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FAQ: Microsoft SQL Server Data Tools

Was ist SQL Server Data Tools?

SQL Server Data Tools (SSDT) ist der endgültige Name des vormals unter SQL Server Developer Tools Codename "Juneau" bekannten Produkts. SSDT gibt SQL Server- und SQL Azure-Datenbankentwicklern eine moderne Entwicklungsumgebung an die Hand. SSDT wird genauso wie die unterstützte SQL Azure-Entwicklungsplattform regelmäßig mit Onlineupdates aktualisiert, um mit den neuesten SQL Azure-Funktionen mitzuhalten.

Wichtige Fakten:

  • SSDT ist eine kostenlose Komponente der SQL Server-Plattform und steht allen Benutzern von SQL Server zur Verfügung.
    • SSDT-Zielplattformen: SQL Server 2005, SQL Server 2008, SQL Server 2008 R2, SQL Server 2012 und SQL Azure
  • SSDT wurde anfänglich zusammen mit SQL Server 2012 im Web freigegeben
    • Zu Beginn wurde SSDT mit SQL Server 2012 von der Visual Studio 2010 SP1-Shell gehostet. Die Software kann eigenständig installiert oder mit einer vorhandenen Installation von Visual Studio 2010 Professional SP1 bzw. höheren Versionen kombiniert werden.
  • SSDT war ebenfalls im Lieferumfang von Visual Studio 2012 enthalten
    • In Visual Studio 2012 wurde SSDT als Konvertierungsfunktion für vorhandene Visual Studio-Datenbankprojekte eingeführt und hat die alte Funktion abgelöst.
    • Sie können Visual Studio 2012 von der Microsoft® Visual Studio® 2012-Downloadsite herunterladen.
  • Vollversionen und Updates von SSDT sind online auf der SSDT-Downloadseite oder über den Webplattform-Installer ( WebPI) verfügbar.
    • Mit SSDT kann eine Administratorinstallation ausgeführt und ein allgemein anwendbares Setup auf einem USB-Stick oder einer internen Dateifreigabe hinter einer Firewall erstellt werden.

Für wen ist SSDT geeignet, und welche Funktionen sind verfügbar?

SSDT eignet sich für SQL Server-Datenbankentwickler, die neben der Anwendungslogik häufig auch Datenbankschemas, Sichten, gespeicherte Prozeduren und andere Datenbankobjekte entwickeln.

  • Tools für die SQL Server- und SQL Azure-Entwicklung: SSDT bietet eine neue, kohärente Umgebung für die Kompilierung, Umgestaltung und Bereitstellung von Datenbanken in bestimmten SQL Server- und SQL Azure-Editionen. Das Toolset vereinfacht beispielsweise die Migration lokaler SQL Server-Schemas zur SQL Azure-Cloud sowie die übergreifende Entwicklung und Verwaltung von Datenbanken in lokalen und Cloudbereitstellungen. SSDT kann für SQL Server 2005-, SQL Server 2008-, SQL Server 2008 R2-, SQL Server 2012- und SQL Azure-Datenbanken sowie für alle Editionen dieser Datenbankserver eingesetzt werden.
  • SQL Server-DBAs: Mit visuellen Tools für die Tabellenentwicklung sowie für Schemavergleiche und umfassender T-SQL-Unterstützung zur Umgestaltung von Datenbanken und zum Erstellen von Sichten, gespeicherten Prozeduren, Funktionen und Triggern bietet SSDT ein zentrales, einheitliches Toolset, das speziell auf die Anforderungen von Datenbankadministratoren bei der Datenbankentwicklung und -verwaltung ausgerichtet ist. Das Toolset unterstützt sowohl einen Live-Entwicklungsmodus als auch einen Offline-Projektmodus, in dem alle datenbankspezifischen Artefakte nachverfolgt und verwaltet werden. Optional ist dieser Modus vollständig in Visual Studio 2010 integrierbar, um die teamgestützte Entwicklung, Quellcodeverwaltung und Änderungsnachverfolgung zu ermöglichen. Alle Änderungen werden automatisch in optimierte T-SQL-ALTER-Skripts übertragen und können entweder direkt auf die Onlinedatenbank angewendet oder zur späteren Ausführung gespeichert werden. 

Wie viel kostet SSDT?

SSDT ist eine kostenlos erhältliche Komponente der SQL Server-Plattform und wird allen Benutzern von SQL Server zur Verfügung gestellt.

Wo kann ich mich weiter über SSDT informieren?

Besuchen Sie einfach unser MSDN-Forum unter http://social.msdn.microsoft.com/Forums/de-DE/ssdt/

Welche Voraussetzungen gelten für die Installation von SSDT?

SSDT kann eigenständig installiert oder in eine vorhandene Visual Studio 2012- oder Visual Studio 2010-Installation (ab der Pro-Version) integriert werden.

Visual Studio 2012:

  • Sofern Sie über Visual Studio 2012 Professional, Ultimate oder Premium Edition verfügen und die Option zur Installation von SQL Server Data Tools während des Setups nicht deaktiviert haben, ist SSDT bereits auf Ihrem Computer installiert. Durch die Installation eines SSDT-Webupdates werden diese SSDT-Komponenten durch eine neuere Version ersetzt.
  • Wenn Sie nicht über Visual Studio 2012 Professional Edition oder eine höhere Version verfügen, wird zunächst die integrierte Shell von Visual Studio 2012 und darüber SSDT installiert. Die integrierte Shell enthält lediglich SSDT und keine VS-Programmiersprachen oder Funktionen zur Unterstützung der jeweiligen Projektsysteme. Zusätzlich wird bei der Installation eines SSDT-Webupdates auch die Datenbankfunktionalität der Express-SKUs von Visual Studio 2012 aktualisiert.

Folgende Betriebssysteme werden von SSDT für Visual Studio 2012 unterstützt:

  • Windows 7 SP1 (x86 und x64)
  • Windows 8 (x86 und x64)
  • Windows Server 2008 R2 SP1 (x64)
  • Windows Server 2012 (x64)

Visual Studio 2010:

  • Wenn Sie bereits über die Professional Edition von Visual Studio 2010 oder eine höhere Version verfügen, wird SSDT in Ihre vorhandene VS-Umgebung integriert. Beachten Sie, dass SP1 vor SSDT manuell installiert werden muss.
  • Wenn Sie nicht über Visual Studio 2010 Professional Edition oder eine höhere Version verfügen, wird zunächst die integrierte Shell von Visual Studio 2010 installiert, anschließend SP1 angewendet und darüber SSDT installiert. Die integrierte Shell enthält lediglich SSDT und keine VS-Programmiersprachen oder Funktionen zur Unterstützung der jeweiligen Projektsysteme.

Folgende Betriebssysteme werden von SSDT für Visual Studio 2010 unterstützt:

  • Windows Vista SP2 oder höher
  • Windows 7 SP1 oder höher
  • Windows Server 2008 SP2 oder höher
  • Windows Server 2008 R2 SP1 oder höher

Wird SQL Server Management Studio (SSMS) durch SSDT abgelöst?

Die Hauptaufgabe von SSMS besteht in der Verwaltung verbundener Datenbanken; das Tool wird weiterhin Bestandteil von SQL Server und eine Kernkomponente von SQL Server 2012 sein. Somit wird SSMS auch künftig als grafische Oberfläche genutzt, z. B. für das Erstellen und Verwalten von Datenbanksicherungen, das Erstellen und Anzeigen erweiterter Ereignisse sowie für andere zentrale Verwaltungsaufgaben, die bei Produktionsdatenbanken anfallen.

Soll SSDT als Ablösung von Visual Studio for Database Professionals ("Data Dude") verstanden werden?

Da SSDT auf dem bestehenden Datenbank-Projekttyp von Visual Studio aufbaut, können vorhandene Projekte (*.dbproj) auf SQL Server-Datenbankprojekte (*.sqlproj) aktualisiert werden. Allerdings sind einige Funktionen für Datenbankprojekte in Visual Studio 2010, wie die Datengenerierung, Datenbankkomponententests und Datenvergleiche, nicht Bestandteil von SSDT.

Bleiben Datenbankprojekte ("Data Dude") in Visual Studio 2012 bestehen?

In Visual Studio 2012 wurde SSDT als Konvertierungsfunktion für vorhandene Visual Studio-Datenbankprojekte eingeführt und hat die alte Funktion abgelöst. Diese Neuerung ist auf der Microsoft® Visual Studio® 2012-Downloadseite dokumentiert.

Welche Verbesserungen sind gegenüber Visual Studio 2010-Datenbankprojekten ("Data Dude") zu erwarten?

SSDT umfasst eine Reihe von Funktionen, die von bestehenden Visual Studio 2010-Datenbank-Projekttypen nicht unterstützt werden. Vor allem sind die projektorientierten Funktionen besser auf herkömmliche VS-Projekte abgestimmt. Beispielsweise unterstützt SSDT mit "Gehe zu Definition" und "Alle Verweise suchen" Funktionen für Datenbankartefakte, die denen in C# und VB.NET sehr ähnlich sind. Zusätzlich wird auch die Umgestaltung unterstützt. Beispielsweise kann ein Entwickler oder DBA auf einen Spaltennamen in einer gespeicherten Prozedur klicken, alle Verweise auf diesen Spaltennamen in der gesamten Datenbank (in Sichten, gespeicherten Prozeduren, Indizes, Tabellendefinitionen usw.) suchen und das vollständige Schema direkt umgestalten, wenn eine Änderung an diesem Feld vorgenommen wird. Außerdem können SSDT-Projekte für SQL Server 2005, 2008, 2008 R2 und SQL Azure eingesetzt werden und erleichtern die Schemamigration zwischen diesen Versionen. Darüber hinaus verbessert SSDT die Online-Erfahrung mit dem neuen SQL Server-Objekt-Explorer sowie der neuen "Power Buffer"-Funktion für die deklarative Entwicklung. Der neue Tabellen-Designer sowie ein aktualisierter Schemavergleich und eine aktualisierte Veröffentlichungsfunktion können sowohl im Projekt- als auch im Onlinemodus genutzt werden.  

Gibt es eine Upgradeanleitung für "Data Dude"-Kunden?

Kunden mit bestehenden SQL Server-Datenbankprojekten in Visual Studio 2010 können ein Upgrade auf das neue SSDT-Datenbankprojekt ausführen.

Unterstützt SSDT die SQL CLR-Entwicklung?

Ja, SQL CLR-Entwickler können SQL CLR-Komponenten im Rahmen der projektbasierten Entwicklungsumgebung mit SSDT entwickeln, debuggen und bereitstellen.

Sind die BIDS-Tools in SSDT verfügbar?

Entwickler können die BIDS-Tools für Visual Studio 2010 installieren, indem sie SSDT während der Installation im Installationsprogramm von SQL Server 2012 auswählen. Die BIDS-Tools sind genauso wie SSDT unter Visual Studio 2010 SP1 lauffähig. Das SQL Server 2012-Installationsprogramm installiert zusätzlich erforderliche Komponenten für SSDT sowie ein "Stubprojekt", mit dem SQL Server 2012-Benutzer die neueste SSDT-Version aus dem Web abrufen können.

Die aus dem Web abgerufene SSDT-Shell enthält jedoch nur die spezifische Komponente für Datenbankprojekte. Bei der SSDT-Installation über das Web werden keine BIDS-Tools installiert.

Wie wird die Ablaufverfolgung in SSDT aktiviert?

Um die Untersuchung der von Kunden gemeldeten Fehler bzw. von Produktfehlern zu erleichtern, benötigt ein Mitglied des SSDT-Teams u. U. Ablaufverfolgungsdateien. Aktivieren Sie die Ablaufverfolgung wie folgt:

1. Öffnen Sie eine neue Eingabeaufforderung als Administrator.

2. Führen Sie folgende Befehle aus:

logman start MicrosoftDacFx -p {79F618AD-4B02-4D46-A525-F5A93C551DDD} 0x800 -o "%LOCALAPPDATA%\DacFX.etl" -ets
logman start MicrosoftSsdt -p {77142e1c-50fe-42cc-8a75-00c27af955c0} 0x800 -o "%LOCALAPPDATA%\SSDT.etl" -ets

3. Führen Sie das Zielszenario in SSDT aus.

4. Kehren Sie zur Eingabeaufforderung zurück, und führen Sie folgende Befehle aus:
logman stop MicrosoftDacFx -ets

logman stop MicrosoftSsdt –ets

5. Die resultierenden ETL-Dateien sind unter "%LOCALAPPDATA%\DacFX.etl" und "%LOCALAPPDATA%\SSDT.etl" gespeichert. Sie können im Windows-Explorer darauf zugreifen.

6. Fügen Sie diese Dateien an eine E-Mail an, und senden Sie sie an das für Sie zuständige SSDT-Teammitglied.

 

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