Microsoft und Interoperabilität
Interoperabilität ist ein weiter – und wichtiger - Bereich für IT-Architekten. Von Standards und Sprachen über Programmierschnittstellen bis zu Konnektoren, Adaptern und Plugins soll hier über alles gesprochen werden, was Verbindungen zwischen (fremden) Systemen ermöglicht und verbessert. Dieser breite Ansatz hilft sowohl dem Enterprise Architekten beim Einschätzen der Microsoft Strategie als auch dem Software Architekten bei der Konzeption heterogener Anwendungen - und last but not least dem Infrastrukturarchitekten beim Beurteilen von Aufwänden für den gemischten Einsatz von Produkten und Technologien.
Natürlich kann kein auch nur annähernd vollständiges Bild gezeichnet werden, vielmehr geht es darum, neben generischen Basisinformationen neue Trends und konkrete Anleitungen vorzustellen.
Auf der strategischen Ebene drehen sich die Fragen um Positionierung, Ausrichtung und trendartige Entwicklung.
Hier ist im Rahmen der neuen OpenSource Strategie (OpenSource meets Business 2008 – Keynote und Podiumsdiskussion sowie ein Interview mit Sam Ramji, Director Open Source Strategy Microsoft) die Öffnung der .NET Plattform als Shared Source ein aktuelles Thema. Daneben sind Engagements auf der globalen Unternehmensebene relevant, sowie Partnerschaften mit Organisationen. Die Unterstützung der OASIS – Webservice (WS-*) Standards bleibt einer der wichtigsten Microsoft Schritte der letzten Jahre. Eine neue Initiative auf Produktebene ist die Interop Vendor Alliance, mit Informationen namhafter Hersteller. Bzgl. Oracle besteht darüberhinaus eine eigene Webseite.
In der Software Architektur stehen vor allem Programmierschnittstellen im Fokus, mit denen sich vorhandene Software(-Klassen) einbinden lassen. Darüberhinaus verbessern .NET eigene Klassen, Plugins und Bridges von Partnerunternehmen die Effizienz von Softwareprojekten. Der .NET Interop Blog bietet eine gute Möglichkeit, diesbzgl. auf dem Laufenden zu bleiben.
Die .NET Klasse System(.Runtime).Interop bietet Marshaling und Integration von verwaltetem und nicht-verwaltetem Code (nicht nur) mit COM Modulen. Dies wird von mehreren MSDN Beiträgen detailliert beschrieben:
Für J2EE und .NET gibt es spezifisch Seiten wie J+N und konkrete Anwenderberichte wie KLA Tencor mit JNBridge oder Partnerlösungen wie Duet mit SAP.
Oracle hat .NET Interoperabilitätsinformationen auf einer eigenen Webseite gesammelt, eine andere Seite ist dem Aspekt Oracle Fusion und .NET gewidmet und ein MSDN Webcast beleuchtet die .NET Features in Oracle 10g R2. Die Integration zwischen J2EE und .NET Welt ist naturgemäss schon länger untersucht.
Im Bereich Infrastruktur, wo es u.a. um Installation/Deployment, Betriebssicherheit/Robustheit geht sind Produktverträglichkeiten entscheidend.
Wieder gibt es eine eigene Seite von Oracle zum Thema Windows Server System Center. Die Folien eines Hands-On Workshops zur Installation eines Oracle Clusters auf Basis von Windows 2003 Server wecken kontinuierlich hohes Interesse.
Weiterführende Links: deutsche Microsoft Interop Seite
Dieser Schwerpunkt ist nicht abgeschlossen, sondern wird in den kommenden Wochen erweitert und ergänzt. In einer Zeit da agile Methoden sich breit etablieren ist z.B. auch die Frage zu stellen, ob und wie gut moderne/dynamische/Skript- Sprachen in die .NET Entwicklungsumgebung bzw. die Plattform eingebunden werden (können).