0-API abfragen. In Windows Vista und Windows Server "Longhorn" bietet eine neue Network Awareness-API eine unkompliziertere und umfassendere Schnittstelle. Diese systemeigene Win32-API bietet folgende Funktionalitäten:
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Identifiziert verfügbare Netzwerke und ermittelt deren grundlegenden Attribute.
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Ermittelt, welche Netzwerke über eine Internet- oder Intranetverbindung verfügen.
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Filtert Netzwerkverbindungen und ruft die Verbindungen ab, die den vordefinierten Anforderungen am besten entsprechen.
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Benachrichtigt registrierte Anwendungen über Änderungen an den verfügbaren Netzwerken.
Mithilfe dieser API kann eine Anwendung beispielsweise ein Netzwerk auswählen, das den Anforderungen am besten entspricht, oder dessen Verhalten im Sinne einer idealen Bandbreitennutzung anpassen. Weitere Informationen zu NLA und der Network Awareness-API finden Sie im Windows SDK unter "Network Location Awareness".
Energieverwaltung
Nicht ans Stromnetz angeschlossene tragbare Computer stellen für die Akkus eine große Belastung dar. Diese Anforderungen können über eine geeignete Hardware, das Betriebssystem und den Anwendungsentwurf optimiert werden. Windows Vista führt die Unterstützung der Energieverwaltung mithilfe folgender Funktionen weiter:
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Ein neu entwickelter und erweiterter Kernel-Energierichtlinien-Manager, der den Energieverbrauch der Komponenten (z. B. des Prozessors, der Festplatte und der angeschlossenen Peripheriegeräte) überwacht und steuert, um schnelle und verlässliche Leistungsübergänge zu ermöglichen.
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Die Energieverwaltungsinitiative OnNow von Microsoft wird durch einen neuen Ruhezustand unterstützt, der Funktionen der früheren Bereitschafts- und Ruhezustände kombiniert. Der Ruhezustand wird konsequenter erzwungen als in früheren Windows-Versionen. Unter Windows Vista können angeschlossene Peripheriegeräte außerdem intelligenter heruntergefahren werden.
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Eine aktualisierte Unterstützung für die Energieverwaltung, die einen programmgesteuerten Zugriff auf den aktuellen Energiestatus und -zustand, das Energieschema, die anwendungsspezifischen Energieprofile und Benachrichtigungen zu Systemenergieereignissen ermöglicht. Außerdem wurde Windows Vista mit der Power Profile-API eine genauere Steuerungsunterstützung hinzugefügt, die erweiterte Szenarios ermöglicht (z. B. das Nummerieren von Geräten und der jeweiligen Energieprofile sowie die Integration in die Gruppenrichtlinie). Weitere Informationen finden Sie im Windows SDK unter "Power Management" (in englischer Sprache).
Erweiterte Hardwareunterstützung
Vista führt die Unterstützung für Hardwaregeräte und für im Zusammenhang mit tragbaren Geräten gängige Nutzungsszenarios fort und erweitert diese. Unter Windows Vista wird eine größere Bandbreite an E/A- und Peripheriegeräten unterstützt. So wurde beispielsweise die Monitorunterstützung im Bereich der Widescreen-, Mehrfach- und auflösungsunabhängigen (einschließlich hochauflösender Bildschirme mit mehr als 96 dpi) Bildschirme erweitert. Dieser Ansatz wird durch das neue Windows Vista Display Driver Model sowie der vektorbasierten Grafik und Aero optimiert.
Zahlreiche Bereiche für tragbare Geräte wurden ebenfalls erweitert, z. B.:
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Zusätzliche Unterstützung für Touchscreen-Bildschirmeingaben, um die gewöhnliche Stifteingabe zu ergänzen.
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Bessere Unterstützung für Hardwaresteuerelemente, einschließlich "Halten und Drücken"-Aktionen für Hardwaretasten.
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Der Assistent für das Verbinden zu einem Netzwerkprojektor hilft mobilen Benutzern, im Sitzungsraum, im Hörsaal oder sogar zu Hause eine Schnittstelle zu neuen Projektoren herzustellen.
Microsoft SideShow
Mit Windows Vista wird die neue Windows SideShow-Plattform eingeführt, die das Hinzufügen eines semiautonomen sekundären Computergerätes unterstützt, das in der Regel über einen kleinen Hilfsbildschirm und mitunter über grundlegende Eingabemechanismen (einschließlich Tasten) verfügt. SideShow-kompatible Geräte können in verschieden Bauformen erscheinen, sie verfügen jedoch unabhängig von der jeweiligen Ausführung über ein eigenes, sehr einfaches Prozessor- und Betriebssystem. Die SideShow-Plattform unterstützt diese Geräte über einen Systemtreiber und eine Laufzeitkomponente für Anwendungen.
Im Folgenden werden die primären Attribute der SideShow-Plattform aufgeführt:
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Vereinfachung – SideShow unterstützt Geräte mit eingeschränkten Anzeige-, Verarbeitungs- und Interaktionsmöglichkeiten. (Dies steht im Gegensatz zum Remote Desktop-Protokoll (RDP) und den Terminaldiensten, die das vollständige Ausführen von Microsoft Windows auf einem anderen Gerät ermöglichen.) Die Inhalte und das Layout werden über eine vereinfachte HTML-ähnliche Syntax, dem Simple Content Format (SCF) definiert.
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Kompatibilität – SideShow kommuniziert Informationen mithilfe plattformunabhängiger XML-basierter Daten, die über jeden gängigen Kommunikationskanal übermittelt werden können, einschließlich USB, Bluetooth, drahtlose und verdrahtete Netzwerke oder Infrarotschnittstellen (IrDA-Protokolle).
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Flexibilität – Die SideShow-Plattform definiert eine einfache API und ein Modell, das das Erstellen kleiner Windows-Anwendungen, der so genannten Gadgets, ermöglicht. Darüber hinaus können Sidebargadgets auch recht einfach um eine Unterstützung der SideShow-Plattform erweitert werden.
Hinweis Wie viele andere Technologien verfügt auch SideShow über potenzielle Verwendungsmöglichkeiten außerhalb des Bereichs tragbarer Computer. So können Hilfsbildschirme auch zur Anzeige von Diagnoseinformationen oder der aktuellen Betriebszustände von Windows Vista-Arbeitsstationen oder Windows Server "Longhorn"-Servern äußerst praktisch sein.
Änderungen für Stift- und Berührungseingabenunterstützung
Stifteingabe- und Handschrifterkennungsfunktionen gibt es in Microsoft Windows-Betriebssystemen bereits seit vielen Jahren, zuletzt in der Microsoft Windows XP Tablet PC Edition. Zusätzlich zur Integration der Stiftunterstützung im das Basisbetriebssystem, wurde diese in Windows Vista auf folgende Weise verbessert:
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Berührungseingabegeräte werden unterstützt und die Benutzeroberfläche für Berührungseingaben konfiguriert. Die versehentliche Aktivierung wird besser diagnostiziert. Windows Vista übersetzt gegebenenfalls die Berührungseingabe in Stifteingaben. Dieser Prozess beinhaltet häufig ein intelligentes Zuschneiden, Anpassen und Ändern der Größe über eine Berührungseingabe, damit diese genauer der entsprechenden Stifteingabe entspricht.
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Eine neue Klasse einfacher Stiftbewegungen wurde hinzugefügt (die sogenannten Flicks). Diese schnellen Stiftbewegungen werden verwendet, um gängige Navigations- und Kontextaktionen durchzuführen. Unter Windows Vista wird zwar eine große Bandbreite an Stiftbewegungen unterstützt, die einzelnen Anwendungen unterstützen jedoch jeweils nur eine gewisse Teilmenge.
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Viele geringfügige Verbesserungen an der Logik für das Interpretieren der Stifteingabe für Vorgänge wie Tippen, Doppeltippen, Drücken und Halten, Stiftbewegungserkennung, Zeilengruppierung, usw.
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Unterstützung für handschriftliche Anmerkungen in Dokumenten. Fünf Anmerkungstypen werden unterstützt: horizontaler Bereich, einfache Punkte, vertikaler Bereich, Auszeichnungen und einfache Verbindungen dieser Elemente.
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Ein neu entwickeltes Tablet PC Input Panel (TIP) mit Unterstützung für Löschvorgänge, einem automatischen Vervollständigen, einer verbesserten Kennworteingabe, Unterstützung für Microsoft Software Quality Metrics (SQM), usw. Außerdem wurde eine neue COM-basierte Texteingabepanel-API hinzugefügt, um eine direkte Programmierung zu unterstützen.
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Das Microsoft Touch Pack für Ultra-Mobile PC (UMPC) ist ein Softwarepaket für UMPC-Entwickler, das Programme und Funktionen enthält, die für UMPC und die entsprechende Touchscreen-Benutzeroberfläche entwickelt wurde und ein Startprogramm für Anwendungen, eine spezielle Bildschirmtastatur, Berührungsverbesserungen und vieles mehr enthält. Derzeit ist Touch Pack für Windows XP Tablet Edition 2005 verfügbar. Ob es auch für Windows Vista verfügbar sein wird, war zum Zeitpunkt dieses Artikels noch nicht entschieden.
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Sowohl den nicht verwalteten als auch den verwalteten APIs wurde weitere Unterstützung hinzugefügt, um Entwickler beim Einbinden von Stift- und Handschrifteingaben in ihre Programme zu unterstützen.
Unterstützung von Handschrifterkennung
Windows XP Tablet PC Edition 2005 verfügt zwar über die grundlegende Infrastruktur zur Unterstützung der Handschrifterkennung, diese Unterstützung wurde in Windows Vista jedoch um folgende Ergänzungen und Änderungen erweitert:
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Integrierte Handschrifterkennung für viele moderne Sprachen, darunter Arabisch, Niederländisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Hindi, Italienisch, Japanisch, Spanisch, usw. Benutzerdefinierte Erkennungen weiterer Sprachen oder geometrischer Formen können erstellt werden.
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Die Handschrifterkennungspersonalisierung ermöglicht unter Vista eine verbesserte Handschrifterkennung, indem der Schreibstil des Benutzers übernommen wird. Außerdem werden bei Benutzerfehlern direkt Berichte erstellt und Hintergrundinformationen zu Wortwahlmustern des Benutzers zusammengestellt. Die auf diese Weise erstellten Personalisierungseinstellungen und -profile können auf andere Computer übertragen werden.
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Der Erkennung werden von verschiedenen Anwendungen für eine verbesserte Analysegenauigkeit Erkennungshinweise zur Verfügung gestellt. Diese Hinweise können auf das gesamte Eingabefenster oder nur auf bestimmte Bereiche angewendet werden.
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Entwicklung und Feldunterstützung wurden durch das Hinzufügen einer Fehlerberichterstellung für die Handschrifterkennung und eine Debugablaufverfolgung der Eingabeanalyse verbessert.
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Entwicklern steht nun eine umfassendere, integrierte Handschrifterkennungs-API sowohl als COM-Schnittstelle als auch als verwaltete Schnittstelle im Microsoft.Ink-Namespace zur Verfügung.
WPF-Unterstützung für Stifteingaben
Im Gegensatz zur bisherigen Unterstützung für die Handschrifterkennung, die den Entwicklern über ein separates Windows Tablet PC Edition-SDK zur Verfügung gestellt wurde, verfügt Windows Presentation Foundation über eine integrierte Handschriftunterstützung. Klassen wie InkCanvas und InkPresenter ermöglichen jeweils eine grundlegende Unterstützung für freie Eingaben und deren Darstellung. Eine erweiterte Unterstützung kann mithilfe einer auf StylusPlugIn beruhenden Klasse entwickelt werden. Sie finden diese Klassen im Namespace System.Windows.Controls. In Windows Presentation Foundation werden jedoch auch die wichtigsten Stiftklassen des Namespace System.Windows.Ink verwendet.
Unterstützung von Spracherkennung und -synthese
In den letzten Jahren wurde viel in die Entwicklung von natürlichen Benutzeroberflächen für Computer investiert. Hierzu gehören auch die Sprachfunktionen. Die Spracherkennung und die Sprachsynthese sind separate Technologien, auch wenn bestimmte Anwendungen beide verwenden. Die Sprache ist in verschiedenen Szenarios von Bedeutung, etwa als Eingabehilfemechanismus für Benutzer mit eingeschränkter Mobilität (z. B. infolge wiederholter belastungsbedingter Handgelenksverletzungen), als ein alternativer E/A-Mechanismus für nicht herkömmliche Computergeräte (z. B. für Computer in der Automobilindustrie), als ein die Tastatur, Maus und Stifteingabe ergänzender Eingabemechanismus für Sprachbegeisterte, usw.
Windows Vista vereint die Ergebnisse von über zehn Jahren Forschungs- und Entwicklungsleistung auf diesen beiden Gebieten. Die Spracherkennungs- und Syntheselaufzeitmodule und -vokabulare sind in das Betriebssystem Windows Vista integriert. Im Ergebnis bietet dies die Grundlage für eine genaue, schnelle und flexible Sprachumwandlung und -verwaltung.
Spracherkennung
In die Integration der Spracherkennung in das Betriebssystem Windows Vista wurde viel Arbeit investiert. Diese Integration wurde systemisch erreicht, indem die Sprachsynthese-Laufzeitumgebung mit den Eingabehilfefunktionen von Windows Vista verbunden wurde (insbesondere Microsoft Active Accessibility (MSAA) und Microsoft Windows UI Automation (WUIA)).
Weitere Verbesserungen:
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Eine moderne Implementierung des Spracherkennungsmoduls, das für die Umwandlung von Text in Sprache die drei folgenden Techniken verwendet: ein akustisches Modell, eine Lexikondatenbank und ein Sprachmodell.
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Da die Benutzeroberflächenelemente der Windows Vista-Plattform (z. B. die gewöhnlichen Steuerelemente und Dialogfelder) eingabehilfefähig sind, werden Anwendungen, die diese Komponenten (sowie eingabehilfefähige Komponenten unabhängiger Softwarehersteller) verwenden, automatisch für die Spracherkennung aktiviert. Benutzeroberflächenelemente können im Befehlsmodus gesteuert werden, und die Eingabe kann im Diktatmodus über textbasierte Benutzeroberflächenelemente (z. B. Textfelder) erfolgen.
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Windows Vista verfügt über integrierte Erkennungsmodule für folgende Sprachen: Chinesisch, Englisch, Deutsch und Japanisch. Möglicherweise wird die Unterstützung weiterer Sprachen durch Microsoft oder unabhängige Softwarehersteller folgen.
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Integriertes Befehlsvokabular zum Durchführen von Standardaufgaben: Erkennen von Windows-Benutzeroberflächen- und Betriebssystembefehlen (beispielsweise "Starte Editor"), Arbeitssteuerungsvorgänge in Textdokumenten (Rechtschreibprüfung, Navigation, Auswahl, etc.), usw. Für freie Diktate steht außerdem ein sprachspezifisches Vokabular zur Verfügung.
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Unterstützung für W3C-Standards für die Spracherkennung (http://www.w3.org/TR/speech-grammar), einschließlich der Unterstützung für das XML-Dokumentformat Speech Recognition Grammar Specification (SRGS).
Sprachsynthese
Zwar ist die Sprachsynthese nicht in die Windows Vista-Shell integriert, sie ist jedoch eine Standardkomponente des Betriebssystems und für alle Programme verfügbar. Weitere Verbesserungen:
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Eine moderne Implementierung des Sprachsynthesemoduls, das anstelle einer einfachen phonetischen Konvertierung eine Datenbank mit Soundsegmenten verwendet.
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Vista verfügt über integrierte Sprachsynthesemodule für Chinesisch und Englisch. Möglicherweise wird die Unterstützung weiterer Sprachen durch Microsoft oder unabhängige Softwarehersteller folgen.
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Unterstützung für W3C-Standards für die Sprachsynthese (http://www.w3.org/TR/speech-synthesis), einschließlich der Unterstützung für das XML-Dokumentformat Speech Synthesis Markup Language (SSML).
Die Windows Vista-Sprachtechnologien sind kompatibel mit der Microsoft Speech Server-Plattform, die häufig zur Implementierung von sprachfähigen Telefonielösungen verwendet wird, beide verwenden viele gemeinsame Technolgien. Weitere Informationen finden Sie auf der Speech Server-Website (in englischer Sprache).
Entwickler, die ihren Anwendungen Sprachfunktionen hinzufügen möchten, können zwischen einer COM-API und einer neuen verwalteten API wählen.
Siehe auch
Mobilität
Mobility and Tablet PC: A User Perspective (in englischer Sprache)
Allgemeine Vorüberlegungen zur Cliententwicklung
Sprache
Infrastruktur für Kommunikationsnetzwerke (In Vorbereitung)